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Kleine Astronauten erobern das Stadtbad

Nauen Kleine Astronauten erobern das Stadtbad

Bereits im siebten Jahr veranstaltet der Verein Mikado das Sommercamp für Grundschüler im Nauener Stadtbad – dieses Mal unter dem Motto „Space-Camp“. Ein Besuch im Observatorium, Schwimm-,Bastel- und Fußballspaß sowie aufregende Nächte im Zelt werden den insgesamt 50 Kindern die Ferienzeit versüßen.

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Für eine Woche Zeltnachbarn – Adina (8 ) aus Brieselang, Pia (7 ), Luisa (10 ), Mia (10 ), Nele (9 ) und Lucas (10 ) aus Nauen (v.l.).

Quelle: Tanja M. Marotzke (4)

Nauen. Die letzten Heringe landen im Boden, Schlafsäcke, Isomatten und Rucksäcke werden in den Zelten verstaut. Die ersten Jungs haben sich schon auf der Street-Soccer-Anlage zusammengefunden und lassen den Fußball fliegen, eine Gruppe Mädchen holt sich noch letzte Tipps von Mama und Papa. Beim Start des zweiwöchigen Mikado-Ferienprogramms im Nauener Stadtbad unter dem Motto „Space-Camp“ herrschte am Montag ein aufgeregtes Durcheinander. Eine ganze Woche mit neuen Freunden, Schwimmspaß und Ausflügen liegt nun vor den Sechs- bis Zwölfjährigen. „Ich bin das erste Mal hier im Camp. Eine Woche ganz ohne Eltern darauf freue ich mich“, so die acht Jahre alte Adina aus Brieselang. „Ich kenne bisher eigentlich nur drei Klassenkameraden, aber mit meinen Zeltnachbarn habe ich schon gesprochen – die sind alle total nett“, sagt Adina, zieht den Kopf ein und klettert vorsichtig aus dem giftgrünen Vorzelt von Luisa und Nele.

7 Jahre Mikado-Sommercamp

Bereits im siebten Jahr veranstaltet der Verein Mikado das Sommercamp für Grundschüler in Nauen. „Nach Mittelalter, Fantasie und Cowboy haben wir uns in diesem Jahr Angebote rund um das Thema Weltraum überlegt. Am Dienstag machen wir mit der Gruppe zum Beispiel einen Ausflug in ein Berliner Observatorium“, sagte Hauptorganisator Benjamin Lindner. „Insgesamt betreuen wir rund 50 Kinder in zwei Durchgängen. Wir basteln gemeinsam, haben eine Hüpfburg aufgebaut und bieten in diesem Jahr sogar einen Graffiti-Workshop an“, so der 27-jährige Nauener, der gemeinsam mit seinem Team bereits im Januar mit der Planung begonnen hat. „Gestern haben wir dann mit Hilfe der Feuerwehr mit dem Aufbau begonnen. Die Zelte bringen sich die Kinder selber mit.“

Kleine Stammkunden

Rund 15 Betreuer sowie ehrenamtliche Helfer sorgen für Spannung, Spaß und Sicherheit im Nauener Feriencamp. „Jede Gruppe hat einen volljährigen Betreuer, dem außerdem ein minderjähriger Jugendleiter zur Seite steht“, sagt Anke Bienwald vom Mikado-Vorstand. „In den vergangenen Jahren haben wir sehr positive Reaktionen bekommen. Viele Kinder kommen schon seit Jahren immer wieder“, so Lindner. Einer der kleinen Stammkunden ist der 10 Jahre alte Lucas. „Ich bin das vierte Mal hier und kenne alles ganz genau. Die wechselnden Mottos und die Nächte im Zelt finde ich einfach toll“, so der Nauener. „Die Möglichkeit schwimmen zu gehen, gefällt mir aber am allerbesten“, so der Zehnjährige aufgeregt. „Das ist natürlich der große Vorteil hier am Standort, bedarf aber auch besonderen Vorsichtsmaßnahmen. Wir haben feste Schwimmzeiten, die wir je nach Laune der Kinder festlegen“, so Benjamin Lindner.

Baden nur unter Aufsicht

Unter Aufsicht ihrer Betreuer und der Bademeister können sich die Kinder gemeinsam mit den regulären Badegästen im kühlen Nass erfrischen. „Es gab noch nie Probleme mit den Badegästen. Viele Kinder, die tagsüber ins Schwimmbad gehen, freunden sich mit unseren Camp-Kindern an, dürfen auch mal in die Hüpfburg oder an Fußballturnieren teilnehmen – wir wollen da niemanden explizit ausschließen“, so Lindner. „Außerdem haben wir eine Fachfrau im Team, die den Kindern das Schwimmen beibringt und ihnen gleichzeitig die Prüfungen vom Seepferdchen bis hin zum goldenen Schwimmabzeichen abnehmen kann“, sagt der Organisator. „Das war einer der Hauptgründe, warum wir uns für das Camp entschieden haben – Schwimmen lernen in den Ferien und ganz ohne Druck “, so Katharina Jans, die gerade letzte Handgriffe an Sohn Martys Zelt vornimmt. „Ich halte das Ferienlager für eine perfekte Möglichkeit Gruppendynamik und Zusammenhalt zu lernen. Dass die Kinder mal eine ganze Woche unter sich und ohne Eltern sein können, finde ich toll, genauso wie das Space-Motto“, so die 32-Jährige aus Nauen weiter.

Der wohl jüngste Teilnehmer des Sommercamps ist der zehn Monate alte Johann. Mama Jacqueline Kilinc ist seit einigen Jahren Betreuerin im Nauener Ferienlager und hat ihren Nachwuchs gleich mitgebracht. „Im letzten Jahr war ich noch schwanger, dieses Jahr soll er gleich ans Camp gewöhnt werden. Es ist schön zu sehen, wie sich alle um ihn kümmern und er sich über die Gesellschaft freut“, so Kilinc.

Von Laura Sander

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