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Havelland Kompetenzzentrum besteht seit zehn Jahren
Lokales Havelland Kompetenzzentrum besteht seit zehn Jahren
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19:55 19.04.2016
Noch eine Auszeichnung. Ingeborg Höhnemann mit Albrecht Gerber bei der Auszeichnung „Demografieprojekt des Monats“. Quelle: Norbert Stein
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Rathenow

Gerade hat es wieder ein Qualitätssiegel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen gegeben. Für Ingeborg Höhnemann, Leiterin des Kompetenzzentrums für bürgerschaftliches Engagement, ein Zeichen der Wertschätzung. Im Januar 2011 bekam die havelländische Agentur für bürgerschaftliches Engagement im Land Brandenburg als erste Einrichtung das Qualitätssiegel. Das Qualitätssiegel 2016 wird im Juli übergeben. Dann liegt die Zehnjahresfeier bereits hinter dem Team um Ingeborg Höhnemann. Dazu trifft man sich auf dem Landgut Stober in Groß Behnitz.

Hervorgegangen ist das Kompetenzzentrum zum Jahresbeginn 2006 aus der Sozialen Regiestelle Havelland. Gemeinschaftlich organisiert mit anderen Freiwilligenagenturen in Brandenburg gründete man eine Landesarbeitsgemeinschaft. Die Soziale Regiestelle wiederum ging aus dem Seniorenbüro der Volkssolidarität Rathenow hervor.

Vorher Soziale Regiestelle

Seitdem hat sich viel verändert. Das Kompetenzzentrum zielt darauf ab, Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen und diese dafür auch zu trainieren. Das wurde mit so genannten Senior-Trainern bewerkstelligt. Die Freiwilligen engagierten sich in der Hausaufgabenhilfe, als „Leih-Großeltern“, als Krankenbegleitung und in vielen weiteren Feldern.

Zuletzt wurden Freiwillige des Kompetenzzentrums auch im Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge eingesetzt. Zudem begleiteten Helfer des Kompetenzzentrums Flüchtlinge bei den ersten Schritten in Deutschland. Die Ehrenamtlichen engagieren sich in mehr als 40 sozialen Tätigkeitsfeldern innerhalb des Landkreises Havelland. Beispiele sind auch der Besuchsdienst für Demenzerkrankte, der Kurs „Sicherheit im Alter” oder Kurse mit Entspannungsübungen für Kinder.

Freiwillige auch im Flüchtlingsunterricht eingesetzt

Welch hohen Stellenwert Freiwilligenarbeit mittlerweile in der Gesellschaft genießt macht nicht nur eine Aussage des ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck deutlich: „Jeder Bürgermeister, jede Bürgermeisterin und Gemeinde- oder Stadtverwaltung kann sich glücklich schätzen eine Freiwilligenagentur zu haben, und sollte sie gut pflegen.” Im Oktober 2006 freute man sich im Rathenower Kompetenzzentrum über den Otto-Mühlschlegel-Preis der Robert-Bosch-Stiftung. Eine Auszeichnung unter vielen. So gab es später auch die Urkunde „Demografieprojekt des Monats“.

Jedes Jahr im Herbst vergibt das Kompetenzzentrum mit einer Festveranstaltung neue Ehrenamtsausweise. Damit werden neue, Freiwillige offiziell mit Aufgaben betraut, die sie dann für die Gemeinschaft wahrnehmen. Und am Mittwoch wird gefeiert. Zehn Jahre ist das Kompetenzzentrum alt – und es ist erwachsen geworden.

Von Joachim Wilisch

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