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Kompetenzzentrum ohne Ingeborg Höhnemann

Rathenow Kompetenzzentrum ohne Ingeborg Höhnemann

Ingeborg Höhnemann, die Leiterin des Kompetenzzentrums Havelland – Agentur für bürgerschaftliches Engagement, hat am Donnerstag, dem 30. September, ihren letzten Arbeitstag. Zehn Jahre nach der Gründung des Kompetenzzentrums beendet sie aus gesundheitlichen Gründen ihre berufliche Tätigkeit und geht in Rente.

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Ingeborg Höhnemann verlässt das Kompetenzzentrum.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Viele ihrer Mitstreiter werden es sich noch gar nicht richtig vorstellen können – oder wollen, doch ist es trotzdem so: Ingeborg Höhnemann, die Gründerin und Leiterin des Kompetenzzentrums Havelland, bekannt als Agentur für bürgerschaftliches Engagement, hat am Donnerstag, dem 30. September, ihren letzten Arbeitstag. Im Alter von 63 Jahren geht sie in den Ruhestand. Das tut sie indes nicht von langer Hand geplant und schon gar nicht völlig freiwillig. Aus gesundheitlichen Gründen ist Ingeborg Höhemann gezwungen, die Tätigkeit aufzugeben, die sie in den letzten zehn Jahren mit der ganzen Kraft ihrer Persönlichkeit ausgefüllt hat.

Die große Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Kompetenzzentrums Havelland hatte sie im April gerade bestens über die Bühne gebracht, da wurde sie plötzlich krank. Erst seit wenigen Tagen kommt Ingeborg Höhnemann nun wieder in ihr Rathenower Büro. Das tut sie aber auch nur, um ihre Geschäfte zu ordnen, oder sie ist unterwegs, um sich zu verabschieden. Am 1. Oktober tritt sie ihr Rentnerdasein an und wird in Ruhe überlegen, was sie sich an ehrenamtlicher Arbeit noch zutrauen kann.

Leiterin des Kompetenzzentrums hat Erfolgsgeschichte geschrieben

Als Leiterin des Kompetenzzentrums Havelland hat sie von 2006 an eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die es im Landkreis so nicht noch einmal gibt. Unter ihrer Federführung ist ein Netzwerk entstanden, das hunderte ehrenamtlich tätige Menschen verbindet. Nicht selten sind durch das Kompetenzzentrum erst Interessierte motiviert und qualifiziert worden, um ehrenamtlich tätig zu werden. Mehr als 1000 Personen seien mittlerweile über die Kreisvolkshochschule für ehrenamtliche Tätigkeit qualifiziert worden, berichtet Ingeborg Höhnemann.

Das Kompetenzzentrum hat ein Handbuch für Ehrenamtliche im Landkreis herausgegeben, einen Informationskatalog für ältere Menschen ausgeteilt und regelmäßig Broschüren mit aktuellen Daten aus Städten, Ämtern und Gemeinden des Kreises erarbeitet. Eine der ersten Aktivitäten war der Einsatz von ehrenamtlichen Alltagsbegleitern für pflegebedürftige oder einsame ältere Menschen. Breiten Raum nahmen die Qualifizierung und der Einsatz von nicht mehr berufstätigen Menschen zu Seniortrainern ein. Eines der jüngsten Projekte des Kompetenzzentrums ist die Werbung und der Einsatz von ehrenamtlichen Paten für Flüchtlinge.

Gegründet im Jahr 2006

Gegründet wurde das Kompetenzzentrum Havelland 2006.

Es ist eine Agentur für bürgerschaftliches Engagement, das eine Anlaufstelle sein soll für Interessierte aller Altersgruppen, die ehrenamtlich tätig sein wollen.

Entstanden ist es aus der Sozialen Regiestelle des Landkreises Havelland.

Das Kompetenzzentrum Havelland war ein Mitbegründer der Landesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen im Land Brandenburg (Lagfa).

Für sein Wirken hat das Kompetenzzentrum eine stattliche Reihe von Auszeichnungen erhalten. Die wohl wichtigste war 2011 die Ehrung als Ausgewählter Ort im Leistungsvergleich „Deutschland, Land der Ideen“. Im gleichen Jahr hatte das Netzwerk auch erstmalig das Qualitätssiegel für Freiwilligenagenturen im Land Brandenburg bekommen, das nur von deren Bundesarbeitsgemeinschaft vergeben wird. Erst kürzlich bekam das Kompetenzzentrum die Verlängerung dieses Qualitätssiegels bestätigt. Es gilt bis 2020.

Träger des Kompetenzzentrums ist das Wohn- und Pflegezentrum (WPZ) Havelland als Mitglied der Havelland - Kliniken - Unternehmensgruppe. Wie zu erfahren war, arbeitet man dort daran, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Ingeborg Höhnemann zu finden. Eine offizielle Aussage dazu, wie es weitergehen soll, war dort bislang nicht zu bekommen.

Von Bernd Geske

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