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Havelland Klinikum weiht Chirurgie-Praxis bei Diamed ein
Lokales Havelland Klinikum weiht Chirurgie-Praxis bei Diamed ein
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14:17 07.12.2017
Eckhard Trägenapp (in Weiß) bekommt ein Geschenk von Milena Schaeffer-Kurepkat, Chefin des Gesundheitszentrums. Links Roland Becker, Ärztlicher Direktor des Klinikums, daneben Bürgermeister Ralf Tebling. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Großes Ärztetreffen bei Diamed in Premnitz. Das Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel hatte eingeladen in die neue Chirurgie-Praxis, die in der ehemaligen Kita Kinderstadt eingerichtet wurde, die von der Diakonie Havelland saniert worden ist. Der Mittwochnachmittag war mit Bedacht gewählt. Das soll traditionell der Zeitraum sein, an dem niedergelassene Ärzte ihre Praxen geschlossen haben, um sich ausnahmsweise mal nicht ihren Patienten, sondern der Weiterbildung oder anderen wichtigen Dingen widmen zu können. Die Haus- und Fachärzte aus der Umgebung folgten also der Einladung nach Premnitz gern.

Die Chirurgie dort ist etwas Besonderes, weil sie eine von nur zwei Praxen überhaupt im ganzen Westhavelland ist, die zum Gesundheitszentrum Brandenburg gehören, das ein Tochterunternehmen des Städtischen Klinikums in der Havelstadt ist. Gisela Stiba, die über Jahrzehnte in Premnitz als Chirurgin in freier Niederlassung tätig war, hat mit der Vision, aus Altersgründen etwas kürzer zu treten, ihre Praxis an das Brandenburger Gesundheitszentrum verkauft. Nunmehr als Angestellte dort, arbeitet sie noch einen Tag pro Woche, nämlich am Donnerstag.

Gisela Stiba, die ihre Chirurgie-Praxis an das Gesundheitszentrum Brandenburg/Havel verkauft hat, arbeitet jetzt als Angestellte noch einen Tag pro Woche dort. Quelle: Bernd Geske

Für das Gesundheitszentrum Brandenburg ist im Sommer 2016 Eckhard Trägenapp in die Praxis mit eingetreten. Er ist Facharzt in Chirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie und beherrscht außerdem die Manualtherapie. Eckhard Trägenapp war früher in der Rathenower Klinik, war danach jahrzehntelang im Brandenburger Klinikum tätig und arbeitet nun Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag in der Premnitzer Praxis. Donnerstags wird er weiterhin im Brandenburger Klinikum operieren.

An dieser Stelle sieht Roland Becker, Ärztlicher Direktor des Klinikums und Chefarzt der Chirurgie und Orthopädie, Ansatzpunkte für eine neue Strategie in der Chirurgie. Die enge Verbindung, so erklärte er, ermögliche es, die Behandlung der Patienten in Klinik und Praxis besser einander anzugleichen. Gisela Stiba habe in ihrer Praxis ein extrem breites Spektrum an Behandlungen auf hohem Niveau angeboten, sagte Roland Becker. Die Facharzt-Aufteilung sei jetzt ganz anders. Die Schwerpunkte Orthopädie und Unfallchirurgie hier zu haben, sei für Premnitz sehr gut. Die nächste größere Praxis gebe es erst in Rathenow.

Die Premnitzer Chirurgie-Praxis

Im Jahr 1991 ging Gisela Stiba mit ihrer Chirurgie-Praxis als Ärztin in die freie Niederlassung.

Ihre Spezialität waren Darmspiegelungen, im Laufe der Zeit hat sie über 30 000 Untersuchung der Art gemacht.

Unsicherheit gab es, weil sie 2015 keine Räume im neuen Premnitzer Gesundheits- und Familienzentrum bekam.

Ihre Praxis übernahm schließlich das Gesundheitszentrum Brandenburg, eine Tochterfirma des Städtischen Klinikums der Havelstadt.

Am 1. Juli 2016 trat Eckhard Trägenapp in die Praxis mit ein.

Zum 1. Juli 2017 erfolgte der Umzug in das neue Diamed-Zentrum.

„Wir haben für die Premnitzer Praxis einen sehr harmonischen Übergang hinbekommen“, resümierte Milena Schaeffer-Kurepkat, die Geschäftsführerin des Gesundheitszentrums Brandenburg. Dessen Hauptstandort sei die Stadt Brandenburg, doch finde man es dort wichtig, auch in der Fläche hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Für die Ausstattung der Premnitzer Praxis habe das Gesundheitszentrum rund 500 000 Euro investiert. Solche Ausgaben müssten durch die Praxis wieder erwirtschaftet werden, so die Geschäftsführerin, für Premnitz sei das aber kein Problem.

Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) sagte, er könne gut leben damit, dass neben dem Gesundheitszentrum Premnitz, dessen zehnprozentiger Gesellschafter die Stadt sei, noch ein zweites kommunales Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in der Stadt Fuß gefasst hat. Das sei zwar „den Umständen geschuldet“ gewesen, damit deutete er an, dass Gisela Stiba keine Räume im neu gebauten Premnitzer Gesundheits- und Familienzentrum bekommen hat. Ohne das Engagement des Klinikums Brandenburg, das mit seiner Tochterfirma die Praxis schließlich übernahm, wäre es nicht zur Sanierung und neuen Nutzung der Kita Kinderstadt gekommen, fand der Bürgermeister: „Für Premnitz ist das eine sehr gute Lösung, das kann ich nur begrüßen.“

Von Bernd Geske

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