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Kirchlicher Start ins Schuljahr

Wustermark Kirchlicher Start ins Schuljahr

Die evangelisch-lutherische, die katholische Gemeinde und die evangelische Freikirche hatten Schulanfänger und ihre Familien eingeladen in die Wustermarker Grundschule eingeladen. In der Aula wurde ein Gottesdienst zum Schulanfang abgehalten.

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Mitmachen war beim Gottesdienst angesagt.

Quelle: Judith Meisner

Wustermark. Zwei frisch gebackene Schulmädchen saßen am Sonntagvormittag vor der Bühne in der Aula in der Wustermarker Grundschule. Sie unterhielten sich über ihre Einschulung am Sonnabend. „Ich habe sechs Zuckertüten bekommen!“, sagte die eine. Die Freundin kannte sich schon mit den Buchstaben aus: „Es gibt ein E wie Esel oder wie Eva!“ Dann begann der ökumenische Familiengottesdienst. Glockengeläut ertönte aus dem Lautsprecher.

Die evangelisch-lutherische, die katholische Gemeinde und die evangelische Freikirche hatten Schulanfänger und ihre Familien eingeladen, mit Geschichten und Gesang in den so genannten Ernst des Lebens zu starten. Der Saal war knapp zu einem Drittel gefüllt. Angelina Seibt von der katholischen Gemeinde sagte: „In Paaren wird ja heute das Havelländer Erntefest gefeiert. Dort sind sicher auch viele Familien!“

Sandra Daehnert, Diakonin im Kirchenkreis Falkensee, sowie Sabine Gniep und Gabi Mrosk von der evangelischen Freikirche in Elstal hatten Geschichten aus der Bibel vorbereitet. Beim Singen diverser Lieder wurden die Familien animiert, sich rhythmisch zu bewegen. Den Song „Einfach Spitze, komm, wir sagen Gott Hallo“, stimmten viele im Saal an. Sie folgten auch der Aufforderung im Text: „Einfach spitze, lass uns stampfen, klatschen, springen“. Das gab der Veranstaltung ein wenig Lebensfreude à la Gospel, wie man es aus amerikanischen Kirchen kennt.

Das Motto des Gottesdienstes hieß „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!“ Auf der Bühne stand eine Wand aus Schuhkartons, die mit unfrohen Botschaften beschriftet waren, wie „Ärger“, „Angst“ und „Zweifel“. Die vier Damen aus den Gemeinden erzählten Geschichten aus den fünf Büchern Mose; darunter jene von Abraham vor seinem „großen Umzug und seinen Sorgen deswegen“. Oder wie David den Riesen Goliath mit einem Stein erledigte, fest auf Gott vertrauend. Wiederholt erklang das „Mauerlied“, dem das Motto des Gottesdienstes entstammte. Einfühlsam spielte die Wustermärker Kantorin Ulrike Willamowski auf dem Klavier.

Schließlich konnte jeder wahlweise seine Sorgen oder Wünsche auf einen Karton schreiben. Die schon vorhandene Mauer aus Pappkästen auf der Bühne wuchs damit in die Höhe. Manche Erwachsene wünschten sich „Freundliche Mitschüler“ für ihre Kinder oder Enkel. Ein älterer Herr notierte auf einer Kiste eine philosophische Frage: „Neue Wege?“ Der erbauliche Wunsch „Freunde“ bekrönte die Mauer. Punktgenau ausgerichtete Scheinwerfer beleuchteten die Leitworte „Mut“ und „Frohe Botschaft“.

Von Judith Meisner

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