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Kleßen-Görne gibt Campingplatz am See auf

Urlaub im Westhavelland Kleßen-Görne gibt Campingplatz am See auf

Für den Campingplatz am Kleßener See ist die Zukunft ungewiss. Die Gemeinde gibt den Platz aus Kostengründen auf. Das endgültige Ende für den Platz muss damit noch nicht besiegelt sein. Gemeinde und Amt haben den Dauercampern vorgeschlagen, als Interessengemeinschaft oder Verein den Platz zu übernehmen.

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Für den Campingplatz am Kleßener See ist die Zukunft ungewiss. Die Gemeinde gibt den Platz aus Kostengründen auf und bietet ihn den Campern zur Übernahme an.

Quelle: Stein

Kleßen. So prekär war die Situation für den Freizeit- und Erholungsspaß am Kleßener See noch nie: Für den Campingplatz ist die Zukunft besonders ungewiss. Die derzeitige Ruhe vor der Saison trügt. Betreiber des Platz ist die Gemeinde, die jedes Jahr dazu zahlt. Etwa 20 Familien haben auf dem Platz einen Bungalow oder Campingwagen zu stehen und dafür einen Pachtvertrag mit der Gemeinde. Zudem können auf Platz mit Seebadestelle auch Erholungssuchende zelten. Die Zeiten, in denen der gesamte Platz voll war mit Zelten, liegt jedoch schon etliche Jahre zurück.

Für die Gemeinde ist der Platz ein Zuschussgeschäft. Oder wie Bürgermeistermeister Joachim Tessenow sagt: „Ein Fass ohne Boden“. Nun zieht die Gemeinde die Reißleine. Sie wird den Campingplatz aufgeben. Am Wochenende informierten der Bürgermeister, der Ortsvorsteher von Kleßen, Michael Austen, und der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann mit seinem Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel die Dauercamper über die Entscheidung der Gemeinde auf einer dafür eigens einberufenen Zusammenkunft.

Das endgültige Ende für den Platz muss damit noch nicht besiegelt sein. Gemeinde und Amt haben den Dauercampern auf der Zusammenkunft vorgeschlagen als Interessengemeinschaft oder Verein den Platz zu übernehmen. „Voraussetzung ist die Vorlage eines schlüssiges Konzeptes zur wirtschaftlichen Unterhaltung des Platzes“, erklärt der Bürgermeister die weitere Verfahrensweise. Das Konzept bedarf der Zustimmung durch die Gemeindevertretung, sagt Tessenow weiter.

Das Spielgerät könnte  zum Dorfplatz umgesetzt werden

Das Spielgerät könnte zum Dorfplatz umgesetzt werden.

Quelle: Stein

Zeit zum Überlegen, ob sie den Platz in Eigenregie übernehmen möchten, haben die Dauercamper bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung, die voraussichtlich im April stattfindet. Entschließen sich die Camper nicht zur Übernahme, wird die Gemeinde die Pachtverträge kündigen. Das Spielgerät von der Liegewiese vor der Badestelle würde die Gemeinde auf den Dorfplatz umsetzen lassen. Ob weiter am See gebadet werden könnte, ist noch unklar. Seeeigentümer sind die Ämter Rhinow und Friesack.

Der Campingplatz ist schon lange ein politischer Dauerbrenner. Jährlich steckt die Gemeinde mehrere Tausend Euro Zuschuss in den Platz. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sie über 200 000 Euro in Anlagen und zur Unterhaltung des Platzes investiert. Nun will und vor allem kann sie nicht mehr. Die Gemeinde steuert 2016 auf eine defizitäre Haushaltslage zu. Die finanzielle Lage zwingt Kleßen-Göre zu einem eisernen Sparkurs und dazu, sich ständiger Kosten für den Campingplatz zu entledigen. Mehrere Versuche den Platz einem privaten Betreiber zu übertragen, waren weder dauerhaft noch erfolgreich.

Von Norbert Stein

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