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Badespaß plus Extras

MAZ-Sommerserie: Ketziner Strandbad vorgestellt Badespaß plus Extras

In den Sommerferien nimmt die MAZ einige Bäder und weniger bekannte Badestellen im Osthavelland unter die Lupe. Den Auftakt bildet das Strandbad Ketzin/Havel. Hier können die Besucher Natur pur mit einigen Extras erleben.

Strandbad Ketzin/Havel 52.4708203 12.8463126
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Bei gut 20 Grad Wassertemperatur macht das Baden in Ketzin Spaß.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel. Maggin und Michelle haben es fast geschafft. Etwa einen Meter über dem Boden balancieren die beiden kleinen Mädchen über eine sogenannte Slagline, was nichts weiter ist als ein etwas breiteres Gummiband. Im Ketziner Strandbad wurde das Band zwischen zwei Bäumen befestigt, die zehn Meter auseinanderstehen. Und wer hätte es gedacht: „An diesem Ding herrscht Riesenandrang. Jeder will versuchen, ohne Absturz die Strecke zu bewältigen“, weiß Bademeister Enrico Luther. Es gibt sogar kleine Wettkämpfe, wenn Kita- oder Schülergruppen kommen.

Natur pur mit einigen Extras können die Besucher im Ketziner Strandbad an der Havel erleben. Auf einer großen Liegewiese (2500 Quadratmeter) haben es sich gerade einige Kinder bequem gemacht. Sie kommen vom Hort „Havelkids“ und sind, wie Leiterin Marina Tierbach sagt, zwei-, dreimal die Woche hier. Sie können zwischen Sonne und Schatten, den große Bäume spenden, wählen. Derweil sich die Mädchen noch unterhalten, haben sich einige Jungen, ausgestattet mit einem Softball, ein kleines Fußballfeld eingerichtet und kicken los.

All das beobachtet Enrico Luther ganz gelassen. Richtig ernst wird es für den Rettungsschwimmer immer dann, wenn jemand ins Wasser geht. Etwa 30 Meter vom Ufer entfernt endet der Nichtschwimmerbereich, abgetrennt mit einer deutlich sichtbaren Kette. Dahinter schließt sich noch ein etwa 30 Meter langer Abschnitt für Schwimmer an, der von weißen Bojen begrenzt wird. Dann folgt schon die Fahrrinne für Yachten und kleine Boote. „Wenn es voll ist im Wasser und im Bad, muss man sich als Bademeister besonders konzentrieren“, weiß Enrico. Vor allem im Bereich des Sprungbrettes am Steg schaut er genau hin, ob nicht einer dem anderem auf den Kopf hüpft. In den letzten und in diesem Jahr sei bisher nicht ein Badeunfall passiert. Er und sein Team aus jeweils zwei geringfügig Beschäftigten, die sich um den Einlass, Ordnung und Sauberkeit kümmern, die Ruderboote und die Kanus rausgeben, wollen, dass das auch so bleibt. An den Wochenenden bekommt Enrico Luther noch Hilfe von der ASB-Wasserrettung, die auf dem Areal einen Standort hat.

Als der Renner der Saison kristallisieren sich die SUPs heraus. SUP steht für Standup-Padling. Drei dieser Surfbretter, auf denen man steht oder kniet und sich dann mit einem Ruder fortbewegt, hat die Stadt Ketzin/Havel angeschafft. „Die 2500 Euro haben sich gelohnt. Bisher wurden schon 60 SUPs ausgeliehen, Ruderboote etwa 40“, weiß Michael Reppin von der Stadtverwaltung.

Zahlen und Fakten

Das Ketziner Strandbad liegt direkt an der Havel. Es ist auf dem Wasserweg und über den Friedrich-Ludwig-Jahn-Weg zu erreichen.

Geöffnet ist in der Saison täglich von 10 bis 20 Uhr, wobei Kita- und Seniorengruppen bereits früher rein dürfen.

Nach Anmeldung wird auch Schwimmunterricht angeboten.

Die Eintrittspreise haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Erwachsene zahlen für eine Tageskarte 2 Euro, Kinder 50 Cent, Senioren und Studenten 1 Euro.

Die Ausleihe eines Ruderbootes kosten für eine Stunde 2 Euro, bei drei Stunden 5 Euro, eine Tageskarte 8 Euro.

Pro Übernachtung auf dem Biwakplatz zahlt eine Person 2 Euro, für ein Zelt sind 2 Euro fällig, für ein Boot auch 2 Euro.

Die Wassertemperatur beträgt derzeit zwischen 20 und 22 Grad. Die Qualität wird einmal monatlich vom Gesundheitsamt kontrolliert, täglich erfolgt eine optische Kontrolle bezüglich der Algen durch den Bademeister.

Wer im Ketziner Naturbad mehr als nur baden will, kann auch Volleyball spielen oder in einem der drei Tipis übernachten. Die hat die Firma Brandenburg-Kanu seit Jahren dort aufgebaut. Die Vermietung kann im Strandbad organisiert werden. Fast täglich nutzen Wasserwanderer den Biwakplatz am Rand des Geländes. Die kommen mit Paddelbooten oder kleinen Schiffen an und können sich ihr mitgebrachtes Zelt aufbauen, dürfen sie sanitären Einrichtungen des Strandbades nutzen. Wer auch mal warm duschen möchte, kann das auf dem benachbarten Campingplatz.

130 Tage dauert die Saison im Ketziner Strandbad, 60 bis 70 wirkliche Badetage sind darunter. An heißen Tagen sind schon mal 700 bis 800 Gäste da. Aber auch das kann das riesige Areal verkraften. Es gibt einen Imbiss, neue Umkleidekabinen, mehrere Toiletten (auch eine behindertengerechte), die regelmäßig gereinigt werden. Und mit Enrico Luther einen aufmerksamen Bademeister, der außerhalb der Saison im Kultur-und Tourismuszentrum der Stadt arbeitet.

Von Jens Wegener

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