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Union dominiert in Schönwalde

Christdemokraten büßen absolute Mehrheit ein Union dominiert in Schönwalde

Im Großen bleibt alles wie gehabt in Schönwalde. Die CDU hat bei der Kommunalwahl zwar leichte Verluste erlitten und die absolute Mehrheit eingebüßt, mit 46,2 Prozent liegen die Christdemokraten aber weiterhin deutlich vor allen anderen Parteien und stellen mit acht Sitzen in der Gemeindevertretung auch in den nächsten Jahren klar die stärkste Fraktion.

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Bürgermeister Bodo Oehme verfolgt gespannt die Auszählung der Stimmen.

Quelle: Oliver Fischer

Schönwalde-Glien. Zweite Kraft bleibt die SPD, die ihr Ergebnis von 2008 fast wieder erreichte und damit wieder fünf Sitze in der Gemeindevertretung innehat.

Veränderungen gibt es eher im Kleinen: Die Linken, bisher mit zwei Mann vertreten, haben 1,6Prozentpunkte verloren und büßen damit einen Sitz und ihren Fraktionsstatus ein. Das Forum Schönwalde-Glien, erst vor einem guten Jahr gegründet, hat 5,1 Prozent erreicht und zieht damit neu in die Gemeindevertretung ein, genau wie die NPD. Grüne und Familienpartei bleiben mit jeweils einem Sitz vertreten.

Schönwaldes Bürgermeister und CDU-Chef Bodo Oehme bewertete das Ergebnis gespalten. Zufrieden äußerte er sich über das Abschneiden seiner Partei im größten Ortsteil Siedlung, wo die Christdemokraten weit mehr als 50 Prozent der Stimmen einfuhren. Und Oehme sieht auch sein eigenes Ergebnis als Erfolg. Als Zugpferd der CDU sicherte er seiner Partei quasi im Alleingang die stabile Mehrheit. Die Wähler gaben ihm genauso viele Stimmen wie allen SPD-Kandidaten zusammen, nämlich 3594, obwohl Oehme sein Mandat als Verwaltungschef gar nicht antreten kann und wohl an Nachrücker Jochen Mundt abgeben wird. Getrübt sei seine Freude durch die niedrige Wahlbeteiligung, so Oehme. Die habe es ermöglicht, dass die rechtsextreme NPD erstmals in die Gemeindevertretung eingezogen ist.

Tatsächlich hing der Einzug der NPD, die 2,5 Prozent erreichte, von wenigen Stimmen ab. Genauso knapp verfehlte die Linke mit acht Prozent ihren zweiten Sitz. „Das ist natürlich niederschmetternd“, sagte der bisherige Linke-Fraktionschef Manfred Bittner, dessen politische Zukunft noch unklar ist. Denn Bittner hat für die Linken nur die zweitmeisten Stimmen hinter Ingeburg Behrendt erhalten. Behrendt hatte aber schon vor der Wahl angekündigt, ein mögliches Mandat aus Altersgründen nicht mehr anzunehmen. Die Entscheidung soll heute fallen.

SPD-Chefin Kathrin Düring äußerte sich gestern leidlich zufrieden. „Es ist ein erfreuliches Ergebnis, auch wenn ich mir noch mehr erhofft hätte“, sagte sie. Die SPD schnitt in den Dörfern stark ab, aus der Siedlung hingegen gelang keinem Kandidaten der Sprung in die Gemeindevertretung. „Ich bin aber froh, dass wir den fünften Sitz zurückgeholt haben, der durch den Austritt von Ines Zock in der vorigen Wahlperiode verloren gegangen war“, so Düring.

Froh ist man auch beim Forum Schönwalde-Glien. Für die Bürgerplattform wird künftig Wolfgang Wank in der Gemeindevertretung sitzen, das Forum zog außerdem in den Ortsbeirat von Schönwalde-Dorf ein. „Es ist ins Bewusstsein der Bürger gedrungen, dass sie bei uns eine Anlaufstelle haben, das freut uns. Die Menschen fühlen sich wahrgenommen. Wir haben seit unserer Gründung aktiv gearbeitet, aber jetzt in der Gemeindevertretung zu sitzen, ist natürlich noch einmal eine andere Sache“, so Wank.

Überrascht vom eigenen Ergebnis zeigte sich Knut Leitert. Leitert, der schon seit 2008 für die Familienpartei in der Gemeindevertretung saß, hatte am Wahlabend nach deutlichen Stimmeneinbußen seiner Partei den erneuten Einzug schon abgeschrieben. Erst mit dem Ergebnis des letzten Wahllokales stand fest, dass er es doch wieder geschafft hat.

Schönwalde bleibt geteilt

Im Westen dominiert die SPD die Ortsbeiräte, im Osten die CDU

Die Wahlen zu den sieben Schönwalder Ortsbeiräten haben die Trends der jüngsten Vergangenheit bestätigt: Die Dörfer im Westen bleiben sozialdemokratisch geprägt – in Perwenitz und Paaren hat die SPD sogar alle drei Sitze inne –, in Wansdorf, im Dorf und der Siedlung dagegen kommt niemand an der CDU vorbei. Die Position der Union im größten Ortsteil Siedlung wurde sogar noch gestärkt, im Ortsbeirat hat die CDU, was ihr in der Gemeindevertretung abhanden gekommen ist: eine absolute Mehrheit. Eindringen in die Phalanx der großen Parteien konnten nur drei Vertreter aus anderen Gruppierungen. In Pausin hat es die Familienpartei in den Ortsbeirat geschafft, im Dorf das Forum Schönwalde und in der Siedlung die Linke.

Grünefeld SPD: Olaf Radzik, Fred Scholz; CDU: Heinrich Johannsen

Paaren im Glien SPD: Christian Hartley, Siegfried Greger, André Barkowski

Perwenitz SPD: Jörg Meyer, Matthias Hecht, Elvira Breuer-Solbach

Pausin SPD: Bärbel Eitner; CDU: Sven Kraatz; Familie: Knut Leitert

Wansdorf CDU: Siegfried Spallek, Hans-Joachim Poetsch; SPD: Birgit Graubner

Schönwalde-Dorf CDU: Lothar Lüdtke, Regina Deutschländer; Forum SG: Wolfgang Wank

Schönwalde-Siedlung CDU: Uta Krieg-Oehme, Hans-Joachim Mund, Lothar Woidt, Susanne Kosche, Marian Krieg; SPD: Wolfgang Schulz, Angela Krys, Christian Schakau; Linke: Ingeburg Behrendt

Von Oliver Fischer

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