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Havelland Sitzheizung für Hoppenrader Kirche
Lokales Havelland Sitzheizung für Hoppenrader Kirche
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00:32 26.06.2015
Andreas Krücken (l.) und Thomas Türk vor der Kirche. Quelle: Foto: Jens Wegener
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Hoppenrade

Die Sonnenuhr an der Seite der Hoppenrader Kirche funktioniert, genauso wie die Turmuhr. Das Kirchenschiff zeigt sich in voller Schönheit. Lediglich das große runde Fenster über der Eingangstür im Hof muss noch erneuert werden, „möglichst bevor es rausfällt“, sagt Thomas Türk. Ansonsten aber habe der Kirchbau- und Förderverein Hoppenrade wirklich Grund zur Freunde, so der zweite Vorsitzende. „Wir konnten bei den Mitgliedern die 60er-Grenze knacken und sind nach Lok Elstal der zweitgrößte Verein in der Gemeinde Wustermark.“ Und das im kleinen Ortsteil Hoppenrade mit rund 350 Einwohnern.

Gerade wurde der Vereinsvorstand komplett wiedergewählt. Vorsitzender Andreas Krücken freut das, auch wenn er sagt, dass man eigentlich ein Rotationsprinzip bei der Vereinsspitze pflegen wollte. Doch die inzwischen 60 Mitglieder, von den viele aus Berlin und aus anderen Städten Deutschlands kommen, würdigten mit ihrer Abstimmung die Leistung der Führungsriege bei der Sanierung der Kirche. Die ersten zwei Bauabschnitte mit Turm und Schiff sind mit Hilfe von Fördermitteln und einem Eigenanteil aus Spenden geschafft, schon steht der dritte Abschnitt an.

Kirche und Verein

Im Dezember 1895 wurde die Hoppenrader Kirche eingeweiht. Die Turm ist 16 Meter hoch.

Die neue Kirche ersetzte einen einfachen Backsteinbau, der vermutlich aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammte.

Der Kirchbau- und Förderverein Hoppenrade hat sich 2011 gegründet, um sich um die Sanierung des Gotteshauses zu kümmern.

Der Verein ist unter www.kirche-im-Dopf.eu zu erreichen.

2016 soll die Innensanierung des Gotteshauses beginnen. Dafür sind etwa 200 000 Euro nötig, etwa 50  000 Euro müsste wieder der Kirchbau- und Förderverein aufbringen. „Wenn der Gemeindekirchenrat Hoppenrade das unterstützt, müssen wir bis Oktober eine Förderantrag bei der LAG Havelland für das nächste Jahr stellen. Zu diesem Zeitpunkt muss klar sein, woher der Eigenanteil kommt“, sagt Andreas Krücken. Er ist zuversichtlich, das Geld über Spenden zusammen zu bekommen. „Bei uns kommt jeder Cent direkt an, und die Gönner können sich vor Ort ansehen, wofür ihre Spende verwendet wurde.“ Der Fußboden der Kirche ist marode, der Putz müsste komplett erneuert werden, viele Holzteile sind aufzuarbeiten. Aber der Vereinsvorstand hat noch mehr Wünsche: „Schön wäre eine Sitzheizung unter jeder Kirchenbank“, sagt Thomas Türk. Wohl wissend, dass das vorerst ein Traum bleiben wird.

Viel dringender ist das im Durchmesser 2,50 Meter große runde Fenster über dem Eingang. „Die Verglasung soll genauso gemacht werden, wie bei den 13 neuen Fenstern im Schiff. Aber wir haben keine Unterlagen, keine historischen Beweise, wie die Kirche und das Fenster ursprünglich aussahen“, so Andreas Krücken. Wer dazu Karten, Fotos oder Dokumente zu Hause hat, könnte das dem Förderverein leihweise zur Verfügung stellen, „damit wir nahe am Original bleiben und die Auflagen der Unteren Denkmalbehörde erfüllen können“, so der Vereinschef.

Von Jens Wegener

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