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Havelland Kinder aus Mogilev erholen sich im Havelland
Lokales Havelland Kinder aus Mogilev erholen sich im Havelland
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18:04 14.06.2016
Jana, Lera, Stasja und Emilia (v.l.) gefällt es im Havelland richtig gut. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Tischtennis, Billard, Computerspiele, Tischkicker, malen, basteln – das Freizeithaus Mühle in Rathenow entpuppte sich am Dienstagnachmittag als wahres Paradies für zehn Kinder aus Weißrussland. Die fünf Jungen und fünf Mädchen im Alter zwischen zehn und 13 Jahren sind seit wenigen Tagen im Havelland. Hier sollen sie nicht nur viel erleben, sie sollen sich vor allem erholen, denn alle leiden an den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. So auch die zehnjährige Dascha, die in einer kleinen Stadt in der Nähe von Mogilev lebt.

Am Samstag kamen Dascha und die anderen nach mehr als 20 Stunden im Bus in Premnitz an. Eine anstrengende Reise für die Kinder. Umso glücklicher sind sie, sich in den nächsten Wochen richtig austoben zu können. „Sie haben sehr viel Energie“, sagt Maria Bylina mit einem Lächeln. Die 28-Jährige ist Kinder- und Notfallärztin in Minsk und bereits zum zweiten Mal im Havelland. Hochschwanger betreute sie schon 2013 Kinder aus ihrer Heimat während des Aufenthalts im Havelland.

Ärztin und Dolmetscherin arbeiten ehrenamtlich

Für diese Arbeit opfert die junge Frau ihren Urlaub, denn genau wie die 20-jährige Julia Blank, die als Dolmetscherin dabei ist, arbeitet auch Maria Bylina ehrenamtlich. „Warum ich das mache? Ich bin Ärztin, ich muss diesen Kindern helfen“, erklärt die junge Frau.

Dascha ist zwar sehr schüchtern, dass sie sich hier wohlfühlt verrät aber ihr Gesicht. Sie war schon einmal in Italien und auch in Großbritannien, aber Deutschland gefalle ihr am besten. Dem stimmen auch Kiryll und Alexei zu. Die beiden Jungs sind froh, dass sie für die Reise ausgewählt wurden. „So eine Gelegenheit bekommst du nie wieder“, verkündet der aufgeweckte Alexei.

Am 29. Juni fahren die jungen Gäste zurück nach Weißrussland, bis dahin sollen sie hier noch viel erleben. Wie jedes Jahr hat der Verein ein vielfältiges Programm zusammengestellt, dazu gehört unter anderem ein Besuch in der Kulturscheune Perwenitz, ein Grillabend auf dem Lucke-Hof, das Technikmuseum Berlin und den Erlebnispark in Germendorf werden die Kinder ebenfalls erkunden. Dascha freut sich besonders aufs Schwimmen. Einmal hat die Gruppe bereits das Naturbad in Premnitz besucht, ein Besuch in der Rathenower Schwimmhalle ist ebenfalls geplant. „Die Betreiber ermöglichen den Kindern kostenlosen Eintritt, eine große Hilfe für unseren kleinen Verein“, sagt Vereinsmitglied René Hill.

Kiryll freut sich auf den Zoobesuch

Für Kiryll ist der Besuch im Berliner Zoo ein Highlight. Der 11-Jährige liebt Tiere. Genau wie Dascha hat auch er viele neue Freunde gefunden. Die Kinder kannten sich alle vor Antritt der Reise nicht. Selbst Maria, die Ärztin und Julia, die Dolmetscherin waren sich vorher noch nie begegnet. Die Chemie stimmt aber offensichtlich. „Es gab bisher keinen Streit, nur das teilen fällt manchen Kindern schwer, viele von ihnen sind Einzelkinder und die Hälfte wächst ohne Vater auf“, erklärt Maria Bylina.

Mehrere Stunden tobten sich die Kinder im Freizeithaus aus. Die Jungen verschanzten sich vor den PCs zum Zocken und umzingelten den Kickertisch, Jana, Lera, Stasja und Emilia hatten sich um einen Tisch versammelt und mit Begeisterung gemalt. Auf die Frage, was ihnen besonders gut im Havelland gefällt, erklären die vier Mädchen einstimmig: „Alles!“

Von Christin Schmidt

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