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Kita wird für eine halbe Million Euro erweitert

Premnitz Kita wird für eine halbe Million Euro erweitert

Wenn das Wetter es zulässt, beginnen am 15. März die Bauarbeiten zur Erweiterung der Kita „Flax und Krümel“ in Premnitz. In der nächsten Woche werden die Aufträge für Rohbau, Zimmerer und Dachdecker vergeben. Außerdem müssen am Bestandsbau einige Brandschutzauflagen erfüllt werden. Am Ende wird die Kapazität der Kita von 100 auf 130 Plätze wachsen.

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Hier an der Ostseite wird die Kita „Flax und Krümel“ einen Anbau bekommen. Es soll Platz bieten für zwei Gruppen des Altersbereiches unter drei Jahren.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Lange ist davon geredet worden, jetzt soll es bald losgehen. Wenn das Wetter es zulässt, beginnt am 15. März die Erweiterung der Kita „Flax und Krümel“ an der Anne-Frank-Straße von Premnitz. Wie Fachbereichsleiterin Carola Kapitza sagt, sind Rohbau-, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten ausgeschrieben. Am 21. Februar wird die Submission der einzelnen Angebote sein. Das bedeutet, dass die Stadt Anfang März die Aufträge vergeben kann. In der nächsten Phase sollen Tischler-, Putz- und Heizungsaufträge ausgeschrieben werden. Gehen die Arbeiten so voran wie geplant, kann das ganze Vorhaben bis Oktober/November abgeschlossen werden.

Der Hintergrund des Projektes ist, dass es in den letzten Jahren in Premnitz einen unerwartet großen Zuwachs von kleinen Kindern gegeben hat. Deshalb kamen die Stadtverordneten überein, gemäß Stadtentwicklungskonzept die Kindertagesstätte „Flax und Krümel“ zu vergrößern, weil sie im Zentrumsbereich von Premnitz liegt. Der Anbau soll Platz bieten, um zwei Gruppen mit jeweils maximal zehn Kindern des Altersbereichs unter drei Jahren aufzunehmen. Dadurch wäre die Kapazität der Einrichtung von derzeit 100 auf 120 Plätze gewachsen.

Bausumme ist auf 500 000 Euro gewachsen

Durch veränderte Umstände, von denen nicht alle Beteiligten begeistert waren, kann durch die nun bevorstehenden Bauarbeiten die Kapazität der Kita sogar auf 130 Plätze vergrößert werden. Im Vorfeld der geplanten Erweiterung hatten Bildungsministerium und Bauordnungsamt für das bereits bestehende Kita-Gebäude eine Reihe von Brandschutzauflagen gemacht. Das hatte zur Folge, dass die ursprünglich unter 300 000 Euro liegende Bausumme nach Aufnahme der geforderten Brandschutzverbesserungen auf nunmehr rund 500 000 Euro gewachsen ist.

Somit wird das Bestandsgebäude im Zuge der bald beginnenden Arbeiten an zwei Stellen außen jeweils eine große Spindeltreppe bis zum Obergeschoss erhalten, auf denen die Kindergruppen im Ernstfall schnell ins Freie gelangen können. Naturgemäß müssen dazu ins Obergeschoss auch zwei Türen in die Außenwände eingesetzt werden.

Der Bau der Spindeltreppen soll im April beginnen und im Mai abgeschlossen sein. Außerdem werden innerhalb des Bestandsgebäudes noch drei weitere neue Brandschutztüren eingebaut. Von den Kosten her bleibt die Erfüllung der unerwarteten Brandschutzauflagen für die Stadt halbwegs erträglich, weil 75 Prozent dieser Summe durch Fördermittel aus dem Leader-Programm beglichen werden können. Die Bescheide sind schon im Hause. Sind die Brandschutzauflagen abgearbeitet, darf die Kapazität der bestehenden Kita von 100 auf 110 Plätze erweitert werden, wie es schon lange beantragt ist.

Eine beachtlich lange Warteliste mit 78 Kindern

Der Erweiterungsbau selbst wird eingeschossig sein und an die Ostseite des Bestandsgebäudes in Richtung Thomas-Mann-Straße gesetzt. Er wird durch einen Flur an den jetzigen Eingangsbereich der Kita angebunden. Der Anbau bekommt zwei Gruppenräume, zwei Schlafräume, ein Bad, eine Fußbodenheizung und außen nach Osten hin eine Terrasse. Auch ein Behinderten-WC ist dort vorgesehen.

„Wir freuen uns sehr, dass es mit den Bauarbeiten nun endlich losgeht“, sagt Kita-Leiterin Ines Börs, „viele Eltern haben schon gefragt, wann es so weit ist.“ Die Kita hat eine beachtlich lange Warteliste mit 78 Kindern, ist zu erfahren. Wenn der Anbau fertig sei, solle auf jeden Fall auch neues Personal eingestellt werden. Bewerbungsunterlagen lägen bereits vor. So könne schnell gehandelt werden, wenn es so weit sei.

Von Bernd Geske

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