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Ketzin Veronika Uhlrich darf sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen
Lokales Havelland Ketzin Veronika Uhlrich darf sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen
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16:33 10.02.2019
Kümmert sich um alte Menschen: Veronika Uhlrich. Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

Noch steht der Name Veronika Uhlrich nicht im Goldenen Buch der Stadt Ketzin/Havel. Die dafür Auserwählte fehlte aus privaten Gründen beim Neujahrsempfang im Januar, so dass die Eintragung dieser Tage im Bürgermeisterbüro nachgeholt wird.

„Ich freue mich über diese Ehrung, obwohl es mich überrascht hat, dass ich auserwählt worden bin“, sagt die 65-jährige Ketzinerin. Der Vorschlag kam von Heike Voigt, Haus- und Pflegedienstleiterin im SeniorenzentrumKurt Bohm“. Für sie ist klar, dass Veronika Uhlrich solch eine Auszeichnung verdient hat.

Viele Jahre hauptamtlich im Seniorenzentrum

Fast elf Jahre arbeitete die heutige Rentnerin als Assistentin in dem evangelischen Haus und betreute die Bewohner. Nach der Wende hatte die gelernte Unterstufenlehrerin Veronika Uhlrich dafür eine dreijährige Ausbildung in der Altenpflege absolviert. „Der Umgang mit den alten Menschen liegt mir. Gespräche zu führen mit Leuten, die keine Verwandten haben oder wo die Kinder weit weg wohnen, mit ihnen mal ein Lied zu singen oder spazieren zu gehen und dann die Dankbarkeit zu spüren, das ist toll“, so Uhlrich.

Gespräche mit Bewohnern

Schon während ihres Arbeitslebens im Seniorenzentrum übernahm sie zusätzlich eine ehrenamtliche Aufgabe, die sie bis heute fortführt. Veronika Uhlrich setzte sich noch mal auf die Schulbank, qualifizierte sich zur ambulanten Hospizhelferin. „Sie begleitet liebevoll viele Hausbewohner in deren letzter Lebensphase“, sagt Leiterin Heike Voigt.

Einmal pro Woche ist Veronika Uhlrich Gast im Seniorenzentrum, spricht mit Bewohnern. „In den meisten Fällen wird mir gesagt, zu wem ich jeweils ins Zimmer gehen soll. Wenn nicht, suche ich mir die Leute selbst aus, weil ich die fast alle ja noch kenne.“

Verbindungsfrau zur Awo

Veronika Uhlrich hilft, wenn es um das Organisieren von Veranstaltungen geht, und sie ist die Verbindungsfrau für die Hausbewohner, die Mitglied der örtlichen Arbeiterwohlfahrt sind. „Oft kümmere ich mich darum, dass die Awo-Mitglieder mit Fahrzeugen zum entsprechenden Ort gebracht werden“, sagte sie.

Bei alledem lobt Leiterin Heike Voigt auch, dass die frühere Mitarbeiterin Dinge kritisch sieht und anspricht, damit sie geändert werden: „Alle Bewohner des Seniorenzentrums und die Beschäftigen sind glücklich, weil Veronika Uhlrich auch nach dem Ruhestand weiter dem Haus verbunden geblieben ist.“

Von Jens Wegener

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