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Havelland Kinder-Jugend-Parlament feiert 15. Geburtstag
Lokales Havelland Kinder-Jugend-Parlament feiert 15. Geburtstag
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21:14 21.02.2018
Das KiJuPa, von links Julia Braunschweig, Rike Timme, Max Vogt, Denise Jäkel und Lea Kolbatsch-Weremschuk.
Rathenow

Am Samstag feierte das Kinder- und Jugendparlament Rathenow, das zweitälteste im Land Brandenburg, im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft 15-jähriges Bestehen. Seit dem 4. Februar 2003 mischen sich Rathenower Jugendliche mit eigenen Aktionen als Vertreter in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung in die politische Willensbildung ihrer Stadt ein.

Martin Kündiger, Sebastian Lodwig, Susanne Meier, Corrado Gursch, Antonia Nordt, für drei Monate Tim Hörster, Cornelia Brüch, Sandra Bresigke und Teresa Kucharczyk waren bisher als Vorsitzende im Einsatz. Aber aus all diesen Jugendlichen, die sich damals – und auf ihrem Gebiet auch noch heute – aktiv einmischten, ist heute etwas geworden. Martin Kündiger ist als Landesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen der Politik verbunden geblieben. Auch der 2014 zum Steckelsdorfer Ortsvorsteher gewählte Corrado Gursch.

Andere, wie Sandra Bresigke, sammeln derzeit Erfahrungen im Ausland. Sie gratulierte per Videobotschaft vom Fahrrad aus dem niederländischen Groningen, wo sie derzeit studiert. Andere Ehemalige kamen zur Feier. Seit letztem Jahr bilden der 27-jährige Max Vogt als Vorsitzender und die Schülerinnen Rike Timme, als seine Stellvertreterin, Julia Braunschweig, Lea Kolbatsch-Weremschuk, Mortischa Mokelke und nach zwei Jahren Pause die 21-jährige Denise Jäkel das KiJuPa.

„Ihr habt euch Rechte erstritten, wie die Mitsprache in den Ausschüssen, aber auch ein eigenes Finanzbudget, über das ihr selbst entscheiden könnt“, würdigte Familienministerin Diana Golze, die 2007 den ersten Jugendförderpreis stiftete. „Es ist schwierig, ein Kinder- und Jugendparlament zu gründen, aber wohl noch schwieriger, es so lange am Leben zu halten“, überbrachte Staatssekretär Martin Gorholt die Glückwünsche des Ministerpräsidenten. Zu den Gratulanten gehörten auch Vertreter des seit 20 Jahren bestehenden KiJuPa aus Senftenberg.

Auftritte der Band „Trip-T“ und der „Kellerkinder“ des Jahngymnasiums

Zur Feier hatten die Rathenower Tim Enders, Tom Kirchner und Tobias Pluskat mit Gastsängerin Josie Wilke, einen Monat nach Gründung ihrer Band „Trip-T“, ihren zweiten öffentlichen Auftritt. Auch die „Kellerkinder“ des Jahn-Gymnasiums, unter Leitung von Ute Arndt, wurden für einen Auftritt „befreit“. Die Achtklässler schilderten Szenen aus ihrem Schulalltag.

Zum KiJuPa-Jubiläum wurde auch der diesjährige Kinder- und Jugendförderpreis verliehen. Unter dem Motto „Wer hat im letzten Jahr Kinder und Jugendliche vorangebracht?“ konnte jeder bis zum 10. Februar Vorschläge machen. Eine Urkunde erhielt jeder der sechs Nominierten. Der Basketballer Martin Skowronek war Gründungsvorsitzender der Red Eagles. Er trainiert die U-12-Mannschaft des Vereins und initiierte die Rathenower Grundschul-Basketball-Liga.

Sechs Nominierte für den Jugendförderpreis

Seit sieben Jahren lädt die Stadtbibliothek, gemeinsam mit seinem Förderverein, Rathenower Grundschüler zum Sommerleseclub ein, um die Lesekompetenz von Kindern zu fördern. Die „Stinknormalen Superhelden“ schlüpfen in Superheldenkostüme, um Jung und Alt, auch speziell in Kitas und Grundschulen, auf humorvolle Art und Weise zum Thema Umweltschutz aufzuklären und die Politik herauszufordern.

Vor rund zwei Jahren gründete der Pfarrer Wolf Schöne den Interkulturellen Gitarrenkurs, den er für 26 Gitarrenspieler gemeinsam mit Lehrer Steffen Mädel leitet. Zwanzig der Musiker – jung und alt – musizierten zur Preisverleihung. Auch nominiert wurde die Kinderstadt. Der Preisträger jedoch war nicht anwesend. Max Vogt überbrachte ihm die Nachricht live am Telefon.

Den Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Böhne ausgezeichnet

„Ja, danke!“, brachte der überraschte Mathias Lawrenz nur heraus. Dank seinem Engagement seit 2012 als Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Böhne hat der kleine Ortsteil eine starke Jugendfeuerwehr mit jetzt neun Angehörigen. In den letzten fünf Jahren durchliefen insgesamt 20 die Ausbildung. Sieben von ihnen wurden in die aktive Wehr übernommen. Zur Preisverleihung veranstaltete die Jugendwehr einen ihrer regelmäßigen Würfelnachmittage. „Wir haben uns bewusst für Mathias Lawrenz als Preisträger entschieden, um das Engagement in den Ortsteilen zu würdigen“, so Max Vogt. Die Preissumme von 300 Euro spendete das Maklerbüro Kay Sonntag.

Von Uwe Hoffmann

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