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Kinderausstellung endet mit kleinem Fest

„Schlösser, Burgen, Herrenhäuser“ Kinderausstellung endet mit kleinem Fest

Seit dem 7. Juni sind im Chorraum der Rathenower Sankt-Marien-Andreas-Kirche 250 Kinderzeichnungen zu sehen. Die Ausstellung mit dem Titel „Schlösser, Burgen, Herrenhäuser geht am Sonntag mit einem kleinen Fest zu Ende. Auf die Gäste wartet eine besondere Überraschung.

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Ausstellungsmacherin Ingrid Bargel und Heinz-Walter Knackmuß vom Förderverein der Sankt-Marien-Andreas Kirche inmitten der Gemälde.

Quelle: M. Kniebeler

Rathenow. Wer je am Bekanntheitsgrad von Sanssouci gezweifelt hat, der sollte sich in den Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche begeben. Dort erkennt man, dass selbst Achtjährige das Vorzeigeschloss Friedrich des Großen sehr genau kennen. Nicht nur die Menge der Zeichnungen – Sanssouci ist das am häufigsten gewählte Motiv der Ausstellung überhaupt – sondern auch deren Detailgenauigkeit verblüfft.

Interesse geweckt und Fantasie angeregt

Natürlich ist nicht jeder Strich mit dem Lineal gezogen, und oft hat die Fantasie das ein oder andere zusätzliche Türmchen aufs Bild gezaubert. Aber genau so sollte es ja sein. Als der Kulturförderverein Mark Brandenburg zu dem Wettbewerb aufrief, sollte die Vorstellungskraft der Kinder und Jugendlichen angeregt werden. „Wir wollten wissen, welche Assoziationen bei den Kindern freigesetzt werden, wenn wir sie nach den prägenden Bauten der Mark fragen“, sagt Ingrid Bargel vom Kulturförderverein. Und gleichzeitig habe man das Interesse der Kinder für die historischen Zeugnisse vor der Haustür wecken wollen.

Das Ziel wurde erreicht. Rund 460 ausgesprochen originelle Zeichnungen wurden eingereicht, 250 davon sind in der Kirche ausgestellt. Mit Blei- und Filzstift, mit Kreide, Wachs und Wasserfarben gingen die Künstler zu Werke, es wurde getupft, skizziert und manchmal ein bisschen gekleckst. Wer nach bestimmten Motiven sucht, der wird fündig: Kleßen, Nennhausen, Ribbeck; Burg Rabenstein und Sanssouci; Paretz, Reckahn, Rogäsen und Ziethen – alles aufs Papier gebannt. Sogar der Ritter Kahlbutz hat es in die Ausstellung geschafft – samt Fantasieburg.

Ausstellungsende mit Märchen und Musik

Am Sonntag um 15 Uhr nun geht die Ausstellung zu Ende. Und zwar mit Märchen und Musik. Die Märchenerzählerin Iljana Planke wird in Gold und Geschmeide erscheinen und die Zuhörer entführen in die Welt der schönen Prinzessinnen und tapferen Rittersleut. Schüler der Musik- und Kunstschule Tonart werden zauberhafte Klänge beisteuern. Zwischendurch können sich die Besucher ein letztes Mal satt sehen an den farbenprächtigen Burgen und Schlössern, die meist schöner sind als ihre realen Vorbilder.

Schlösser, Burgen, Herrenhäuser

Die Werke, die bis Sonntag im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ausgestellt werden, sind das Ergebnis eines brandenburgweiten Malwettbewerbs, zu dem der Kulturförderverein Mark Brandenburg bereits 2012 gemeinsam mit dem Landkreis Havelland aufgerufen hatte.

Mädchen und Jungen der 1. bis 13. Klasse sollten zum Thema „Schlösser, Burgen, Herrenhäuser in Brandenburg — ihre Geschichten, Sagen, Märchen und Geister” kreativ werden. 460 Arbeiten wurden eingereicht, aus Platzgründen können in der Kirche nur rund 250 davon ausgestellt werden.

Am Sonntag endet die Ausstellung mit einem kleinen Festakt in der Kirche. Diese beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Markus Kniebeler

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