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Knapp 20 Raser in Falkensee

Falkensee Knapp 20 Raser in Falkensee

Messpunkte im Zuge des europaweiten 24-Stunden-Blitz-Marathons waren am Mittwoch die Finkenkruger und die Rotkehlchenstraße in Falkensee. Nur wenige Fahrer hielten sich nicht an vorgeschriebene Geschwindigkeit.

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Raser im Fadenkreuz

Polizeihauptkommissar Fred Burgdorf bedient das Lasermessgerät.

Quelle: Julian Stähle

Falkensee. „Endlich wird hier mal die Geschwindigkeit gemessen. Das könnte ruhig öfter passieren, denn die lange Gerade wird oft zur Raserstrecke“, sagt Heidi Jäffke. Sie wohnt in der Finkenkruger Straße/Ecke Schwarzburger Straße – und genau diesen Punkt haben sich die Polizisten Roland Schener und Fred Burgdorf als Standort für ihr Lasermessgerät ausgesucht.

Es ist einer von mehreren Standorten im Havelland im Zuge des europaweiten 24-Stunden-Blitz-Marathons, der am Mittwoch zum dritten Mal über die Bühne ging. Auch in Nauen, Ketzin/Havel, Brieselang und auf der B 5 in Höhe Wustermark hatte die Polizei Messpunkte eingerichtet oder Blitzerfahrzeuge aufgestellt. Außerdem beteiligten sich die Stadt Falkensee mii ihrem Blitzerauto und der Landkreis Havelland an der Aktion.

Obwohl noch Ferienzeit ist, herrscht in der Finkenkruger Straße zwischen kurz nach 6 und 9.30 Uhr reger Verkehr. Polizeihauptmeister Fred Burgdorf steht am Laser und richtet ihn in Richtung Bahnhof Finkenkrug. Ein weißer VW ist mit Tempo 60 statt der erlaubten 50 km/ unterwegs. Burgdorf gibt ein kurzes Zeichen an seinen Kollegen, der hebt die Kelle und winkt das Fahrzeug heraus. Abzüglich der Toleranzspanne von 3 km/h bleiben 7km/h zu schnell: 15 Euro sind fällig. Der Fahrer, ein Falkenseer, sieht es gelassen: „Obwohl ich jetzt erwischt wurde, finde ich solche Kontrollen okay. Ich bin kein Raser, aber 60 fahre ich hier immer“, gibt er zu.

Kaum hat Roland Schener dem Temposünder die Fahrzeugpapiere zurück gegeben, muss er schon den nächsten Pkw aus dem Verkehr ziehen. Diesmal erwischt es einen jungen Mann aus Falkensee mit einem grünen Audi: Tempo 65 steht an der Seite des Lasers.

Polizeihauptmeister Roland Schener im Gespräch mit einem Temposünder

Polizeihauptmeister Roland Schener im Gespräch mit einem Temposünder.

Quelle: Julian Stähle

„Das kostet Sie 25 Euro“ erklärt Polizeihauptmeister Schener, nachdem er dem Fahrer zuerst erklärt hat, was er falsch gemacht hat und warum heute an vielen Orten die Geschwindigkeit gemessen wird. „Ich ärgere mich einmal über die Geldstrafe und zweitens, weil ich jetzt noch mehr Zeit verliere, denn ich bin zu spät dran“, sagt Max Kollant. Dann erzählt er noch, dass er heute zum ersten Mal überhaupt in eine Polizeikontrolle gekommen ist und auch zum ersten Mal eine Strafe für zu schnelles Fahren zahlen muss.

Im Laufe der vielen Berufsjahre haben die beiden Revierpolizisten schon so manche Ausrede von Autofahrern gehört, wenn diese eine Temposünde begangen haben. „Sehr oft erzählen die etwas von einem dringenden Arztbesuch oder einem nötigen Toilettengang. Aber das alles hilft nicht“, sagt Fred Burgdorf. Aber die meisten würden ihren Fehler einsehen. Dass das nicht immer so sein muss, erleben die beiden Polizisten etwas später an ihrem zweiten Messpunkt in der Rotkehlchenstraße in Falkensee. Dort stoppen sie in einer 30er-Zone kurz nacheinander drei Frauen am Steuer, die mit 40 bis 50 km/h unterwegs sind. Eine regt sich total darüber auf, dass sie geblitzt wurde. weil sie doch „keine Zeit hat“ und es „doch andere Orte gäbe, an denen es sinnvoller wäre, zu messen.“ Am Ende der Vormittagseinsatzes in Falkensee schlagen knapp 20 Raser zu Buche.

Von Jens Wegener

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