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Kleintierschau in Falkensee

Kaninchen, Tauben, Hühner Kleintierschau in Falkensee

Insgesamt 323 Hühner, Tauben, Enten und Kaninchen waren bei der Schau des Kleintierzüchtervereins Falkensee am Wochenende zu sehen. Der Verein sucht dringend Züchternachwuchs.

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Züchter Karl-Heinz Arnholdt mit einem Hahn der Rasse Zwerg-New Hampshire.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Ein warmer Duft von frischem Heu und das Krähen diverser Hähne empfingen die Besucher im Haus des Kleintierzüchtervereins Falkensee, wo am Wochenende Hühner, Tauben und Enten zur Schau standen. Zu den kuscheligen Kaninchen zog es besonders die kleinen Gäste. Zufrieden zeigte sich Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Arnholdt: „Insgesamt stellen wir 323 Tiere aus. Unsere Züchter peilen natürlich hohe Bewertungen an für ihre Lieblinge.“ Dabei geht es zu wie in einer Schule bei der Zeugnisvergabe. V-Tiere gelten als vorzüglich, HV steht für hervorragend, SG für sehr gut und B bedeutet befriedigend. Die Preisrichter bewerten den Körperbau, die Schnäbel oder auch die Ausformung von Hahnenkämmen. Das detaillierte Punktesystem reicht bis 100. „Bei Kaninchen gab es höchstens mal 99 Punkte, bei Geflügel lag das Maximum bei 97 Punkten“, erzählte Arnholdt.

Der 70-Jährige ist begeisterter Züchter von Kindesbeinen an. „Mein Großvater hatte einen landwirtschaftlichen Betrieb, zu dem auch viele Tauben gehörten, die haben mich von klein auf interessiert“, so der gebürtige Mecklenburger. Neben Tauben züchtet er auf seinem Grundstück in Falkensee auch Hühner. Die aus den USA und Frankreich stammenden Rassen heißen Zwerg-New Hampshire und Zwerg-Marans. Prächtige Exemplare galt es in der Schau zu bewundern.

„Tierliebe ist das Wichtigste für einen Züchter, der hohe Standards anstrebt“, sagte Karl-Heinz Arnholdt. Der Verein tut sich freilich schwer, junge Leute für Aufzucht und Pflege von Kleintieren zu gewinnen: „Der Altersdurchschnitt bei unseren 33 Mitgliedern liegt knapp unter 70. Zwanzigjährige sitzen lieber am Computer oder beschäftigen sich mit ihrem Smartphone.“ Und noch ein Problem hat der Vorsitzende ausgemacht: „Ein Balkon reicht nicht, um die 15 bis 20 erforderlichen Tiere zum Züchten unterzubringen. Immer weniger Leute in Falkensee haben ausreichend große Grundstücke, um Hühner ins Freie zu lassen; von Enten, die mindestens einen Teich brauchen, ganz zu schweigen.“

Dann gibt es ja noch die lieben Nachbarn. „Die meisten gehen auf die Barrikaden, wenn ein Hahn frühmorgens nebenan sein Kikeriki erschallen lässt oder Tauben mal auf ihrem Dach landen“, seufzte Karl-Heinz Arnholdt.

Aber das muntere Krähen der Hähne im Vereinsheim am verträumten Gutspark störte keinen, auch wenn mal die Haustür offen stand. Anfang Januar wird es dort sehr ruhig zugehen, weil dann die 21. Rassetaubenschau stattfindet.

Von Hans-Peter Theurich

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