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Havelland Kleiderkammer bittet um Unterstützung
Lokales Havelland Kleiderkammer bittet um Unterstützung
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02:18 25.10.2015
Obst und Gemüse, Brot, Fleisch und Milchprodukte – Gudrun Zenker, Mitarbeiterin der Rathenower Tafel, packt für Bedürftige ein, was in Bäckereien und Supermärkten übrig bleibt. Quelle: Christin Schmidt
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Rathenow

Kistenweise packten Britta Brüggemann und ihre Helfer am Donnerstagnachmittag Wiener Würstchen und riesige Packungen Tiefkühl- Pommes aus. In der Ausgabestelle der Rathenower Tafel war eine große Ladung Lebensmittelspenden von einem Buga-Caterer eingetroffen. Die Bundesgartenschau werden die Tafel-Kunden selbst wohl kaum gesehen haben, nun dürfen sie wenigstens vom mangelnden Appetit der Buga-Touristen profitieren. Für die großzügige Spende ist die Vereinsvorsitzende Petra Dombrowski, sehr dankbar, denn der Bedarf an Lebensmitteln ist in den letzten Monaten gestiegen, nicht aber das Spendenaufkommen.

Dass mittlerweile rund 600 Asylbewerber in der Stadt leben, spüren auch die Mitarbeiter der Tafel. Die Flüchtlinge sind auf Unterstützung angewiesen und gehören ebenso zum Kreis der Bedürftigen wie Hartz-IV-Empfänger, Rentner und Alleinerziehende mit geringem Einkommen oder Geringverdiener. Jeder, der zur Ausgabestelle der Tafel kommt, muss seine Bedürftigkeit mit einem sogenannten Berechtigungsschein nachweisen. Den stellen üblicherweise Mitarbeiter des Sozialamtes aus, in Ausnahmefällen können das auch die Leiter der Asylunterkünfte tun. Mit denen stehen die Mitarbeiter der Tafel ohnehin in engem Kontakt. Kürzlich haben sie ein Infoblatt erstellt – in Deutsch, Arabisch, Englisch und Russisch – um Flüchtlinge mit den Ausgabebedingungen und den Öffnungszeiten vertraut zu machen. Die Zettel liegen in der Ausgabestelle am Körgraben sowie in allen Unterkünften aus.

Fünf ehrenamtliche Helfer packten am Donnerstag mit an. Quelle: Ch. Schmidt

In Rathenow spenden unter anderem sämtliche Bäckereien für die Tafel, aber auch Supermärkte geben regelmäßig Lebensmittel ab. Dennoch, es könnte mehr sein. „Wir wollen es nicht dramatisieren, aber es ist ein Anstieg zu spüren. Deshalb sind wir dringend auf Spenden angewiesen“, sagt Petra Dombrowski. Auch Monika Schönemann ist auf der Suche nach Spenden. Die Leiterin der Regionalstelle des DRKs in Rathenow ist neben der Kleiderkammer auch fürs Büro und das Kursangebot zuständig.

„Wir suchen neben Kinderkleidung und Schuhen, dringend Herrengarderobe.“ Denn vieles, was von Männern abgegeben werde, sei verschlissen. „Damen kaufen eben öfter ein, da sind wir gut ausgestattet.“ Aufgrund der drei Flüchtlingsunterkünfte in der Stadt sind die Hauptabnehmer der Spenden derzeit Flüchtlinge. So würden besonders schmale Herrensachen bis maximal Größe L und auch lange Damenmäntel gesucht. „Die Sachen sollten aber noch tragbar sein“, erklärt Monika Schönemann. Täglich kämen über zwanzig Kunden, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Diese Beobachtung kann man auch in Falkensee bestätigen. „Die Bedürftigkeit ist gestiegen.“ Noch kämen jedoch nur wenige Flüchtlinge, trotzdem sind die Erfahrungen mit ihnen gut. „Wir versuchen zudem Vorbild zu sein und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“

Von Christin Schmidt und Ulrike Gawande

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