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Havelland Kita-Museum verlässt Falkensee
Lokales Havelland Kita-Museum verlässt Falkensee
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02:18 12.04.2018
Heidemarie Waninger und Brigitte Winkler packen ein: Das Kitamuseum und die Lernwerkstatt mit all ihren Objekten gehen auf die Reise nach Lüneburg. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Pittiplatsch geht in den Westen. Und Schnatterinchen, Sandmännchen, Ernie und Bert gehen mit. Die Handfiguren und all die anderen, Hunderte Exponate des Falkenseer Kita-Museums werden eingepackt und wandern nach Lüneburg. Nach fünf Jahren schließt das Kita-Museum in Falkensee seine Pforten.

Museumsgründerin Heidemarie Waninger und Museumsleiterin Brigitte Winkler sind in diesen Wochen am Packen. Die ersten Kisten sind schon in Lüneburg gelandet, wo Heidemarie Waninger seit einem Jahr lebt.

Wanderjahre des Museums

Dabei hat das Museum bereits einige unruhige Wanderjahre hinter sich: Heidemarie Waninger hatte das Museum 1997 in Potsdam gegründet. Als dort die Räume nicht mehr zur Verfügung standen, wich man nach Groß Glienicke aus. Als die Stadt Potsdam dort eine saftige Miete verlangte, zogen die Museumsleute mit ihrem Bestand weiter nach Nennhausen. Dort war viel Platz, aber man lag ein bisschen weitab vom Schuss.

Vor fünf Jahren ermöglichte die Arbeiterwohlfahrt den Umzug in die Mainstraße von Falkensee. Im ehemaligen Wohngebietsklubhaus „Theodor Fontane“ kamen Museum und Lernwerkstatt zu sehr günstigen Konditionen unter. Das konnte der Betreiberverein Pädal leisten.

Pädagogik aktuell

Pädal – steht dabei für Pädagogik aktuell. Und das machte das Besonderes des Museums aus. Es zeigte nicht nur Dinge aus alten Kindergärten in Ost und West, es zeigte auch Wege zur modernen Kinderarbeit. Deshalb die „Lernwerkstatt“. Sie war ein überregionales Pädagogisches Zentrum. Hier wurden Kindergärtnerinnen, Tagesmütter und Tagespflegekräfte aus Berlin und Brandenburg geschult. Und das nicht nur theoretisch, sondern dank des Museums auch ganz praktisch. „Wir haben alles originale Gegenstände, und es können auch alle angefasst und benutzt werden“, erklärt Heidemarie Waninger den Ansatz des aktiven Museums.

1800 Besucher zählte das Haus etwa pro Jahr. Sie kamen in Besuchsgruppen oder als Teilnehmer an Seminaren. Das hört sich gut an, trotzdem ist jetzt Schluss für das Haus.

Neuanfang in Lüneburg möglich

„Wir haben seit Jahren von der Substanz gelebt“, gesteht Brigitte Winkler. Zwar gibt es einen kleinen Verein, aber im Prinzip blieb alles an den beiden Frauen hängen. Nun hat sich auch deren private Lage geändert, Heidemarie Waninger ging nach Lüneburg. Sie legte dort auch als Rentnerin nicht die Hände in den Schoß, sondern suchte neue Verbündete. „Es gibt dort einen Verein PädIn, der könnte als Partnerverein fungieren“, sagt sie, selbst für Räume im Zentrum der Stadt sieht es gut aus. Und so hofft sie, dass es zum Ende des Jahres mit dem Kita-Museum im Westen weitergehen kann.

„Das ist für mich eine gute Nachricht neben der Trauer, dass es hier in Falkensee mit dem Museum zu Ende geht“, sagt Brigitte Winkler, die künftig im Awo-Bundesvorstand arbeiten wird. Sie hoffe auf einen Neuanfang für das Museum, denn das Anliegen des Vereins und des Hauses sei aktuell wie eh und je: Praxisnahe, lebendige, anschauliche, freudvolle Weiterbildung für Frauen und Männer, die unsere Kinder betreuen.

Langsam leert sich das Haus in der Falkenseer Mainstraße. An der Treppe ist er noch zu lesen, der Spruch von Stanislaw Jerzy Lec: „Vieles hätte ich verstanden, wenn man es mir nicht erklärt hätte.“ Die Erziehungswissenschaftlerin Heidemarie Waninger hat den Satz immer sehr gemocht. Er sagt viel von ihrem Verständnis darüber, wie sie Pädagogik versteht: Die Kinder weniger belehren, sondern mehr aktiv und selbstständig machen lassen.

Von Marlies Schnaibel

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