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Havelland Kirche wird multifunktionales Kulturzentrum
Lokales Havelland Kirche wird multifunktionales Kulturzentrum
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23:59 13.03.2018
Pfarrer Hans-Dieter Kübler erklärt sehr gern, wie sich die Döberitzer Kirche bald verändern wird. Quelle: Bernd Geske
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Döberitz

Die Döberitzer Dorfkirche kann nach allen Regeln der Kunst saniert und umgebaut werden. Mit der beachtlichen Bausumme von 375 000 Euro darf die Gemeinde rechnen. Eingeweihte werden sich erinnern, dass am Anfang aller Planungen im Januar 2015 die Bausumme noch auf „nur“ 160 000 Euro geschätzt wurde. Trotzdem können im Frühjahr die Bauarbeiten beginnen.

„Am Anfang ging es uns zunächst um den Erhalt der Kirche“, erklärt Pfarrer Hans-Dieter Kübler. Deshalb habe die erste Kostenschätzung vor allem die Bauhülle zum Inhalt gehabt. Der Ausgangspunkt sei gewesen, dass die ganze Bausubstanz gefährdet war, weil das Dach immer mehr Regen durchließ. Da es für die Kirchengemeinde klar war, dass sie die gesamten Kosten allein nicht aufbringen kann, peilte sie Fördermittel aus dem Leader-Programm an.

Die Kirche in Döberitz ist im Dunkeln zeitweise schon angestrahlt worden. Quelle: Bernd Geske

Die dafür erforderliche Projektskizze musste sich deshalb auch umfangreich den künftigen Nutzungsplänen widmen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Havelland für das Leader-Programm forderte ein Nutzungskonzept. So entstand die Idee, die alte Dorfkirche zu einem multifunktionalen Musik- und Kulturzentrum umzugestalten. Das würde genau zu den Förderbedingungen des Leader-Programms passen. Die Kostenschätzungen für die Sanierung des Äußeren der Kirche waren nun um die Ausgaben für die Neugestaltung des Inneren zu ergänzen.

So geschah es also, dass nach den neuerlichen Planungen die Bausumme auf mehr als das Doppelte wuchs. Weil der LAG das Nutzungskonzept aber sehr gefiel, ließ man sich dort von den Kosten nicht abschrecken und regte an, dass große Projekt in zwei Bauabschnitte zu teilen. Darum hat der Architekt Erhard Löser, mit dem die Gemeinde schon bei der Sanierung der Premnitzer Kirche vor einigen Jahren gute Erfahrungen machte, das Vorhaben in zwei Abschnitte geteilt.

Der 1. Bauabschnitt ist auf 211 000 Euro veranschlagt

Der 1. Bauabschnitt hat die Sanierung der Bauhülle zum Inhalt und ist auf 211 000 Euro veranschlagt. Der 2. Bauabschnitt ist dem Innenausbau gewidmet und auf 165 000 Euro festgesetzt. Für den 1. Abschnitt liegt die Baugenehmigung vor und die Ausführungsplanung ist bereits erstellt. Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist der Förderbescheid vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (kurz LELF). Die letzte Formalie dafür ist am letzten Donnerstag erledigt worden. Da kam ein Vertreter des LELF nach Döberitz, um die Dorfkirche in Augenschein zunehmen. Alles ist gut gegangen.

„Jetzt warten wir nur noch auf den Förderbescheid“, sagt Pfarrer Hans-Dieter Kübler, „wir hoffen darauf, dass er als Ostergeschenk bei uns eintrifft.“ Liege er der Gemeinde vor, könnten die Aufträge vergeben werden. Die Angebote der Firmen lägen bereits vor. Der Gemeindekirchenrat müsse die Vergabe vollziehen, dann könnte es im Grunde genommen im April mit den Bauarbeiten losgehen. Als erste Maßnahme werde sicher das Baugerüst aufgestellt.

Gotteshaus im Jahr 1781 vollendet

Im Mai 1700 ist das Dorf Döberitz einschließlich Kirche abgebrannt.

Im Jahr 1702 war die Grundsteinlegung für die jetzige Kirche.

Die Zahl 1781 auf der Wetterfahne zeigt, dass das Gotteshaus in jenem Jahr vollendet worden ist.

Im März 2015 ist ein Förderverein für die Kirche gegründet worden. Die erste Spende für die Sanierung der Kirche war im Januar 2015 eingegangen.

Für den 2. Bauabschnitt sieht es auch schon gut aus. Bei ihrem Ordnungstermin am 14. Februar hat die Lokale Aktionsgruppe diesen auf die Liste ihrer befürworteten Projekte gesetzt. Pfarrer Kübler geht davon aus, dass auch hierfür bald der Förderantrag gestellt werden kann. Aus seiner Sicht wäre es denkbar, dass gegen Ende dieses Jahres der 1. Bauabschnitt fertig ist und dann nahtlos der 2. Bauabschnitt beginnen kann.

Weil die Bausumme stark gestiegen ist, hat sich natürlich auch der 25-prozentige Eigenanteil der Gemeinde erhöht. Man rechnet hier jetzt mit 94 000 Euro. Die Landeskirche und der Kirchenkreis geben etwas dazu, teilt Hans-Dieter Kübler mit, und die Kirchengemeinde habe jahrelang dafür gespart. Er resümiert frohgemut: „Die Finanzierung steht.“

Von Bernd Geske

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