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Kitabeiträge in Ketzin steigen – mit Ausnahmen

Rabatt für Kinderreiche Kitabeiträge in Ketzin steigen – mit Ausnahmen

Die Ketziner Kitabeitragssatzung ist von der Stadtverwaltung überarbeitet worden. Die Stadtverordneten hatten dazu aufgefordert. Eltern müssen nun tiefer in die Tasche greifen – dafür gibt es Frühstück und Vesper nun für alle Kinder. Manche Eltern profitieren sogar von den Veränderungen – allerdings nur die, die viele Kinder haben.

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Betroffen von den geplanten Beitragsänderungen ist auch die Zachower Kita.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel. Den zweiten Anlauf, die Kitagebühren ab 2016 zu erhöhen, startete jetzt die Ketziner Stadtverwaltung. Nachdem die Stadtverordneten den ersten Entwurf der neuen Satzung vor der Sommerpause abgelehnt hatten, liegt nun ein überarbeitetes Papier vor. Grundsätzlich steigen die Beiträge der Eltern quer durch alle Einkommensgruppen. Ein Grund ist, dass in den kommunalen Ketziner Einrichtungen ab nächstem Jahr Frühstück und Vesper angeboten werden sollen. Darin sind sich alle Fraktionen einig.

Außerdem müssen Eltern mehr Geld bezahlen, weil der Personalbedarf steigt – drei zusätzliche Erzieherinnen wurden bereits eingestellt, weil der Betreuungsschlüssel sich verändert hat – und weil sich auch die Löhne im öffentlichen Dienst verändern. Bislang bezuschusste die Kommune die Kitas und den Hort schon mit 400 000 Euro jährlich. Das könne man sich bald nicht mehr leisten, so Bürgermeister Bernd Lück.

In dem neuen Satzungsentwurf gibt es einige Änderungen. So soll künftig das steuerpflichtige Einkommen der Eltern als Grundlage für die Berechnung der Beiträge herangezogen werden (siehe Info-Kasten). Wie Ilona Thiele von der Stadtverwaltung im Bildungsausschuss sagte, sind nun größere Rabatte für Eltern mit mehreren unterhaltspflichtigen Kindern vorgesehen. Der Beitrag reduziert sich beim zweiten Kind um 30 Prozent (bisher 15), beim dritten Kind um 40 Prozent (bisher 30) und beim vierten Kind um die Hälfte (bisher 45 Prozent).

Der von Markus Hipp im Auftrag der Fraktion CDU/FDP vorgeschlagene Wegfall des zwölften Monatsbeitrages für Eltern, weil die Kitas mindestens einen Monat im Jahr geschlossen sind, fand im Ausschuss keine Mehrheit. Es würde auf die Kommune ein weiterer Zuschuss von 20000 Euro zukommen, was nicht gewollt ist.

Als „Sparen am falschen Ende“, bezeichnete der Ketziner Vater Mathias Reinke die Vorgehensweise der Stadt Ketzin. „Die Gründe, warum andere Kommunen rings um Ketzin geringere Elternbeträge verlangen, sind völlig egal. Entscheidend ist unterm Strich, dass Eltern weniger für die Kinderbetreuung zahlen.“ Das könnte sich für Ketzin negativ auswirken.

Nach den neuen Tabellen erhöht sich für Eltern der Mindestbeitrag in der Krippe bei einer Betreuungszeit von bis zu 30 Wochenstunden bei jährlichem Einkommen bis 9200 Euro von 24 auf 29 Euro monatlich. Bei einem Einkommen zwischen 20 451 und 23 010 Euro von 77 auf 94 Euro. Wer über mehr als 51130 Euro steuerpflichtiges Einkommen im Jahr verfügt, zahlt für ein Kind statt 279 Euro dann 343. In den Kindergärten verändern sich die entsprechenden Elternbeiträge von 24 auf 29 Euro und von 57 auf 69 Euro. Der Höchstbetrag steigt von 208 auf 251 Euro. Für die Betreuung von Hortkindern müssen Eltern nur leichte Erhöhungen hinnehmen. Um maximal neun Euro steigen die Beiträge.

Von Jens Wegener

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