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Havelland Kinder über Kinder in Dallgow-Döberitz
Lokales Havelland Kinder über Kinder in Dallgow-Döberitz
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00:52 29.08.2014
Kitas, Schulen, Spielplätze: Dallgow investiert Millionen in Infrastruktur für Kinder. Quelle: Peter-Paul Weiler
Dallgow-Döberitz

Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG) hat in den Ferien schon bei den freien Trägern angefragt, wer sich vorstellen kann, in der Gemeinde eine weitere Kita zu betreiben. Das Thema Kitabau hat jetzt oberste Priorität in Dallgow. „Bis Ende des Jahres müssen wir eine eindeutige Beschlusslage haben, bis Mitte 2016 muss die Kita stehen“, sagt Böttcher. Ansonsten, davon ist man in Dallgow inzwischen überzeugt, bekommt die Gemeinde ein ernsthaftes Problem.

Tatsächlich hat der Zuzug in den vergangenen zwei Jahren in einer Weise angezogen, die niemand vorhergesehen hat. Die Stadtentwicklungsgesellschaft Send hat im vorigen Jahr so viele Grundstücke verkauft wie nie, in Neu Döberitz ist fast nichts mehr zu haben, das Bauamt meldet trotzdem Bauanträge in ungebrochener Zahl. Die Gemeinde hat – stand gestern– 9259 Einwohner. Das sind schon wieder 240 mehr als zu Jahresbeginn. Und wer kommt, kommt mit Kindern. „Die letzten beiden Familien, die sich angemeldet haben, hatten drei und fünf Kinder“, sagt Ordnungsamtsleiter Peter Kristke. Er muss die Kinder auf die Einrichtungen verteilen und das wird trotz des 90-Plätze-Neubaus in der Wilhelmstraße immer problematischer. „Ich denke, dass wir im November volllaufen“, sagt Kristke.

Auch die Eltern merken, wie knapp die Plätze sind. Sie müssen sich auf lange Wartelisten eintragen und zum Teil bis kurz vor dem Wiedereinstieg in die Arbeit zittern. „Ich habe schon von vielen Eltern aus der Nachbarschaft gehört, dass sie auf einem dreistelligen Platz stehen und wenig Hoffnung haben, dass ihr Kind rechtzeitig unterkommt“, sagt etwa Meike Ackermann, stellvertretende Vorsitzende des Kitafördervereins „Villa Kunterbunt“. Auch sie hat das in Dallgow erlebt. Die Zusage für einen Kitaplatz kam einen Monat, bevor sie wieder arbeiten musste. „Wenn man nicht weiß, wo man sein Kind unterbringen kann, ist es eine blöde Situation“, sagt sie. Der Sozialausschuss wird sich des Themas deshalb schon am Montag annehmen. Da liegen allerdings noch keine Bewerbungen von Trägern vor. Die Politiker werden sich erst einmal darüber unterhalten müssen, was sie überhaupt wollen: Will die Gemeinde selbst ein Gebäude bauen und es anschließend verpachten? Soll der Träger bauen? Welcher Standort käme infrage? Soll es überhaupt ein freier Träger sein? Oder übernimmt die Gemeinde womöglich noch eine sechste Kita in Eigenregie? Und vor allem: Wie viele Plätze werden noch gebraucht?

Die Kitalandschaft in Dallgow

In der Gemeinde Dallgow-Döberitz gibt es aktuell sechs Kindertagesstätten mit insgesamt rund 475 Betreuungsplätzen. Hinzu kommen Tagesmütter. Laut Bevölkerungsstatistik der Gemeinde lebten in Dallgow-Döberitz Ende 2013 rund 650 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren.

Eine Einrichtung – die Kita „Seeburger Früchtchen“ – befindet sich in Seeburg. Sie hat 46 Plätze, genau wie die Kita „Schlumpfenland“ in der Finkenkruger Straße in Dallgow.
Die anderen vier Einrichtungen haben jeweils 100 Plätze oder nur geringfügig weniger. Dazu zählen die Kita „Wald- und Wiesenstrolche“, die erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde, die Kita „Sausewind“ in der Triftstraße, die Kita „Villa Kunterbunt“ in der Germanenstraße und die katholische Kita „St. Martin“, die die einzige freie Kita in Dallgow ist. ver

Bürgermeister Jürgen Hemberger geht davon aus, dass mindestens noch 80 bis 100 weitere Plätze her müssen. Denn perspektivisch geht es ja nicht nur darum, kurzfristig den steigenden Bedarf abzudecken, sondern auch darum, die Kitalandschaft auf einen modernen Stand zu bringen und mittelfristig alte, unwirtschaftliche Einrichtungen zu schließen. Denn auch das ist klar: Ewig wird der Bedarf nicht bestehen bleiben. In Dallgow kann zwar auch abseits von Neu Döberitz noch einige Jahre gebaut werden, aber irgendwann, vielleicht in drei, vier oder fünf Jahren, sind die Flächen erschöpft. Und 40 Prozent der Kinder kommen durch Zuzug nach Dallgow, sagt Jürgen Hemberger. Die Geburtsrate dagegen ist weniger aufregend. „Die bleibt trotz unseres Wachstums seit Jahren konstant.“

Von Oliver Fischer

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