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Havelland Kompletter Umbau ist zehn Jahre her
Lokales Havelland Kompletter Umbau ist zehn Jahre her
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19:50 13.06.2016
Monika Marquardt (2.v.r.) und Anke Usitzki mit Bewohnern auf der nagelneuen Terrasse des Seniorenzentrums. Quelle: Andreas Kaatz
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Nauen

Die ersten Tage nach der Wiedereröffnung 2006 waren sehr turbulent. Die ersten vier Bewohner im Haus Dammstraße des ASB-Seniorenzentrums Nauen verteilten sich auf alle vier Etagen. Da war volle Konzentration für das ebenfalls neue Pflegepersonal gefragt. „Wir hatten immer Angst, einen zu vergessen. Aber wir wollten auch, dass die Leute ihr Zimmer selbst aussuchen können, schließlich sollte es ja ihr neues Zuhause sein“, erinnert sich Pflegedienstleisterin Anke Usitzki an die schrittweise Belegung des Hauses.

Am Mittwoch wird nun zehn Jahre danach mit einem Fest für die Bewohner das Jubiläum im Garten gefeiert. Dabei besteht das Haus sogar schon 30 Jahre, war 1986 als Pflegeheim mit 100 Plätzen eröffnet worden – damals das modernste im Umkreis. 1998 übernahm der Arbeitersamariterbund (ASB) die Einrichtung. Das Problem: Das Gebäude entsprach nicht der Heimmindestbauverordnung. Als das Haus Jüdenstraße errichtet worden war, zogen deshalb die verbliebenen 63 Bewohner 2005 dorthin. „Wir fingen dann an zu sanieren und haben das Haus im Oktober 2006 mit 53 Plätzen neu eröffnet“, sagt Monika Marquardt, Leiterin des ASB-Seniorenzentrums Nau-en. So wurde alles umgekrempelt. Aus den Dreibett-Zimmer wurden Ein- und Zweibettzimmer. Die Sanitärbereiche waren völlig neu, der Fahrstuhl reichte jetzt bis zum Keller. Statt der Balkone entstanden Erker. Kein Geringerer als Ministerpräsident Matthias Platzeck kam damals zu Eröffnung des umgebauten Hauses.

Unter denen, die gleich zu Anfang ins neue Haus einzogen, waren auch Christel und Ulrich Traska aus Zeestow. „Wir gehören schon zum Inventar“, sagt sie lachend, hatte sich damals ein Zimmer in der zweiten Etage zur Straße hin ausgesucht. „Da sieht man immer, wer kommt und wer geht.“ Das Ehepaar hat gerade erst im vergangenen Jahr seine goldene Hochzeit gefeiert. Und Christel Traska erweist sich zudem als echter Fußball-Fan. „Am EM-Abend werden wir alle gemeinsam schauen“, sagt die Frau, die gemeinsam mit ihrem Mann jahrzehntelang als Melkerin gearbeitet hat. „Es war von Anfang an sehr schön hier, ich möchte gar nicht mehr woanders hin.“ Gerne löst sie Rätsel.

Christel Traska gehört auch zu den Bewohnern, die gerne auf den im März fertiggestellten neuen Terrassen sitzen. „Es ist ein sehr beliebter Platz, man kann von hier aus alles überblicken, ohne sich in den Garten begeben zu müssen,“ sagt Monika Marquardt.

Die Terrassen und die dazu gehörige Rampe sind vorläufig das letzte Bauprojekt. „Man kann sagen, dass wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich gebaut und uns entwickelt haben“, sagt die Leiterin. So entstand 2013 der neue, viel größere Verbinder zwischen dem Pflegehaus und dem Altbau, der ursprünglich gar nicht eingeplant war. Dadurch verfügt das Haus jetzt über einen Raum zum Feiern. Im Altbau, der früher zum Heim gehörte, wird heute betreutes Wohnen angeboten. „Wir haben mittlerweile ein großes Spektrum an Einrichtungen und können für die meisten Bedürfnisse ein Angebot machen“, sagt Monika Marquardt.

Von Andreas Kaatz

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