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Kleiner Laden mit Ablaufdatum

Falkensee Kleiner Laden mit Ablaufdatum

Im Laden von Nina Ullrich und Ilka Buchholz ist jedes Stück einzigartig – gefertigt von Falkenseer Künstlern ganz im Zeichen des Netzwerkes „Made in Falkensee“. Doch der Laden, den die Frauen jetzt eröffneten, hat ein Ablaufdatum. In einem Jahr wird er voraussichtlich abgerissen.

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Ilka Buchholz und Nina Ullrich mit Besucherin Nina Quade (v.l.) bei der Eröffnung des neuen Ladens in der Bahnhofstraße.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Pastelltöne dominieren das kleine Geschäft in der Falkenseer Bahnhofstraße. Wohnaccessoires, Strickmode, Wolle und Garne in allen Farben und Ausführungen sind liebevoll in Szene gesetzt – fast wie im eigenen Zuhause.

Im Laden von Nina Ullrich und Ilka Buchholz ist jedes Stück einzigartig – gefertigt von Falkenseer Künstlern ganz im Zeichen des Netzwerkes „Made in Falkensee“. „Wir sind quasi die Projetleiter und probieren uns hier aus. Wir hatten immer den Wunsch einen eigenen Laden zu eröffnen, daher ist die Entscheidung schnell gefallen – auch wenn es nur für eine begrenzte Zeit ist“, so Nina Ullrich. Denn das Haus in der Bahnhofstraße 80 soll abgerissen werden. „Das dauert allerdings noch mindestens ein Jahr und daher haben sich Bürgermeister Heiko Müller und die Lokale Agenda, die derzeit Mieter des Objektes ist, dazu entschlossen, das Geschäft neu zu beleben“, sagt Nina Ullrich weiter, die bereits in ihrer frühesten Jugend mit dem Basteln anfing und vor sechs Jahren das Nähen für sich entdeckte. „Ich habe meine selbstgenähten Sachen anfangs übers Internet verkauft, war viel auf Märkten unterwegs und habe Kurse bei mir Zuhause gegeben“, so die 40-Jährige, die es sich auch im Laden vorzugsweise in dem großen Ohrensessel gemütlich macht und mit flinken Fingern die schönsten Stoffe vernäht.

Gleichgesinnte

Über die Handarbeit lernte sie auch Ilka Buchholz kennen, die sich mit ihrer Strickleidenschaft vor rund zwei Jahren auf die Suche nach Gleichgesinnten im Falkenseer Stadtgebiet begeben hat. „Ich stricke seit Mitte der 1980er-Jahre leidenschaftlich gerne und habe mein Hobby irgendwann zum Beruf gemacht. Ich habe Zuhause ein eigenes Atelier und die Wolle, die wir auch im Laden verkaufen, beziehe ich aus Bayern – verarbeitet wird sie allerdings in Italien“, so die Falkenseerin.

Häkelprosecco

Durch das seit 2014 bestehende Netzwerk „Made in Falkensee“ saßen die beiden Frauen immer öfter zusammen und entwickelten gemeinsame Projekte. So zum Beispiel die Veranstaltungsreihe „Häkelprosecco“, die vor zwei Jahren erstmals stattfand und weiterhin an einem Freitag im Monat mit rund zehn Teilnehmern veranstaltet wird – ab sofort in den neuen Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße. „Die Abende sind, genau wie unsere Strick- und Nähkurse, die jeweils zwei Mal in der Woche stattfinden, sehr gut nachgefragt. Wir haben wirklich viel Spaß und sitzen nicht selten bis in die Nacht zusammen und häkeln“, so Ilka Buchholz. Doch nicht nur eigene Produkte stellen die Falkenseerinnen in ihren Geschäftsräumen aus. „Jeder Künstler aus dem Netzwerk kann seine Werke zu uns in den Laden bringen. Daher gibt es hier von der Postkarte über Strickutensilien bis hin zu Gemälden so ziemlich alles“, so die 44-Jährige. „Kein Künstler hat sein eigenes Regal, wir präsentieren die bunte Palette bewusst durcheinander“, so Nina Ullrich.

Das Netzwerk

Mit einem Magazin fing es vor zwei Jahren an und entwickelte sich schnell zum Netzwerk „Made in Falkensee“, das Kreative aus der Gartenstadt zusammenbringt. Netzwerktreffen, kreative Zusammenkünfte und Events werden seither regelmäßig veranstaltet.

Im Netzwerk sind die Kategorien Handarbeiten, Schmuck, Holzbearbeitung, Illustrieren, Schreiben, Tanzen, Fotografieren, Design, Kochen, Filzen, kleine Manufakturen und der Bereich Unterhaltung mit Musikern vertreten.

„Bahnhof 80 – kleine Galerie auf Zeit“ heißt der kleine Laden mit Ablaufdatum, der bereits zur Eröffnung einen wahren Ansturm erlebte und das Falkenseer Zentrum zumindest für einige Zeit lang etwas bunter macht.

Von Laura Sander

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