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Kirchliche Trauung ganz überraschend

Nauen Kirchliche Trauung ganz überraschend

Bei der anstehenden Bürgermeisterwahl am 24. September in Nauen tritt Manuel Meger für die Ländliche Wählergemeinschaft (LWN) an. Zuvor gibt er einen kleinen Einblick in sein Privatleben. Er spricht darüber, dass er unbedingt kirchlich heiraten wollte, wie er auf den Hund gekommen ist und dass er mit seinem Sohn oft zu Spielen des 1. FC Union fährt.

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Zeit für einen Spaziergang in Berge, ganz in Familie: Manuel Meger mit seiner Frau Jana und den Söhnen Pepe (r.) und Eddy.

Quelle: Sarah Rempen

Nauen. Fragt man Manuel Meger, seit wann er verheiratet ist, kommt prompt: seit 2014. Genau genommen stimmt das aber nicht. Denn von (Standes)Amts wegen hat der heute 34-Jährige seine Frau Jana schon zwei Jahre vorher geehelicht – in Rostock, während eines Tagesausflugs mit Baden in der Ostsee.

„Das zählt für mich aber nicht. Damals ging es mir nur darum, meine Familie abzusichern“, sagt Meger, der im Ortsteil Berge lebt. „Richtig heiraten heißt für mich, in der Kirche zu heiraten“, sagt der Mann, der sich selbst als gläubig bezeichnet. Jedoch musste er noch etwas warten, bis es soweit war – dann allerdings überraschend. „Meine Frau hatte mit Pfarrer Tutzschke hinter meinem Rücken alles vorbereitet.“ Als Meger zur Taufe seines zweiten Sohnes Eddy die Glocken geläutet hatte und danach den Ablaufplan in der Hand hielt, stand dort mehr drauf als gedacht. Nämlich die Hochzeit mit seiner Jana. „Damit war einer meiner Träume erfüllt worden.“

Die Familie steht bis heute obenan bei ihm. Sohn Pepe ist mittlerweile sieben Jahren alt, Eddy vier. Alles genauso, wie es sich Manuel Meger vorgestellt hat. „Ich wollte richtige Bengel haben und so sind sie auch. Die sollen sich schließlich später durchsetzen können“, sagt er zufrieden. Im Garten können die beiden ordentlich toben. Dort hat ihnen ihre Mutter zum Spielen einen alten Bauwagen angemalt – ähnlich wie bei Peter Lustig in der Sendung Löwenzahn. Und die Essensversorgung ist auch geklärt, generationsübergreifend. In der Woche kocht Megers Oma. Dann kommen immer auch mal alte Gerichte auf den Tisch wie Grützsuppe oder Buttermilchsuppe, mit denen der 34-Jährige aufgewachsen ist. „Wir haben eine sehr gute Familie, das ist auch für die Kinder toll.“

Gravierende Einschnitte erwartet Jana Meger nicht, falls ihr Mann am 24. September Bürgermeister werden sollte. „Er ist bereits jetzt beruflich sehr eingespannt. Weil wir deshalb das Familienleben so organisiert haben, dass die Familie darunter nicht leidet, behaupte ich, dass sich nicht so viel ändern wird“, meint die 39-Jährige. „Das klappt alles. Wenn jetzt noch der Hund richtig hören würde, wäre es perfekt“, sagt sie lachend.

Genauer gesagt ist es eine Hündin, eine von: Vaida Victoria von Buchholzwald. Zu ihr ist die Familie aber gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Als Welpen fand der Geschäftsführer des Flugplatzes Bienenfarm das Tier, angebunden an einer Tür. Offenbar ausgesetzt – dachte er. Dabei war die Aktion von den Piloten von langer Hand geplant. Meger, der in seiner Kindheit Angst von Hunden hatte, aber jetzt immer einen Hund haben wollte, nahm das Tier mit nach Hause. Erst viel später klärte sich die Sache auf. Nun ist der Vierbeiner Spielkamerad von Pepe und Eddy. Und auch ihre Mutter, eher Katzenfan, hat die Hündin liebgewonnen. Was man von Kater Maxi nicht behaupten kann. Der hält Abstand.

Gut ist auch wegen der Kinder, dass Jana Meger zu Hause arbeitet, im Friseursalon im neuen Anbau. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Ein wenig trauert sie jedoch der Arbeit im Salon in Wustermark noch nach. „Der Chef war toll, die Kollegen auch.“ Jetzt ist praktisch ihr Mann ihr Chef. Urlaub gibt es auf Zuruf. „Wenn ich mal drei Tage frei habe, dann mieten wir ein Wohnmobil und sofort geht’s los“, sagt er. Die Familie fährt öfter, aber dann nur kurz. „Ich war noch nie länger als sieben Tage weg“, sagt Meger.

Ein Ausflug nach Berlin ist da immer drin – etwa wenn Pepe mit Papa sonnabends zum 1. FC Union ins Stadion fährt. „Ich finde es toll, wenn es laut ist, weil die Fans jubeln“, sagt der Siebenjährige. Seit einigen Jahren hat Manuel Meger eine Dauerkarte für seinen Lieblingsclub.

Von Andreas Kaatz

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