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Havelland Kirche wurde vor 80 Jahren eingeweiht
Lokales Havelland Kirche wurde vor 80 Jahren eingeweiht
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00:20 09.09.2017
Geschmückt und gut gefüllt war die Kirche zum Festgottesdienst. Der Kirchenraum ist von Schäden bisher verschont geblieben. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Elstal

Der Wunsch von Pfarrerin Heike Benzin aus dem Vorjahr, dass 2017, zum 80. Geburtstag die unter Denkmalschutz stehende Elstaler Kirche komplett in Ordnung sein soll, hat sich nicht erfüllt. Was die Kirchengemeinde jedoch nicht davon abbrachte, einen Festgottesdienst abzuhalten und ein kleines Fest auf der Wiese vor der Kirche zu feiern. Außerdem ist gegenüber in der Bürgerbegegnungsstätte Elstal am Karl-Liebknecht-Platz eine Ausstellung zum 80. Geburtstag des Gotteshauses zu sehen. „Es ist schade aber nicht ändern, dass sich der bauliche Zustand der Kirche nicht verbessert hat. Aber wir sind optimistisch, geben nicht auf und versuchen für 2019 Fördermittel der Landeskirche zu bekommen“, sagt Heike Benzin und ergänzt: „So wie es Pfarrer Wodäge 1936 auch getan hat.“

Er sei es damals gewesen, der gegenüber der Reichsbahn und dem Staat für Verständnis und Geld geworben hatte, um in der Eisenbahnersiedlung ein Gotteshaus errichten zu können. Die Reichsbahn habe dann das Grundstück am Karl-Liebknecht-Platz zur Verfügung gestellt, der Staat die finanziellen Mittel. Nach einjähriger Bauzeit war die Elstaler Kirche fertig.

Ohne fremdes Geld können die vielen Baustellen im Gotteshaus auch künftig nicht abgearbeitet werden. Nachdem die Elstaler Kirchengemeinde bei der Vergabe der Mittel der Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz für 2017 nicht berücksichtigt wurde und dadurch auch die bei der Gemeinde Wustermark beantragten Zuschüsse nicht abgerufen wurden, bleiben die Glocken des 1937 eingeweihten Gotteshauses weiter stumm. Die Aufhängungen sind gerissen, was den Betrieb verhindert.

Still steht auch seit Jahren die Kirchenuhr. Noch schlimmer: Das Dach ist undicht, was Feuchtigkeit ins Innere ziehen lässt. Nimmt man die Sanierung der Risse im Turm und Reparaturen an der Orgel hinzu, rechnet die Pfarrerin mit einem Investitionsaufwand von etwa 300 000 Euro. Allein aus den Beiträgen der 50 Mitglieder kann die Kirchengemeinde diese Summe nicht aufbringen.

So sind es die kleinen Dinge, über die sich Heike Benzin freuen kann. Aus Bayern hat die Kirchengemeinde zwei Altartücher erworben – so genannte Antependien – die jetzt den Altarbereich schmücken. „Glücklich bin ich auch, weil jetzt freie Sicht auf die Kirche besteht, nachdem die große Hecke entnommen worden ist. Nun fehlt noch die Bestrahlung in den Abendstunden von der Straße aus, so wie es Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber vor gut einem Jahr beim Umbau der Bürgerbegegnungsstätte schon mal als Idee geäußert hatte.

Bis auf die jüngste Kirche in Elstal sind die anderen Gotteshäuser im Bereich von Pfarrerin Heike Benzin alle saniert: Hoppenrade, Buchow-Karpzow, Dyrotz, Wustermark, Priort. Nur im Wustermarker Ortsteil Wernitz (wofür nicht Heike Benzin zuständig ist) stehen die Zeiger der Kirchenuhr seit Jahren schon still – nämlich auf sieben Minuten vor Zwölf.

In Elstal laufen derweil die ersten Vorbereitungen für den alljährlichen Adventsbasar in der Kirche. „Aber wir freuen uns auch, wenn zugezogene Elstaler schon jetzt in die Kirche kommen“, sagt die Pfarrerin. Jeden zweiten Sonntag um 11 Uhr ist Gottesdienst.

Von Jens Wegener

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