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Kleine Geister auf Beutezug

Westhavelland ist eigentlich keine Halloween-Hochburg Kleine Geister auf Beutezug

Kürbisse in Schaufenstern, Kostüme in den Prospekten der Supermärkte und süße Teilchen in den Auslagen der Bäckereien verkünden es: Halloween steht vor der Tür. Seit einigen Jahren gehört das Gruselfest vor allem für Kinder zum Höhepunkt der dunklen Jahreszeit. Eine Halloween-Party  gibt es am Samstag in der Rathenower Musikbrauerei.

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Diese kleinen Geister tobten am Dienstag fröhlich durch die Kita "Jenny Marx".

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Kein Wunder, schließlich geht es darum sich zu Verkleiden und Süßigkeiten zu erbeuten. Mittlerweile dürfte auch der Letzte Halloween-Muffel wissen, was zu tun ist, wenn ein kleiner „Süßes oder Saures?“ ausgesprochen wird. Irische Einwanderer brachten das Fest, das sie am Abend vor Allerheiligen feiern, mit in die neue Heimat Amerika. Dort ist es längst ein Massenspektakel das Groß und Klein begeistert. Allein in New York ziehen jährlich Tausende Zombies, Geister, Skelette und andere gruselige Gestalten die 6th Avenue entlang. In diesem Jahr bereits zum 40. Mal. Zu Beginn der 1990er Jahre schwappte die Halloween-Welle auch nach Europa. Kürbisse mit leuchtenden Augen gehören inzwischen auch im Havelland Ende Oktober zur ganz normalen Dekoration. Eine Hochburg für das Gruselfest ist die Region dennoch nicht. Nach wie vor haben hier die Karnevalsjecken die Oberhand wenn es ums Verkleiden geht. Wer trotzdem unbedingt in ein Teufelskostüm schlüpfen oder seine Mitmenschen als Halbtoter erschrecken möchte und feiern will, sollte entweder eine eigene Party veranstalten oder sich auf zu den wenigen öffentlichen Festen machen, die im Westhavelland geboten werden.

Eine Halloween-Party für Große gibt es zum Beispiel am Samstag in der Rathenower Musikbrauerei. Ob die Gäste tatsächlich verkleidet die Tanzfläche stürmen wird sich zeigen. Auch die Milower Feuerwehr lädt zum Gruseln ein. Morgen sind ab 17 Uhr auf dem Gelände der Feuerwehr sowie an der Gaststätte „Zur Scheune“ die Geister los. Auf dem schaurig hergerichteten Platz werden Hexensuppe, Bratwurst und Glühwein angeboten. Kinder sind eingeladen sich am Kürbiswettbewerb zu beteiligen. Der schönste Kürbis soll prämiert werden, egal ob mitgebracht oder vor Ort geschnitzt. Und wer es nicht geschafft hat, sich zu Hause gruselig zu schminken, kann sich auf dem Fest in einen Geist oder eine Hexe verwandeln lassen. Man munkelt, dass auch in diesem Jahr wieder finstere Gestalten durch Milow streifen.

Natürlich ist Halloween auch in den Kitas Thema, wenn auch längst nicht in allen. Während die einen aus pädagogischen Gründen gar nicht oder nur im kleinen Rahmen feiern, kommen in anderen Einrichtungen die Kinder sogar im Kostüm. Die Jungen und Mädchen der Kita „Jenny Marx“ feierten bereits gestern. Hexen, Skelette, leichenblasse Geister, Spinnen und Teufelchen tobten durchs Haus. Auf diesen Tag hatten sie sich schon lange gefreut, wie Erzieherin Jutta Puhlmann berichtet. Kürbisse wurden ausgehöhlt und mit Gesichtern verziert, Muffins gebacken und die Räume dekoriert. Am Vormittag lauschten die Kinder einem gruseligen Theaterstück, am Nachmittag kegelten sie mit Kürbissen.

Auch die Kinder der Kita „Neue Schleuse“ feiern Halloween. Sie werden sich heute im Turnraum treffen Hexentrank schlürfen, tanzen und sogar Glibber herstellen, wie Kita-Leiterin Martina Marquart verrät. Vor allem die Großen würden sich immer besonders auf dieses Ereignis freuen, wenngleich es natürlich nicht so groß wie Weihnachten oder Ostern gefeiert wird.

Von Christin Schmidt

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