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Furioser Start für Neulinge in Brieselang

IBB und Grüne schafften es in die Gemeindevertretung Furioser Start für Neulinge in Brieselang

Jubel herrschte am Sonntag gegen 22 Uhr am Sportplatz Zeestow. Dort saßen die Mitglieder der Initiative für Bürgerinteressen und Bürgerbeteiligung (IBB) und verfolgten im Internet den Einlauf der Ergebnisse für die Gemeindevertretung Brieselang (GV). Nach zwei von elf Stimmbezirken lag die IBB bei 19,5 Prozent.

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Jubel bei den IBB-Mitgliedern in Brieselang.

Quelle: Andreas Kaatz

Brieselang. „Da hoffen wir mal, dass dies so bleibt“, meinte in dem Moment ein erfreuter Ralf Heimann, Vorsitzender der IBB, die sich erstmals um Sitze in der GV bewarb. Am Ende ist das Ergebnis in etwa so geblieben (18,9). „Wir sind sehr positiv überrascht“, so Heimann.

Dadurch, dass die IBB, aber auch die Grünen diesmal neu angetreten sind, haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Verluste musste unter anderem „Bürger für Brieselang“ (BFB) hinnehmen. Etwa zu dem Zeitpunkt, als am Sonntag in Zeestow der Jubel ausbrach, gab es bei den BFB-Mitgliedern erst einmal betretene Gesichter. Zwölf Prozent lautete die Zahl. „Wir hatten jedoch das Vertrauen, dass wir am Ende die Nase vorn haben werden“, sagte gestern BFB-Vorsitzender Christian Achilles. Am Schluss waren es 22,1 Prozent und fünf Sitze. „Wir wollten über 20 Prozent kommen und stärkste Fraktion werden. Das haben wir erreicht“, so Achilles. Man habe jedenfalls nicht damit gerechnet, dass man wieder auf 28,93 Prozent kommen wird, wie bei der letzten Wahl. „Das war uns von vornherein klar, da die Grünen neu angetreten sind.“ Achilles denkt, dass die verlorenen Stimmen dorthin gegangen sind, nicht an die IBB. „Wir sind den Grünen näher“, meinte er.

Grünen-Sprecher Christian Skorsky ist mehr als zufrieden über die auf Anhieb erreichten 9,9 Prozent. „Der Start von null auf 100 ist super. Ich bin froh, dass wir zwei Sitze bekommen haben“, sagte er. Dass es Bedarf an Grünen-Politik gibt in Brieselang, habe er im Vorfeld in vielen Gesprächen mit Bürgern erfahren. „Wir hatten eine große Resonanz auf unseren Wahlkampf“, sagte er – und glaubt, dass es mit den einzelnen Parteien in der neuen Gemeindevertretung zahlreiche Schnittmengen geben wird.

Noch größere Verluste als BFB musste die SPD einstecken. Sie kam nur auf 16,4 Prozent (2008: 24,68, vier Sitze). „Damit können wir leben. Ich bin trotzdem zufrieden“, sagt Norbert Jütterschenke. Und auch für die Linkspartei ging es abwärts. Sie kam diesmal nur auf zwei Sitze und zehn Prozent – etwa 6,5 Prozent weniger. Hingegen konnte sich die CDU als einzige der bisherigen Fraktionen steigern – von 17,47 auf 18,9 Prozent – und erhält vier Sitze. „Wir sind eigentlich sehr zufrieden“, kommentierte CDU-Vorsitzender Michael Koch das Ergebnis. Zudem freut er sich, dass er mit 1250 auch die meisten Stimmen aller Kandidaten erhalten hat. Michael Koch bedauert lediglich, dass es der NPD gelungen ist, mit einem Sitz ins Gemeindeparlament einzuziehen.

Für die Bredower und Zeestower da

Je drei Mitglieder in den Ortsbeiräten
Auch in den Brieselanger Ortsteilen Bredow und Zeestow wird es wieder Ortsbeiräte mit jeweils drei Mitgliedern geben, die sich der Sorgen und Themen in den Dörfern annehmen werden.
In Bredow wurden insgesamt 568 Stimmen für die drei Kandidaten auf der SPD-Liste angegebn. In Zeestow entfielen 331 Stimmen auf die Kandidaten der Initiative für Bürgerinteresse und Bürgerbeteilgung (IBB), 209 Stimmen auf die Kandidatin der SPD.

Bredow SPD: Christine Timner, Erhard Moebes, Friedhelm Cichowlas
Zeestow IBB: Michaela Belter, Stefan Backhaus; SPD: Marianne Schulze

Von Andreas Kaatz

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