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Kleine Klimadetektive suchen Stromfresser

Aktionstag in Hohennauen Kleine Klimadetektive suchen Stromfresser

Am Anfang stand das Klimaschutzkonzept des Kreises Havelland. Inzwischen gibt es viele Aktionen und Ideen, die sich auf die Konzeptvorstellungen gründen. Dazu gehören Klimaaktionstage an Schulen. Am Freitag hatte dazu die Kleine Grundschule Hohennauen eingeladen. Hier sind Klimadetektive den Stromfressern auf der Spur.

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Kinder bauten beim Klimaaktionstag ein Insektenhotel.

Quelle: Foto: Stein

Hohennauen. Borke und trockenes Schilfrohr legt Jannes (10 Jahre) in das Holzgestell . Seine Mitschüler legen Stroh, Kieferäpfel und andere Naturmaterialien dazu. Die Schüler der Kleinen Grundschule haben am Freitag mit den Bau eines Insektenhotels begonnen, beim Klimaaktionstag auf dem Schulhof Auf dem Dach des Insektenhotels liegen Photovoltaikplatten als zukünftige natürliche Energiespender.

Schul- und Pilotprojekte

An Nachbarstand basteln Mädchen und und Jungen aus Keksdosen, Buntpapier und Müllabfällen kleine Musikinstrumente. „Das wird eine Meerestrommel“ , erklären Mädchen als sie Fischapplikationen auf den Boden der Keksdosen kleben und kleine bunte Kügelchen dazulegen. Neben einem Sägebock erläutern die Revierförster Jans Deparade und Frank Wilke wissbegierigen jungen Zuhörern, wie Bäume Kohlendioxid binden und für Sauerstoff sorgen. „Vom Sauerstoff eines Baumes können elf Menschen leben“, erfahren die Kinder von den Förstern.

Bei Enrico Voigt von der Agrargenossenschaft Gülpe mischen die Schüler Humus mit Sandboden. Humus ist besser als Dünger, weil er die Bodenstruktur lockert und wasserdurchlässiger macht, erzählt der Landwirts den Kindern. „Dem Humus gehört die Zukunft“, fügt Enrico Voigt hinzu und berichtet von einem gemeinsamen Pilotprojekt des Landkreises und der Agrargenossenschaft zur Herstellung von Humus aus Gas von Wiesen in Landschaftsschutzgebieten.

Florian Klitsche erläutert den Aufbau von Photovoltaikplatten

Florian Klitsche erläutert den Aufbau von Photovoltaikplatten.

Quelle: Foto: Norbert Stein

Insgesamt 10 solcher Aktionsstände sorgten gestern für Wissensvermittlung und rege Betriebsamkeit beim Klimaaktionstag auf dem Schulhof. Und weil so etwas auch Appetit schafft, gab es gleich zum Auftakt ein gesundes Frühstück mit viel Obst, Brot, Käse und Gemüse.

Die Kleine Grundschule Hohennauen gehört seit Ende 2015 zu den elf Schulen im Landkreis Havelland mit einem Energiesparprojekt. Lehrer und Schüler beschäftigten sich zunächst mit „Energiesparen und Umweltschutz“. Ein Netzwerk mit Unterstützern, Sponsoren und Helfern wurde aufgebaut. Acht Kinder aus der Jahrgangsstufe 3 und 4 mit ihrer Klassenlehrerin Petra Rechcygier wurden Klimadetektive. Ausgestattet mit einem Klimakoffer führten sie unterstützt von Helfern und Fachleuten im Schulgebäude Messungen zum Strom- und Wärmeverbrauch durch. Ende des Jahres soll die Gesamtauswertung vorliegen.

Revierförster Jens Desparade und Frank Wilke am Infostand „Klima und Holz“

Revierförster Jens Desparade und Frank Wilke am Infostand „Klima und Holz“

Quelle: Norbert Stein

Um Einsparpotenziale aufspüren zu können, wünschen sich Schüler und Lehrer nun in verschiedenen Stellen im Schulgebäude Zwischenzähler zum Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch. Wie sich die Schüler mit der Gesamtproblematik Klima beschäftigen zeigen auch Zeichnungen wie sie in der ganzen Schule zu sehen sind. Auch ein Klimamusical ist schon zur Aufführung in Vorbereitung.

Drei Säulen machen die Schule stark

„Kunst, Klima und Musik sind drei Säulen, die unsere Schule stark machen“, sagte gestern Schulleiterin Gabriele Voß beim Klimaaktionstag, zu dem auch Amtsdirektor Jens Aasmann und die Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Havelland, Johanna Hornig, gekommen waren. „So ein Tag stärkt bei den Kindern Umweltbewusstsein“, meinte Florian Klische vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen am Aktionsstand des Landkreises, wo er Kindern den Aufbau von Photovoltaikplatten erläuterte.

Enrico Voigt von der Agrargenossenschaft Gülpe bestimmt mit den Schülern Bodenproben

Enrico Voigt von der Agrargenossenschaft Gülpe bestimmt mit den Schülern Bodenproben.

Quelle: Norbert Stein

Von Norbert Stein

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