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Kita „Nesthüpfer“ setzt auf ein gesundes Leben

Falkensee Kita „Nesthüpfer“ setzt auf ein gesundes Leben

Wie schmeckt was und wie bereite ich Obst, Gemüse und Co. richtig zu? In der Falkenseer Sportkita „Nesthüpfer“ lernen schon die Kleinsten spielerisch alles über gesunde Ernährung. Bewegung und die Entwicklung eines gesunden Körpergefühls stehen ebenfalls auf dem Tagesplan der derzeit 185 Kita-Kinder.

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Volle Power in der wöchentlichen Sportstunde – Bewegung ist in der Kita ein wichtiger Baustein im Alltag der Kinder..

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Löffel für Löffel lassen Frieda, Adele und Kira den Naturquark in die zwei großen Schüsseln plumpsen. Unter dem wachsamen Blick von Erzieherin Konstanze Grell rühren sie die saftigen Himbeeren unter. Immer wieder wird gekostet, wie und ob sich der Geschmack durch die Früchte verändert, denn Zucker kommt den Mädchen nicht in die Schüssel.

Zuckerfreier Vormittag

„Der Vormittag ist bei uns komplett zuckerfrei. Nachmittags verbieten wir keine Süßigkeiten, achten jedoch darauf, dass es nicht zu viel wird“, sagt Ewelina Jenczewski, Leiterin der Sportkita „Nesthüpfer“ in Falkensee. Und sowieso beschäftigen sich die derzeit 185 Kinder viel mit Ernährung. „Kein Kind bringt sich etwas zu essen mit, sie werden bei uns voll verpflegt. Ihr Frühstücksbrot, Kuchen oder kleinere Zwischenmahlzeiten, wie den Quark oder mal einen Salat, bereiten die Kinder sogar selber vor“, sagt Jenczewski weiter. So lernen schon die Kleinsten, wie die Lebensmittel aussehen, schmecken und wie sie verarbeitet werden. „Wir hatten auch schon Kinder, die in eine Banane mit Schale gebissen haben, weil sie es nicht kannten. Wir führen die Kinder spielerisch an die Lebensmittel heran, integrieren Obst und Gemüse oft auch in Projekte.“ Eine Kräuterschnecke und kleine Töpfe mit verschiedenen Kräutern in jedem Gruppenraum stehen für die Kinder jederzeit zur Verfügung. „Wir haben außerdem einen kleinen Gemüsegarten, den die Kinder selber pflegen. Sie rupfen Unkraut, gießen die Pflanzen und lernen ganz nebenbei, dass Tomaten nicht im Supermarkt wachsen“, lacht Jenczewski.

rieda, Adele und Kira probieren den ungesüßten Naturquark

rieda, Adele und Kira probieren den ungesüßten Naturquark.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Selbstgemachtes aus der Kinderküche

Saisonal beschäftigen sich die Kita-Gruppen außerdem mit den verschiedensten Wildkräutern, wie Löwenzahn, oder kochen selber Marmelade aus dem Obst der Saison. „Es ist immer schön, wenn Eltern Äpfel, Quitten oder sonstige Früchte aus dem eigenen Garten mitbringen. Wir haben eine kleine Küche, die extra für die Kinder eingerichtet ist und in der wir Mus, Pesto, Marmelade oder Säfte herstellen können“, sagt die Leiterin. „Die Kinder lernen, ohne dass sie es überhaupt merken. Das finde ich den besten Nebeneffekt.“

Neben der Ernährung stehen Bewegung und die Entwicklung eines gesunden Körpergefühls auf dem Tagesplan der Gruppen. „Die Kinder haben die Möglichkeit jederzeit nach Draußen zu gehen und sich auszutoben – egal zu welcher Jahreszeit. Sie testen ihre Grenzen aus, klettern, springen auf dem Trampolin oder spielen Basketball.“ Einmal in der Woche haben die Kleinen zusätzlich Sport – rund 45 Minuten heißt es dann Balancieren, Klettern oder Hüpfen. Seile hängen von der Decke, Gymnastikbälle dienen als kniffliges Hindernis und auch der aus Schulzeiten wohl jedem bekannte Kasten kommt im Bewegungsraum zum Einsatz. „Bei gezielten Fang- und Laufspielen powern sich die Kinder innerhalb von 15 Minuten auch schon mal so richtig aus. Wichtig dabei ist die Erholung zwischendurch.“ Mit Yoga, Massagen, Kneipp-Anwendungen oder einem Saunagang fahren die Kinder, die oftmals schon in jungen Jahren durch Umwelteinflüsse oder das hektische Leben der Eltern gestresst sind, vollständig runter.

20 Kollegen suchen Verstärkung

20 Pädagogen und Erzieher behalten in der Kita „Nesthüpfer“ den Überblick. Regelmäßige Weiterbildungen in Sachen Sport und Ernährung stehen bei ihnen auf dem Plan.„Etwa die Hälfte der Kollegen hat einen Übungsleiterschein gemacht und eigentlich jeder bringt etwas mit, was er besonders gut kann. Egal, ob es nun eine Leidenschaft für Fußball, das Jonglieren oder ein Instrument ist – die Kinder profitieren auf jeden Fall“, sagt Jenczewski, die in den Räumlichkeiten im Falkenseer Wachtelfeld bis zu 200 Kinder unterbringen könnte. „Es fehlt uns allerdings an Personal, um die restlichen 15 Plätze vergeben zu können. Wir haben derzeit drei Auszubildende, im September bekommen wir wieder drei, trotzdem suchen wir noch Verstärkung“, so die Leiterin. „Die Arbeit ist anspruchsvoll, man sollte offen für neue Methoden sein und viele eigene Ideen mitbringen. Jeder Tag in unserer Kita ist anders.“

Einen Überblick über die Arbeit der Pädagogen gibt es für alle Eltern in der Sportkita, die 2013 vom LSB SportService Brandenburg in Falkensee eröffnet wurde, regelmäßig. Auf Tablets läuft vor jedem Raum eine Präsentation mit Fotos aller Aktivitäten der letzten Zeit, die die Eltern zur Verfügung gestellt bekommen. „Für die Kinder ist es gleichzeitig eine tolle Erinnerung an ihre Zeit bei den Nesthüpfern und sie haben viel Spaß bei den Fotosessions“, lacht die Leiterin.

Von Laura Sander

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