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Kitagebühren in Ketzin sollen steigen

„Moderate Erhöhung“ Kitagebühren in Ketzin sollen steigen

Weil der Stadt Ketzin/Havel im Kitabereich weitere Kostensteigerungen für den Bereich Kinderbetreuung ins Haus stehen, sollen die Kitagebühren angehoben werden. Der Bildungsausschuss stimmte dem bereits zu. Bürgermeister Bernd Lück (FDP) spricht von einer moderaten Erhöhung.

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Eltern sollen für die Betreuung in den Ketziner Kitas bald mehr bezahlen. Hier ist Bürgermeister Bernd Lück in der Falkenrehder Kita „Wirbelwind“ zu Gast. wo sich die Kinder mit Zahnpflege befassen.
 

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel .  Die Stadt Ketzin plant eine Anhebung der Kitagebühren. Erstmals wurde am Dienstagabend im Bildungsausschuss darüber diskutiert. Dessen Mitglieder stimmten dem Ansinnen mehrheitlich zu.

 Durchschnittlich 400.000 Euro ließ sich die Havelstadt Ketzin in den letzten fünf Jahren jährlich die Betreuung der Kinder in den kommunalen Kindertagesstätten in Tremmen, Zachow, Paretz und Falkenrehde sowie im Ketziner Hort kosten. Nun stehen der Stadt von weitere Kostensteigerungen ins Haus, die von ihr nicht beeinflussbar seien, hieß es im Ausschuss. Hauptgrund ist die gesetzlich festgelegte Verbesserung des Personalschlüssels in diesem Jahr in den Krippen und in den nächsten Jahren auch in den Kitas. Ferner ist im neuen Kitagesetz festgeschrieben, dass die Kommunen für die Frühstücks- und Vesperversorgung zu sorgen haben. Letzteres kostet nach Kalkulation der Stadt täglich je Kind 3,12 Euro. Durch diese Kostensteigerungen sieht sich Ketzin/Havel gezwungen, die Elternbeiträge neu zu kalkulieren. Wie Ilona Thiele von der Stadtverwaltung im Bildungsausschuss informierte, ist festgelegt, dass die Beiträge der Eltern zu staffeln sind, unter anderem nach Anzahl der Kinder im Haushalt, nach dem vereinbarten Betreuungsaufwand und auch nach dem Einkommen der Eltern. Allerdings könne jede Kommune selbst bestimmen, wie sie das Einkommen definiert. Ketzin/Havel, so ihr Vorschlag, sollte bei der für Eltern günstigsten Variante bleiben und das zu versteuernde Einkommen als Berechnungsgrundlage nutzen.

Nach den im Ausschuss vorgestellten neuen Gebührenvorschlägen erhöht sich der Mindestbeitrag in der Krippe bei einer Betreuungszeit von bis zu 30 Wochenstunden bei jährlichem Einkommen bis 9 200 Euro von 24 auf 29 Euro monatlich. Bei einem Einkommen zwischen 20 451 und 23 010 von 77 auf 93 Euro und entsprechend sind zwischen 33 201 und 35 790 Euro Einkommen künftig statt 134 ab 1. September 2015 174 Euro zu entrichten. In den Kindergärten verändern sich die entsprechenden Elternbeiträge von 24 auf 28 Euro, von 57 auf 67 Euro und von 104 auf 122 Euro.

Kita-Kosten

 Die Gesamtkosten für die kommunalen Ketziner Kitas und den Hort beliefen sich im Jahre 2014 auf 802 000 Euro. Nur rund die Hälfte wurde von den Elternbeiträgen gedeckt.

 Bei einer Betreuungszeit bis zu sechs Stunden fielen monatlich in den Krippen 324 Euro, in den Kitas 224 Euro und im Hort (bis vier Stunden Betreuung) 184 Euro monatliche Kosten je betreutes Kind an. Im Vergleich: Bei einem zu versteuernden Einkommen von rund 50 000 Euro betrug der Beitragssatz in der Kippe bisher 234 Euro und soll nun auf 283 Euro steigen.

Nach Meinung von Bürgermeister Bernd Lück (FDP) ist die geplante Erhöhung sehr moderat. Die Sätze bewegten sich im Vergleich mit anderen Kommunen im unteren Drittel, merkte er an. Die beabsichtigte einheitliche Frühstücks- und Vesperversorgung in den Kindertagesstätten habe bei den Eltern viel Zustimmung gefunden. Auch im Bildungsausschuss fand das Vorhaben einhellige Zustimmung. Hinsichtlich der neu kalkulierten Elternbeiträge fand Renate Donat (Die Linke) „die Erhöhung erträglich“. Gegenteilige Meinungen wurden nicht geäußert. So empfohlen vier der fünf Ausschussmitglieder bei einer Enthaltung die Annahme durch die Stadtverordneten. Vorher hatte bereits der Finanzausschuss einstimmig der neuen Kalkulation zugestimmt.

Von Wolfgang Balzer

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