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Sozialdemokraten bei der Europawahl vorn

Bis Redaktionsschluss (21.15 Uhr) führte die SPD Sozialdemokraten bei der Europawahl vorn

Das Havelland hat gewählt, aber bis 21.15 Uhr, dem MAZ-Redaktionsschluss, gab es noch keine Endergebnisse. Immerhin waren da für die Europawahl bereits 204 von 205 Wahlbezirken ausgezählt. Zu diesem Zeitpunkt sah es klar nach einem Sieg für die SPD aus: 28,1 Prozent der Havelländer, die zur Abstimmung gingen, wählten die Partei.

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Quelle: Peter-Paul Weiler

Havelland. Die Sozialdemokraten setzten sich bis dahin an die Spitze und ließen den Gewinner der Wahlen von 2009 hinter sich. Damals lag die CDU in der Gunst der Havelländer Wähler bei der Europawahl am Ende mit 24,9Prozent vorne. Diesmal brachten es die Christdemokraten sogar auf 25,7 Prozent, schafften es aber dennoch bis 21.15 Uhr nur auf Rang 2 in der Wahlliste. Ihnen folgten die Linken, für die 15,7 Prozent stimmten (2009: 19,8 Prozent). Unbestritten punkten konnte die erstmals zur Europawahl angetretene Alternative für Deutschland (AfD). Die Euro skeptiker brachten es bis Redaktionsschluss auf 9,4 Prozent. Sie waren offenbar besonders stark im Osthavelland. Einen Spitzenwert für die AfD etwa wurde aus dem Ortsteil Zeestow vermeldet. Dort brachten es die Euro skeptiker auf 20 Prozent in der Wählergunst. Sie lagen kreisweit vor den Grünen, die bis Redaktionsschluss auf 7,5 Prozent kamen. Bei der letzten Europawahl hatten 10,7 Prozent für sie gestimmt. Die rechtsextreme NPD stand um 21.15 Uhr bei 2,7 Prozent, die FDP bei 2,5 Prozent (2009: 8,8Prozent).

Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl lag kreisweit mit 43,9 Prozent deutlich höher als vor fünf Jahren, damals gingen am Ende nur 29,6 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne. Die parallel ablaufende Kommunalwahl sorgte offensichtlich für mehr Menschen im Wahllokal.
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Bei der Kreistagswahl lagen bis zum Redaktionsschluss die Sozialdemokraten im Havelland vorn. Die SPD erreichte (Stand 21 Uhr) 26,2 Prozent. Knapp dahinter folgten die Christdemokraten mit 25,5Prozent. Die Linken kamen auf 19 Prozent der Stimmen. Viertstärkste Kraft im Landkreis Havelland war zu diesem Zeitpunkt Bündnis 90/Die Grünen mit 6,7 Prozent, gefolgt von der Alternative für Deutschland (AfD) mit 5,7 Prozent. Aus der letzten Kreistagswahl im September 2008 war die SPD als stärkste Partei (28,8 Prozent) hervorgegangen. Damals kam die CDU auf 22,3 Prozent, die Linken auf 21 Prozent. Die Freien Demokraten landeten 2008 bei 9,5 Prozent. Gestern hatten sie um 21 Uhr knapp 5 Prozent auf der Habenseite.

Auch das gab es am Wahlsonntag: Punkt 18 Uhr steckte eine Frau ihre Briefwahlunterlagen in den Briefkasten vor dem Rathaus in Falkensee. Gerade noch rechtzeitig, aber nur wenn sie Falkenseerin ist. „Wir hatten heute auch schon Briefwahlunterlagen für Rathenow und Dallgow dazwischen“, sagte Wahlleiter Sebastian Pioch. Die Dallgower Stimmen wurden kurzerhand in den Nachbarort gebracht, die Rathenower konnten nicht berücksichtigt werden.

Von Anke Fiebranz und Jens Wegener

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