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Ketziner Seniorenzentrum wird größer

Mehr Pflegeplätze und betreute Wohnungen Ketziner Seniorenzentrum wird größer

Vor 16 Jahren wurde das evangelische Seniorenzentrum in Ketzin eröffnet. Längst reichen die Pflegeplätze nicht mehr aus. Die Nachfrage ist ungebrochen. Nun soll das Gebäude erweitert werden.

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Vor dem Eingang des Seniorenzentrums treffen sich Bewohner oft zum Plaudern.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel. Als im März 2000 das Ketziner Seniorenzentrum „Kurt Bohm“ fertig war und die ersten Bewohner einzogen, war für den damaligen Leiter Peter Molle klar: „Es ist zu klein“. Er sollte recht behalten, denn 16 Jahre später plant Eigentümer und Träger der Einrichtung – der Landesausschuss für Innere Mission (Lafim) – den Gebäudekomplex zu erweitern. „Das Haus ist seit Jahren voll belegt, die Warteliste ist lang und Anmeldungen können wir kaum noch annehmen“, sagt die heutige Leiterin Heike Voigt.

Nicht nur aus Ketzin, auch aus umliegenden Orten kommen die Bewohner sowohl der zwölf betreuten Wohnungen als auch der 42 stationären Pflegeplätze. Aber das evangelische Seniorenzentrum ist in Ketzin auch dadurch bekannt, weil man sich von Anfang an außen geöffnet hat. Ausstellungen und Konzerte gibt es regelmäßig und sogar die Neujahrsempfänge der Stadt Ketzin wurden viele Jahre dort später angebauten Speisesaal gefeiert, bis die Kommune mit dem Bürgersaal in der Rathausstraße einen größeren Saal zur Verfügung hatte.

„Wir können froh sein, eine solches Seniorenzentrum in Ketzin zu haben, und wir werden uns freuen, wenn das noch größer wird“, sagte Stadtverordnete Doris Radtke (SPD-Fraktion) im jüngsten Hauptausschuss. Vertreter aller anderen Fraktionen schlossen sich dem an und befürworteten eine entsprechende Änderung des Vorhaben- und Erschließungsplanes „Altenpflegeheim“. Die Stadtverordneten entscheiden am 19. April.

Geht der Antrag durch will Lafim möglichst schnell mit einem Architekten ein konkretes Konzept und eine Machbarkeitsstudie erarbeiten. „Spätestens im Frühjahr 2017 soll der erste Spatenstich erfolgen“, sagte der Lafim-Vorstandsvorsitzende Thomas Glaubitz gegenüber der MAZ. Man rechne mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr. Rund drei Millionen Euro will der Eigentümer investieren, wobei es für dieses Vorhaben keine Fördermittel gibt.

Bei den Eckdaten des neuen Gebäudes, die im Ketziner Bau- und im Hauptausschuss vorgelegt wurden, seien noch leichte Abweichungen möglich, so Glaubitz. Geplant sind zunächst 24 zusätzliche Pflegeplätze, acht Einheiten für betreutes Wohnungen sowie zwölf Tagespflegeplätze. Letzteres ist neu für das Seniorenzentrum „Kurt Bohm“, werde aber stark nachgefragt, hieß es. Die Größe der Wohnungen werde sich zwischen 45 und 55 Quadratmeter bewegen. Vorgesehen sind zwei Wohngruppen mit je zwölf Menschen, die sich selbst versorgen können. Der Erweiterungsbau entsteht von der Potsdamer Straße aus gesehen im hinteren Gartenbereich. Laut Thomas Glaubitz wächst die Zahl der Arbeitsplätze nach Fertigstellung von derzeit 47 (inklusive Azubis, Hausmeister und geringfügig Beschäftigte) um 20 bis 30. Der Erfolg in der Ketziner Einrichtung liegt unter anderem im Umgang mit den Verstorbenen. „Der Tod ist Bestandteil dieses Hauses. Wir machen Aussegnungen im Zimmer des Betroffenen, laden die Verwandten zu Gesprächen ein und verabschieden uns auch in großer Runde”, sagt Heike Voigt.

Von Jens Wegener

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