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Kompromiss bei der Hundesteuer

Nennhausen Kompromiss bei der Hundesteuer

Die Hundesteuer ist eine der wenigen Geldquellen, die eine Gemeinde direkt anzapfen kann. Vielleicht wird gerade deswegen so gerne über das Thema gestritten. In Nennhausen steht am Ende der Hundesteuerdebatte ein Kompromiss.

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Drei Hunde kosten in Nennhausen 200 Euro.

Quelle: coldwaterman - Fotolia

Nennhausen. Steuerlich betrachtet gewinnen Hunde in der Gemeinde Nennhausen an Wert. Die Gemeindevertreter von Nennhausen haben nämlich am Donnerstagabend eine neue Hundesteuersatzung für die Gemeinde beschlossen. Die Satzung regelt auch die Steuersätze neu und diese haben sich gegenüber der bisher geltenden Festlegung erhöht.

Besitzer eines Hundes zahlen nunmehr 30 Euro für ihren vierbeinigen Liebling, statt bisher 24 Euro. Die Steuer für den zweiten Hund erhöht sich dem Beschluss zufolge von 60 auf 70 Euro. Für den dritten und jeden weiteren Hund haben die Besitzer nunmehr jährlich 100 Euro an die Gemeinde zu entrichten, bisher waren dafür 72 Euro fällig.

Beschlossen wurde die Hundesteuersatzung von den Abgeordneten einstimmig. Allerdings haben sie über die Vorlage schon ein zweites Mal beraten. Auf ihrer Sitzung im April hatten die Gemeindevertreter den von der Verwaltungsentwurf vorgelegten Satzungsentwurf abgelehnt. Dieser sah eine Erhöhung der Steuer für den ersten Hund auf 40 Euro vor.

Die bisher gültige Satzung sei bereits aus dem Jahr 2004, sagte Amtsdirektorin Ilka Lenke in der April- Sitzung. Einkommen, Kosten und Preise hätten sich in den letzten 13 Jahren entwickelt, hatte sie damals ihren 40 Euro-Vorschlag begründet. Die Steuer für den ersten Hund von 24 auf 40 Euro anzuheben erschien den Abgeordneten als unverhältnismäßig hoch und sie lehnten ab.

Stattdessen schlugen sie die nun im zweiten Anlauf beschlossenen 30 Euro als Kompromiss vor. Damit setzten die Abgeordneten von Nennhausen gleichzeitig ein Signal für andere Gemeinde im Amt Nennhausen. Märkisch Luch und Stechow-Ferchesar folgten Nennhausen und beschossen eine neue Hundesteuersatzung mit den gleichen Beträgen.

Lediglich die Gemeinde Kotzen blieb mit ihrer Beschlussfassung für den ersten Hund noch unter 30 Euro. Insgesamt ist Ilka Lenke ihrem Ziel, Hundesteuern in gleicher Höhe in allen Gemeinden des Amtes zu erheben, ein gutes Stück näher gekommen. In Kotzen werde die Gemeindevertretung 2018 die Hundesteuersatzung erneut behandeln, kündigte die Amtsdirektorin in Nennhausen schon einmal an.

Von Norbert Stein

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