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Havelland Königliches Fotoshooting im Schlosspark
Lokales Havelland Königliches Fotoshooting im Schlosspark
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16:46 21.03.2016
Luna, Jovana, Maria, Isabell und Antonia (v. l.) bereiteten sich in königlicher Garderobe auf das Fotoshooting vor  Quelle: Wolfgang Balzer
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Paretz

 Hübscher und attraktiver hätte der Anblick auch vor gut 200 Jahren im Park hinter dem Paretzer Schloss nicht sein können. Königin Luise und ihre Hofdamen nutzen die Frühlingssonne zu einem ungestörten Nachmittagsspaziergang unter den ersten blühenden Bäumen.

In königliche Garderobe waren am Sonnabend Mädchen vom Jugendtreff „Miteinander“ in der Nauener Karl-Thon-Straße geschlüpft. Zur brandenburgischen Frauenwoche hatten sie sich etwas ganz Spezielles ausgedacht. Sie wollten einmal erleben, wie es sich anfühlt, prächtige Kleider aus königlichen Zeiten zu tragen und dazu auch noch zeitgerecht gestylt zu werden.

Tanja Kock schminkte die Mädchen

Friedrich Wilhelm III., Gatte von Königin Luise, soll kein Freund von Schminke gewesen sein, die damals noch mit sittlicher Verdorbenheit in Verbindung gebracht wurde. Entsprechend zurückhaltend aber perfekt passend zur höfischen Garderobe und zum Typ der Trägerin hatte Tanja Kock, Friseurmeisterin und Visagistin aus Wustermark, die jungen Damen geschminkt und frisiert. Anschließend konnten die Mädchen mit viel Geduld und noch mehr Selbstbewusstsein das für sie angesagte Fotoshooting über sich ergehen lassen. „Wir machen jedes Jahr eine spezielle Veranstaltung zur Frauenwoche“, erzählte Yvonne Simon, die als Leiterin des Jugendtreffs mit den Mädchen nach Paretz gekommen war. Die Schlösserstiftung hätte ohne Einwände einem entsprechenden Antrag zugestimmt und auch die von Ketziner und Paretzer Frauen zur Ausstellung „Luise. Kleider der Königin“ genähten Kleider zur Verfügung gestellt. „Wir wollten sehen, wie man früher bei Hofe lebte und welche Garderobe man trug“, nannte Jovana Brünning (15) den Grund für ihre ungewöhnliche Verwandlung.

Vorbereitung ohne Spiegel

Zur damaligen Mode gehörten unter anderem die zu vielen nichtoffiziellen Anlässen getragenen Chemises, lange weiße Hemdkleider, oft bodenlang und schleppend. Eine Mode, die an die Anmut antiker Frauenkleidung anknüpfte. Vorbereitet hatten sich Jovana, Antonia, Maria, Luna und Isabell auf ihr persönliches Fotoshooting in der oberen Etage des Schlosses, allerdings ganz ohne Spiegel. „Alle Mädchen waren wenig später erstaunt, wie schön so ein professionelles Styling passend zur historischen Garderobe für sie sein kann“, fasste Yvonne Simon die Meinung zusammen und fügte gleich noch ein Lob hinzu: Dieser für alle eher ungewöhnliche Nachmittag sollte auch eine Anerkennung für die Mädchen sein. Sie besuchten regelmäßig den vom Humanistischen Freidenkerbund geleiteten Jugendtreff, seien bei allen Aktivitäten dabei und immer hilfsbereit.

„Ein wenig haben wir uns in Gesprächen auf die Verwandlung in die Hoheiten der Zeit um 1800 vorbereitet“, meinte Isabell. So durften sie sich alle für einige Stunden zurückversetzt in das königliche Landleben von Königin Luise fühlen, die hier in der Idylle der friedlichen Havellandschaft mit ihrer Familie alljährlich die Sommermonate fernab höfischer Etikette genoss.

Einen Einwand gab es vor dem Gruppenfoto doch noch. Die Füße sollten nicht zu sehen sein – die steckten in den ganz normalen Alltagsschuhen, die sonst unter der ansonsten königlichen Garderobe hervorgeguckt hätten.

Von Wolfgang Balzer

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