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Kirchensanierung kann beginnen

Hohennauen Kirchensanierung kann beginnen

Lange hat sich der Förderverein Kirche Hohennauen bemüht, Fördergeld für die notwendige Sanierung des örtlichen Gotteshauses zu bekommen. Nun gibt es einen Zuschuss aus dem europäischen Programm. Die Arbeiten zur Sanierung des Gotteshauses können bald beginnen.

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Mitglieder des Fördervereins in Hohennauen freuen sich, dass es jetzt mit der Kirchensanierung losgehen kann.

Quelle: Norbert Stein

Hohennauen. „Jetzt geht es los“ steht in großer Schrift auf einem Plakat, das Monika Pickenhahn, Sandra Glauche, Christin Berse und Michael Hartmann vom Förderverein Kirche Hohennauen ausgerollt haben. Ob sie das Plakat in den nächsten Tagen an der Kirche oder der Friedhofsmauer anbringen, wird noch entschieden. Auf jeden Fall aber wird es gut sichtbar im Dorf vom bevorstehenden Beginn der Kirchensanierung künden.

Seit seiner Gründung im Frühjahr 2009 engagiert sich der 15 Mitglieder zählende Förderverein mit vielfältigen Aktivitäten für den Erhalt der Kirche und unterstützt die evangelische Kirchengemeinde in ihrem Bemühen, Geld zu besorgen für die dringend notwendigen Bauarbeiten.

„Ich kann gar nicht sagen was wir schon alles versucht haben“, sagt Monika Pickenhan, die Vorsitzende des Fördervereins ist, und zeigt dabei auf einem mit Schreiben und Anträgen prall gefüllten Aktenordner. Nun aber kann es losgehen. Doch der lange Atem hat sich gelohnt, freut sie sich nun. 500 000 Euro sind notwendig um im ersten Bauabschnitt das Dach des Kirchenschiffes und den Kirchturm sanieren und neu eindecken zu können.

Die Lokale Aktionsgruppe Havelland (LAG) befürwortete, dass das Vorhaben mit finanziellen Mitteln aus dem europäischen Leader-Förderprogramm unterstützt wird, und das Landesamt hat nun das Geld bewilligt. Den Fördermittelbescheid haben die Kirchengemeinde und der Förderkreis vor einigen Tagen erhalten. 375 000 Euro Fördergeld gibt das Land für die Dach- und Turmsanierung. Die notwendigen 125 000 Euro Eigenmittel sichert die Kirchengemeinde als Bauherr mit Hilfe der Landeskirche und weiterer kirchlicher Institutionen.

Der Förderverein Kirche Hohennauen gibt 30 000 Euro dazu. „Ohne die diese Unterstützung durch den Förderkreis hätten wir den Eigenanteil niemals sichern können“, sagt Pfarrerin Dorothea Klimmt dankbar.

Jährlich organisiert der Förderverein bis zu zehn Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen in der Kirche. Damit sorgt er nicht nur für mehr kulturelle Vielfalt im Dorf, sondern sammelt auch Geld ein für den Erhalt der Kirche. „Unterstützung bekommen wir dabei von vielen Einwohnern, das geht vom Kuchenbacken bis zur Organisation“, lobt Monika Pickenhahn anerkennend. Insgesamt würden in jedem Jahr 6000 Besucher in die Kirche kommen, schätzt die Vorsitzende ein.

Die verbleibende Zeit 2016 werden Kirchengemeinde und Förderverein nutzen für vorbereitende Arbeiten zur Sanierung. Ausgeführt werden die Bauarbeiten im nächsten Jahr. Bevor das Dach des Kirchenschiffes und der Turm neu eingedeckt werden, müssen der Dachstuhl ausgebessert und weitere Arbeiten erledigt werden. Dorothea Klimmt rechnet mit einer Bauzeit von etwa sechs Monaten.

Erledigt sind damit aber noch längst nicht alle Sanierungsarbeiten. Das Mauerwerk der denkmalgeschützten Kirche muss noch trocken gelegt werden und auch im Inneren des Gotteshauses ist noch einiges zu tun. Die Arbeiten sollen in einem zweiten Bauabschnitt folgen.

Von Norbert Stein

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