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Havelland „Halbe-Sonnen“-Projekt mit Ehrentitel geehrt
Lokales Havelland „Halbe-Sonnen“-Projekt mit Ehrentitel geehrt
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00:30 12.12.2015
Freude über den Ehrentitel. Die Göttliner Kita „Spatzennest“ ist die erste Botschaft der Stadt Rathenow. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Große Freude für kleine Kinder und ihre Erzieherinnen. Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) hat der Kita „Spatzennest“ im Ortsteil Göttlin den Ehrentitel „Botschaft der Stadt Rathenow“ verliehen. Die Auszeichnung kam völlig überraschend für die Einrichtung. Man wusste dort zwar, dass es einen Grund zum Feiern geben würde. Was genau, hatte aber niemand vorher verraten. Gewürdigt wird das Projekt „Kinder der halben Sonnen“, das die Kita seit drei Jahren vorwärts treibt. Die Kinder malen in ihrer Kita viele Sonnen – aber immer nur halb. Diese 50 Prozent fertigen Bilder schicken sie dann an Einrichtungen, Personen oder Familien in aller Welt. Irgendwann werden die zu Ende gemalten Sonnen wieder zurück geschickt, meist zusammen mit weiteren Bildern, Fotos und anderen Andenken, die ihnen zeigen, wie es in den fernen Orten aussieht.

Grußschreiben der Botschafterin von Ghana verlesen

Bürgermeister Ronald Seeger erinnerte in seiner kleinen Ansprache an die „grandiose Ausstellung“ im Kulturzentrum im vergangenen Jahr, bei der über 500 Sonnen zu sehen waren. Er sprach den Kindern Dank und Anerkennung aus und brachte ihnen einen großen Kuschelteddy mit. Die Idee, der Kita den Ehrentitel „Botschaft der Stadt Rathenow“ zu verleihen, hatte René Hill, der Vorsitzende ihres Fördervereins. Viele Kinder auf fünf Kontinenten seien schon ins Halbe-Sonnen-Projekt einbezogen worden, sagte er, das habe internationale Bedeutung. Es komme immer wieder vor, erzählte er, dass Besucher der Stadt Rathenow nach der Kita „Spatzennest“ fragen, weil sie diese wegen des Sonnen-Projektes kennen lernen wollen. René Hill hatte die deutschen Botschaften aller Länder angeschrieben, die am Projekt teilnehmen, und um Grußschreiben gebeten. Eine Passage des Briefes der Botschafterin von Ghana hat er in der Kita vorgelesen.

„Das Projekt gehört bei uns zum normalen Tagesablauf“, hat die stellvertretende Kita-Leiterin Nadja Henning erklärt. Die Kinder seien sehr interessiert. Man führe für jeden Partnerort eine Mappe, zeige sie den Kindern auf der Weltkarte und spreche mit ihnen gegenwärtig über die verschiedenen Weihnachtsbräuche. In der Kita selbst konnte man auf Anhieb gar nicht genau sagen, wie viele halbe Sonnen schon fort- und komplettierte Bilder zurück geschickt wurden. Mehrere hundert sollen es sein. Vom Austausch erfasst sind bislang 43 Länder in aller Welt.

Die erste halbe Sonne nahm Manuela Neubüser mit nach Rumänien

Sicher ist, dass die allererste halbe Sonne 2012 von der Rathenowerin Manuela Neubüser mitgenommen wurde in die Kita des rumänischen Dorfes Zsobok. Schon über 20 Jahre gibt es im Westhavelland eine Hilfsaktion für dieses Dorf. Das wichtigste Ziel ist dessen Kinderheim. Der am weitesten entfernte Partnerort des Halbe-Sonnen-Projektes ist der Südsee-Inselstaat Palau. Am meisten Reaktionen kamen aus Thailand – rund 200 Sonnen. Ein Weihnachtspäckchen hat die Kita gerade nach Kiew in die Ukraine geschickt. Und mit der über 70 Jahre alten Oma Willemina aus den Niederlanden gibt es einen regelmäßigen Schriftwechsel.

Von Bernd Geske

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