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Havelland Kirche sammelt Spenden für krankes Mädchen
Lokales Havelland Kirche sammelt Spenden für krankes Mädchen
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15:35 17.04.2018
Gabriella Németi aus dem Kinderheim Zsobok muss wegen eines Knochentumors operiert werden. Quelle: privat
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Premnitz/Zsobok

Bis ins Jahr 1991 reichen die Kontakte der Evangelischen Kirchengemeinde Premnitz zum rumänischen Dorf Zsobok zurück, doch so etwas hat es in der ganzen Zeit nicht gegeben.

Im Kinderheim dort, das mit Hilfe aus dem Westhavelland gebaut wurde, ist ein Mädchen schwer erkrankt. Es steht fest, dass es zum wiederholten Mal operiert werden muss. Doch bekommt das Kinderheim Probleme, weil es den erforderlichen Eigenanteil für die OP nicht aufbringen kann.

Heimleiterin Elisabeth Ruzsa hat deshalb die Kirchengemeinde Premnitz um Hilfe gebeten. Diese wiederum hat mit einer Spendensammlung begonnen. Die Aktion läuft gewissermaßen nun parallel zur Sammlung von Hilfspaketen, mit der die Gemeinde gerade wieder begonnen hat.

Jedes Jahr schickt die Kirchengemeinde Premnitz einen Laster mit Spendenpaketen zum Kinderheim in Zsobok. Quelle: privat

Es geht um die 15-jährige Gabriella Németi, die zusammen mit ihrer Schwester seit November 2010 im Kinderheim Zsobok lebt. Im November ist bei ihr an einem Schienbein ein Knochentumor festgestellt worden. Fachsprache: Osteosarkom. Die Erkrankung ist eher selten, kommt aber typischerweise vor allem bei Kindern und Jugendlichen vor.

Die Diagnose hat das onkologische Institut des Krankenhauses der Bezirksstadt Klausenburg gestellt. Am 6. November ist Gabriella dort erstmals operiert worden, sechs Wochen später musste sie sich einer zweiten OP unterziehen.

Seit 2014 lädt Manuela Neubüser aus Rathenow alle zwei Jahre eine Kindergruppe aus Zsobok ins Wersthavelland ein. Quelle: Bernd Geske

Um sicher zu gehen, hat Heimleiterin Elisabeth Ruzsa das Mädchen auch in der Klinik für Kinderorthopädie der Semmelweis-Universität in der ungarischen Hauptstadt Budapest untersuchen lassen. Dort ist die Diagnose bestätigt worden. Mittlerweile steht es in Frage, ob das kranke Bein überhaupt gerettet werden kann. Es ist möglich, dass es unterhalb des Knies amputiert werden muss.

Weil in Klausenburg keine Operationen dieser Art vorgenommen werden, kommen nur Kliniken in Budapest oder in der rumänischen Hauptstadt Bukarest in Frage.

„Wir würden eher Budapest bevorzugen“, teilt Elisabeth Ruzsa mit. Dort sei der OP-Termin auf den 9. April festgelegt. Die Klinik verlangt aber per Vorausbescheid vom Kinderheim einen Eigenanteil von 2416 Euro.

Die Bürgelschule Rathenow hat eine Partnerschaft mit Schule und Kinderheim in Zsobok. Quelle: privat

Den Betrag kann das Kinderheim aus seinem eigenen Budget nicht aufbringen. Es sieht gegenwärtig auch keine Möglichkeit, das Geld in Rumänien zu beschaffen. Deshalb hat es die Kirchengemeinde Premnitz um Hilfe gebeten.

„Das Schicksal von Gabriella hat uns sehr berührt“, sagt der Premnitzer Pfarrer Hans-Dieter Kübler. „Wir können sie nicht heilen, sie nicht retten, aber wir können dabei helfen, ihr das Leben zu erleichtern.“

Die Kirchengemeinde habe mit einer Spendensammlung für Gabriella Németi begonnen. Wer für das Mädchen spenden wolle, möge das Geld bitte auf das Konto des Kirchenkreises Nauen-Rathenow einzahlen.

Eine Gemeinschaft, die weit über die Grenzen von Premnitz hinaus ging

Pfarrer Kübler erinnert an die jahrzehntelange Partnerschaft, mit der die Stadt Premnitz und ihre Kirchengemeinde mit dem Dorf Zsobok und seinem Kinderheim verbunden ist. Man habe hier eine große Gemeinschaft erfahren, die weit über die Grenzen von Premnitz hinaus gegangen sei. Es bleibe die Hoffnung, so Hans-Dieter Kübler, dass von den Medizinern alles getan werde, damit Gabriella wieder gesund werden könne.

Vor wenigen Tagen ist die Rathenowerin Manuela Neubüser wieder für eine Woche in Zsobok gewesen. Sie fährt schon seit Jahrzehnten auf privater Basis dorthin, um in Kinderheim und im Dorf zu helfen.

Sie hat auch Gabriella besucht und kennt das Mädchen gut. Es war vor zwei Jahren mit dabei, als Manuela Neubüser eine Gruppe von 17 Mädchen und Jungen aus dem Heim in Zsobok zu einem einwöchigen Erholungsaufenthalt ins Westhavelland geholt hatte.

Spenden für Gabriella Németi

Die Evangelische Kirchengemeinde Premnitz sammelt Spenden, um den Eigenanteil des Kinderheims im rumänischen Dorf Zsobok für eine Operation des 15-jährigen Mädchens Gabriella Németi zu bezahlen.

Gabriella Németi hat einen Knochenturmor (Osteosarkom) an einem Schienbein.

Es steht schon fest, dass sie deshalb am 9. April in Budapest operiert wird.

Für diese Operation muss das Kinderheim Zsobok einen Eigenanteil von 2 416 Euro zahlen.

Spenden für die OP können eingezahlt werden auf das Konto des Kirchenkreises Nauen-Rathenow.

IBAN: DE72 1605 0000 3861 0088 90.

Kennwort: Gabriella Németi.

Dieses Jahr im September wird sie wieder nunmehr zum dritten Mal eine Kindergruppe hierher einladen. Diese wird wie immer auf dem Luckehof in Premnitz wohnen. Ob Gabriella mit dabei sein wird, steht noch nicht fest.

Wie Manuela Neubüser berichtet, geht es Gabriella Németi zurzeit gar nicht gut. Sie ist in die onkologische Klinik von Klausenburg aufgenommen worden und wird mit einer Chemotherapie behandelt. Sie hat Schmerzen im Bein, kann nicht selbstständig laufen und muss in einem Rollstuhl sitzen, wenn sie sich bewegen will.

Demnächst gebe es eine MRT-Untersuchung, um festzustellen, wie effektiv die Chemotherapie war. Danach werde entschieden, wie genau der Eingriff am 9. April ausgeführt werden muss.

Von Bernd Geske

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