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Klarheit beim Kita-Neubau in Brieselang

Mehrheit votierte für Variante drei Klarheit beim Kita-Neubau in Brieselang

Lange wurde diskutiert, jetzt ist die Vorentscheidung zum Standort der neuen Kita „Regenbogen“ in Brieselang gefallen. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder zweier Ausschüsse am Dienstagabend für einen Neubau in der Wustermarker Straße aus, der das dortige alte Rathaus mit einbinden soll.

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Die Kita „Regenbogen“ im Forstweg wird abgerissen

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. Die Überraschung war Christian Achilles (BFB) gelungen. Mitten in der Diskussion über die beiden Standort-Varianten des Neubaus der Kita „Regenbogen“ am Dienstagabend in einer Brieselanger Sonderausschusssitzung in der Zeestower Grundschule, schlug der Kommunalpolitiker wie aus dem Nichts eine Variante drei hervor. Nach einem kurzem Schock und ausgiebiger Debatte stimmten dann jeweils alle zehn Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses sowie des Ausschusses für Bildung und Soziales dem Vorschlag von Achilles zu. Sollten die Brieselanger Gemeindevertreter am 24. Juni den Empfehlungen der Ausschüsse folgen, wovon auszugehen ist, entsteht die neue Kita „Regenbogen“ auf dem Areal in der Wustermarker Straße  1 in Brieselang.

Neu an dieser Variante ist, dass die Kita nicht neben das dortige alte und leerstehende Brieselanger Rathaus gebaut wird. Statt dessen soll sie seitlich an das Rathaus angedockt werden. „Wir können auf diese Weise zwei Probleme lösen“, so Achilles. Erstens entsteht eine Kita, zweitens haben wir gleich eine Lösung für das alte Rathaus.“ Nach seinen Vorstellungen könne man für Teile des mehrstöckigen Hauses eine Multi-Nutzung hinbekommen. Denkbar wären, eine Bibliothek, eine Küche oder ein Raum, der nachmittags oder abends von Senioren oder Sportgruppen genutzt wird.

Dem schlossen sich viele Gemeindevertreter und Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) an: „Ein sehr interessanter Vorschlag. Wenn das planungsseitig funktioniert.“ Was Planer Stefan Kulczak vom Büro PST aus Werder bejagte: „Wir können das Kitagebäude so stellen, dass es von beiden Seiten an das Rathaus anschließt. Die Bausubstanz des alten Rathauses jedenfalls ist gut. Aber es muss saniert und umgebaut werden.“ Alle Einzelheiten, auch die Absprachen mit den Erzieherinnen wegen der Raumaufteilung, würden für die neue Variante drei dann noch erfolgen, so Kulczak.

Zahlen und Fakten

Träger der Kita „Regenbogen“ in Brieselang ist die Jugend- und Sozialwerk gGmbH Oranienburg. Daran soll sich auch nach einem Neubau nichts ändern.

Derzeit werden in der Kita 76 Kinder betreut. Die Kapazität wird später auf 100 erhöht.

Im Moment gibt es eine Warteliste bei Kitaanmeldungen in Brieselang. Laut Bürgermeister Wilhelm Garn, ist der Bedarf nach wie vor hoch. Er könne aber keine Prognose abgeben, wie viele Kitaplätze in zehn Jahren in Brieselang benötigt würden.

Die Baukosten für den Kita-Neubau sollen die Zwei-Millionen-Grenze nicht überschreiten. Allerdings muss die Gemeinde Brieselang noch zusätzlich das Grundstück mit dem alten Rathaus sowie das Gebäude selbst von der Wohnungsbaugenossenschaft Brieselang (WBG) erwerben. Rund 170 000  Euro.

Endgültig vom Tisch ist seit Dienstagabend die Variante eins, wonach dies jetzige Kita „Regenbogen“ im Fortsweg in Brieselang abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Gebäude errichtet werden sollte. Zwei hauptsächliche Gründe dagegen kristallisierten sich in der Diskussion heraus: Zusätzlich zu den etwa zwei Millionen Euro Baukosten wären etwa 200 000 Euro nötig, um die derzeit 76 Kinder während der einjährigen Bauzeit in Containern zu betreuen. Außerdem ist die Verkehrsanbindung im Forstweg schwieriger, weil die Kita an einer Hauptstraße liegt.

Die Variante zwei sei unterm Strich noch teurer, argumentierte Achilles. „Wenn die neue Kita gelöst von Rathaus errichtet würde, so wie es in Variante zwei vorgesehen war, dann kamen auf die Gemeinde Brieselang in absehbarer Zeit weitere Kosten hinzu. Wir müssen das alte Rathaus sanieren und für eine öffentliche Nutzung fit zu machen“, sagte der BFB-Mann.

Ob nach der Entscheidung für Variante drei und der anstehenden Umplanung der Zeitrahmen noch zu halten ist, fragte Ralf Heimann (IBB). Die Kita soll Ende 2016 fertig und bezugsfertig sein. Bürgermeister Wilhelm Garn ist zuversichtlich: „Mit Ärmelhochkrämpeln ist das zu schaffen“, so der Bürgermeister. Stefan Kulczak vom Planungsbüro signalisierte:“Es dürfen jetzt keine Verzögerungen mehr eintreten.“

Auf jeden Fall wollen die Brieselanger die bereits vom Kreis-Jugendhilfeausschuss in Aussicht gestellten Fördermittel für die Kita von 162 000 Euro nicht verlieren. „Ein qualifizierter Antrag muss im September beim Kreis vorliegen“, ergänzte Garn.

Von Jens Wegener

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