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Kita-Neubau soll spätestens 2018 fertig sein

Groß Behnitz Kita-Neubau soll spätestens 2018 fertig sein

Der Nauener Ortsteil Groß Behnitz soll bis 2018 ein neues Kita-Gebäude erhalten, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite entstehen wird. Das bisherige Haus ist stark sanierungsbedürftig. Offen ist aber noch, wie der Baukörper aussehen wird. Die Stadt favorisiert eine zweigliedrige Variante mit Verbindungstrakt.

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Das Kita-Gebäude in Groß Behnitz.

Quelle: Jens Wegener

Groß Behnitz. Die Stadt Nauen will auch in Zukunft am Kita-Standort Groß Behnitz festhalten. Da aber das vorhandene Gebäude sanierungsbedürftig ist, wird jetzt an einer Neubaulösung gearbeitet, die auch in Zukunft 35 Betreuungsplätze bieten wird. Dazu hat sich die Kommune auch schon mit dem Träger, der Kinderwelt Potsdam, abgestimmt, wie die für Bildung zuständige Sachgebietsleiterin Nora Schiller jetzt im Ortsbeirat mitteilte.

„Wir können eine nahtlose Kinderbetreuung gewährleisten“, sagte sie. So ist nämlich geplant, den Neubau auf einem gegenüber liegenden Grundstück zu errichten. Auf diese Weise können die Kinder während der Bauphase in ihrem angestammten Gebäude bleiben und würden dann ins neue Domizil umziehen.

Eine Lösung, die auch Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) befürwortet. „Es wird auch weiterhin eine Kita in Groß Behnitz geben, es ist nur die Frage, wie sie aussehen wird“, sagte er. Denn die Stadt favorisiert momentan einen Neubau aus zwei einzeln stehenden Baukörpern, die durch einen schmalen Trakt miteinander verbunden sind. Das hätte den Vorteil, dass die Kommune für den Fall, dass die Kita in Zukunft irgendwann nicht mehr benötigt wird, die beiden Gebäudeteile eventuell als Einfamilienhäuser verkaufen kann. Eine Lösung, mit der sich der Kita-Träger indes noch nicht so recht anfreunden kann. Wie Nora Schiller sagte, möchte dieser eher einen Flachbau haben.

Offen ist auch noch, in welcher Bauweise das neue Gebäude entstehen wird. Die Anbieter sollen entsprechende Vorschläge machen. „Spätestens im Jahre 2018 soll die neue Kita fertiggestellt sein“, blickt Nora Schiller voraus. Für dieses Jahr ist geplant, sich mit dem Träger auf die Form des Baukörpers und auf das Raumprogramm zu einigen. Anschließend soll der Bauantrag gestellt werden, so dass der Baubeginn im nächsten Jahr erfolgen kann. Die Stadt Nauen hat für das Projekt rund 650 000 Euro eingeplant. Das jetzige Gebäude soll später entweder verkauft oder abgerissen werden.

Ursprünglich war geplant, dass die Stadt Nauen das Gebäude an die Kinderwelt Potsdam verkauft, so dass der Träger die Sanierung in Eigenregie vornehmen kann. Doch Stadt und Träger konnten sich letztlich nicht einigen, die Verhandlungen verliefen ergebnislos. Am Ende scheiterte es am Preis. Die Stadt bezeichnete das Kaufangebot des Trägers als unannehmbar und verwies auf das von ihr eingeholte Wertgutachten. Der Kita-Träger berief sich seinerseits auf eine von ihm beauftragte Kalkulation.

Die Eltern warten jedenfalls schon seit Jahren darauf, dass endlich etwas am Gebäude geschieht. Momentan scheinen viele Eltern aber mit der Arbeit der Kita nicht einverstanden zu sein. Deshalb brachte Ortsvorsteher Wolfgang Jung das Thema auf die Tagesordnung des Ortsbeirates. „Unzufriedenheit der Eltern ist unser Tod“, meinte er im Hinblick auf die Zukunft der Kita. Zahlreiche Vorwürfe der Eltern gehen dabei in Richtung Kita-Leitung. Sie sehen das Team derzeit überfordert, auch aufgrund von Personalmangel. So gab es bereits Gespräche zwischen Elternvertretern und Kita-Träger. Eine Vertreterin der Kinderwelt räumte im Ortsbeirat ein, dass das Team derzeit unterbesetzt ist, aber in Kürze Neueinstellungen geplant sind. Zudem teilte sie mit, dass sich an der Leitung demnächst personell etwas ändern wird.

Doch offenbar sind nicht alle Eltern unzufrieden. Eine Mutter sieht ihre Kinder dort nach wie vor gut aufgehoben, eine weitere meint, dass einige der Punkte an den Haaren herbeigezogen seien. Und ein Vater sagte zu den Vorwürfen, wozu auch Unfreundlichkeit des Personals gehört: „Darunter sind viele Wertungen, aber keine Fakten.“

Von Andreas Kaatz

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