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Havelland Kitaplätze fehlen in Ketzin
Lokales Havelland Kitaplätze fehlen in Ketzin
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15:15 10.05.2016
In der Zachower Kita „Regenbogen“ werden derzeit 26 Kinder bereut. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ketzin/Havel

Obwohl das Havelstädtchen Ketzin nicht im Speckgürtel liegt, wächst die Einwohnerzahl stetig. Knapp 6500 Menschen waren es inklusive Ortsteile zum Jahresende 2015. So groß die Freunde darüber ist, jetzt bekommt die Stadt auch die negativen Aspekte einer größer werdenden Stadt zu spüren. „Die Kapazitätsgrenze bei der Betreuung der Kinder in den Kindertagesstätten ist erreicht. Uns fehlen, um den steigenden Bedarf abdecken zu können, 15 bis 20 Plätze“, sagt Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Und weil aus seinen Sicht ein Kita-Neubau aus Kostengründen „utopisch“ ist, müsse man sich nun schnell Gedanken machen, dieses Problem zu lösen.

Vier kommunal geführte Kitas gibt es in Ketzin und den Ortsteilen: in Zachow, in Tremmen, in Falkenrehde und Paretz. Dazu kommen die Etziner Kita, die vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben wird, und der evangelische Kindergarten in Ketzin. Insgesamt kümmern sich die Erzieherinnen um mehr als 250 Mädchen und Jungen. „Wobei es für drei Einrichtungen derzeit eine befristete Sondererlaubnis gibt, so dass dort bis zu drei Kinder mehr betreut werden dürfen“, sagt Ilona Thiele, Verantwortliche für Kitas in der Stadtverwaltung.

Selbst wenn das Bildungsministerium die Sonderrechte noch mal verlängern sollte, ist das keine dauerhafte Lösung. Zumal die Anmeldungen für das beginnenden Kita- und Schuljahr 2016/17 wieder so hoch sind, dass bis auf einen Platz in Tremmen alles belegt sein wird. Also hat die Stadtverwaltung zwei Möglichkeiten ins Auge gefasst, zusätzliche Kitaräume zu schaffen. Variante 1 wäre in dem durch den Fußballverein Falke genutzten Teil des Kitagebäudekomplexes in Falkenrehde. Dort könnten, laut Bürgermeister, etwa 15 Kinder betreut werden. „Aber der Verein braucht die Räume und hat dort gerade renoviert“, sagt Lück.

Bleibt Variante 2 in der Kita Zachow. Dort gibt es in der oberen Etage zwei Wohnungen, die noch vermietet sind. Würde man die umbauen, könnten zwei Gruppenräume entstehen. „Aber es fehlt die Brandschutztreppe, also der zweite Fluchtweg“, so der Bürgermeister. Im Moment prüfe man alles, auch die Möglichkeit, freie Träger einzubinden. Dabei stelle sich die Frage, ob es für einen Träger wirtschaftlich ist, für nur 15 bis 20 Plätze ein Gebäude auf eigene Kosten umbauen zu müssen. Ganz davon abgesehen, dass es bisher kein geeignetes Gebäude in kommunalem Besitz gibt.

Sicher ist schon jetzt, dass die Stadt Ketzin/Havel vorläufig keine Kinder aus anderen Gemeinden mehr aufnimmt. Im Moment sind es 17 Kinder, die aus Wachow, Roskow, Wustermark und Paaren kommen. Über Ausnahmen könne man nur nachdenken, wenn Geschwisterkinder in eine Kita wollen, in der bereits Bruder oder Schwester sind, so der Bürgermeister. Im Hort werden derzeit neun Kinder betreut, die in der Europaschule Ketzin lernen.

Von Jens Wegener

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