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Kommunalwahl 2014 Union gewinnt in Dallgow
Lokales Havelland Kommunalwahl 2014 Union gewinnt in Dallgow
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20:15 26.05.2014
CDU im Glück: Sven Richter und Ralf Böttcher (v.l.) Quelle: Peter-Paul Weiler
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Dallgow-Döberitz

Die CDU ging mit 33,2 Prozent der abgegebenen Stimmen als deutlich stärkste Kraft aus der Abstimmung hervor. Die SPD landete mit 18 Prozent auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von den Grünen, die mit 17,7 Prozent ihr zweitbestes Ergebnis in Brandenburg einfuhren. Die Freie Wählergemeinschaft, bei der Wahl 2008 noch stärkste Kraft, landete nur auf Platz vier und büßte die Hälfte der Stimmen ein. Linke und BBD zogen mit acht und 6,2 Prozent der Stimmen ebenfalls in die Gemeindevertretung ein, für die FDP reichten 2,2 Prozent nicht. Die Liberalen sind damit in der Dallgower Ortspolitik nicht mehr vertreten.

Die Christdemokraten haben künftig sechs Sitze in der Gemeindevertretung inne und bilden die mit Abstand größte Fraktion. Parteichef Ralf Böttcher bedankte sich noch am Wahlabend bei seinen Mitgliedern. „Es freut mich, dass unsere sachliche und bürgernahe Politik anerkannt wurde“, so Böttcher. Der CDU sei mit diesem Ergebnis der klare Auftrag gegeben worden, Akzente bei der Gestaltung der Gemeinde zu setzen. „Das ist eine Verantwortung, die wir gern übernehmen.“

Die Grünen, die künftig zu dritt in der Gemeindevertretung sitzen, jubelten ebenfalls. Petra Budke, Dallgower Grünen-Größe und Landesvorsitzende ihrer Partei, kündigte an, den eingeschlagenen Weg „weiter energisch verfolgen“ zu wollen. Budke, die erst vor einem Jahr bei der Bürgermeisterwahl einen aufwändigen Personenwahlkampf geführt und damit ein ähnliches Ergebnis erzielt hatte, zog die meisten Stimmen für ihre Partei, obwohl sie nicht als Spitzenkandidatin aufgestellt war. Das gleiche Kunststück gelang Sven Richter für die CDU.

Grüne verdreifachen Ergebnis von 2008. Quelle: Peter-Paul Weiler

Bei der SPD wertet man es deshalb inzwischen als Fehler, den Ex-Bürgermeisterkandidaten Alexander Lamprecht nicht auf die Liste gesetzt zu haben. „Wir wollten mit offenen Karten spielen, aber in der Rückschau muss man eingestehen, dass wir mit ihm ein ganz anderes Ergebnis erzielt hätten“, sagte Ortsvereinschef Theo Hölscher.

Die großen Verlierer der Wahl sind die Freien Wähler. Statt bisher fünf haben sie künftig nur noch drei Sitze inne. „Das ist bedauerlich, aber ich habe einen Einbruch vorhergesehen“, sagt FWG-Sprecher Harald Wunderlich. Das Ausscheiden von Thomas Peters und Peter Weiß habe in Dallgow nicht kompensiert werden können. Womöglich bekommen die Freien Wähler aber noch Verstärkung. Hans-Peter Pförtner hat als einziges Mitglied des BBD den Sprung ins Gemeindeparlament geschafft und Gespräche über Fraktionsgemeinschaften in Aussicht gestellt.

Von Oliver Fischer

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