Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Kfz-Meister seit 25 Jahren

Seeburg Kfz-Meister seit 25 Jahren

Manfred Seelke aus Seeburg ist seit 25 Jahren Kfz-Meister. Aus der Zwei-Mann-Werkstatt ist inzwischen ein Unternehmen mit 28 Mitarbeitern geworden. Um Stammkunden kümmert sich der Chef aber immer noch persönlich.

Voriger Artikel
Plötzlich waren die Linden weg
Nächster Artikel
Abgebrannt und aufgebaut: Nauens neue Turnhalle

Innungsobermeister Fritz Berger (l.) und Vorstandsmitglied Lothar Uebermut (r.) überreichten Manfred Seelke den silbernen Meisterbrief.

Quelle: Danilo Hafer

Seeburg. Manfred Seelke hatte seinen Kfz-Meisterbrief gerade in der Tasche, als er ein Jahr später in Seeburg seine eigene Autowerkstatt eröffnete. Keine einfache Zeit, wie sich Manfred Seelke am Dienstag, zu seinem 25. Meisterjubiläum, erinnerte. „Damals haben reihenweise Werkstätten dicht gemacht und auch Studien bescheinigten den freien Werkstätten nur noch zehn Jahre Lebenszeit“, so Seelke. Doch der junge Kfz-Mechaniker ließ sich von seinem Plan nicht abbringen und eröffnete mit seinem Bruder eine Werkstatt.

Stammkunden sind Chefsache

Heute arbeiten 28 Mitarbeiter in Seelkes Unternehmen, die Werkstatt wurde im Laufe der Jahre vergrößert. Selbst schraubt der 57-Jährige aber nur noch selten. „Bei so einem großen Betrieb muss ich natürlich viel verwalten und ich habe mich nun mehr auf den Kundenbereich spezialisiert, das macht mir einfach sehr viel Spaß“, so Seelke. Viele Kunden halten dem Kfz-Meister seit mittlerweile über 20 Jahren die Treue. „Die Stammkunden wünschen sich dann natürlich eine Chefarztbehandlung und das mache ich auch sehr gerne“, so Seelke.

Ein guter Umgang mit den Menschen, sowohl mit Kunden, als auch Mitarbeitern, liegt Manfred Seelke besonders am Herzen. „Ich war schon immer der Meinung, man sollte sich an einen Tisch setzen und dann eine Lösung finden.“

Seine Ausbildung machte Seelke in Potsdam

Das Kfz-Handwerk hatte der 52-Jährige nach langer Lehrstellensuche in einem Betrieb in Potsdam erlernt. Zwar habe er auch eine Aussicht auf eine Ausbildungsstelle zum Elektriker gehabt, die Liebe zum Schrauben habe dann aber doch überwogen. „Ich bin schon mit 14 Jahren mit dem Moped meines Vaters gefahren und habe es heimlich wieder in die Garage gestellt“, erzählte er. Nach der Ausbildung arbeitete Manfred Seelke schließlich in mehreren Werkstätten. „Ich hatte eine sichere Anstellung in einer Spandauer Werkstatt, die ich aber für die Selbstständigkeit aufgegeben habe.“

Das erste selbst verdiente Dollar

An die Eröffnung seiner Werkstatt kann er sich noch genau erinnern. „Das Wetter war gut und in Seeburg wurde gleichzeitig die Havellandhalle eröffnet.“ Unter den dortigen Gästen sei auch ein Mann aus den USA gewesen, der den Schlüssel seines Autos verbogen hatte und nun nicht mehr vom Fleck kam. Er suchte schließlich Hilfe bei Manfred Seelke, der noch in „feiner Garderobe“ war, und den Schlüssel gerade feilte. „Es funktionierte alles wieder und der Mann bedankte sich mit einem Ein-Dollar-Schein bei mir. Das war das erste Geld, was ich in meiner neuen Werkstatt verdient hatte und mein einziger US-Dollar bisher“, erinnerte er sich.

Von Danilo Hafer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg