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Kompromiss für Eisenbahnersiedlung

Elstal Kompromiss für Eisenbahnersiedlung

Die Wustermarker Gemeindevertreter stimmten in einer Sondersitzung der abgespeckten Bebauungsvariante für die Eisenbahnersiedlung zu. Danach sollen weniger Häuser gebaut werden und mehr Gärten erhalten bleiben.

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Die Einwohner von Elstal sehen die geplante Bebauung kritisch.

Quelle: Jens Wegener

Elstal. Mehrheitlich stimmten die Gemeindevertreter am Montagabend der weiteren Bebauung der Eisenbahnersiedlung Elstal mit vier Mehrfamilienhäusern zu. Zur ursprünglichen Planung mit 13 Häuser gab es bereits in vorherigen Sitzungen und seitens der Bürger viel Diskussionsbedarf, vor allem die Einwohner der Siedlung befürchteten, durch die zunehmende Bebauung mehr und mehr Grünflächen im Ort zu verlieren. Am Montag waren die Abgeordneten zu einer Sondersitzung zusammengekommen.

In der aktuellen Planung sind nun drei Mehrfamilienhäuser in der Puschkinstraße/Ecke Schulstraße und ein Mehrfamilienhaus im Kiefernweg vorgesehen. Seitens der Gemeindevertretung ist das Bauvorhaben eine beschlossene Sache, doch das Aussehen der neuen Häuser gab zu bedenken. „Der Standort ist ok, aber die Entwürfe gefallen mir nicht. Die Dachform passt zum Beispiel nicht zu den anderen Häusern“, äußerte sich Reiner Kühn (CDU) zu den doch sehr modern wirkenden Bauten.

In der Absprache über erste Pläne im Jahr 2013, zwischen der Denkmalschutzbehörde und der Deutschen Wohnen, soll man sich darauf geeinigt haben, einen Bruch zum Alten schaffen zu wollen. Es wurde jedoch am Montagabend in der Gemeindevertretersitzung bezweifelt, dass eine Abstimmung zu den aktuellen Plänen stattfand. „Bei der Planung der Oberschule lief es ähnlich und es gab die gleichen Bedenken“, monierte Matthias Kunze (SPD), Ortsvorsteher in Elstal. „Es ist anzunehmen, dass diese moderne Variante zwischen den Altbauten vom Landkreis so genehmigt wird.“ Die Gemeindevertreter räumten ein, sich bei der Thematik weniger auf die Gestaltung und mehr auf die generelle Planung konzentriert zu haben.

Einig waren sich jedoch alle, als es um die Bebauung der Gärten in der Puschkinstraße/Schulstraße ging. „Hier wäre ein weiteres Gespräch mit der Deutschen Wohnen nicht verkehrt. Wir sollten uns die Gestaltungsmöglichkeiten offen halten. Nicht jeder will einen großen Garten, vielleicht könnte man kleinere Parzellen für Mieter anbieten oder über einen Spielplatz nachdenken,“ sagte Elke Schiller (WWG). Bereits im Vorfeld gab es hierzu viel Kritik, da man eine Bebauung der Grünanlagen durch die Deutsche Wohnen befürchtet. Die Gemeindevertretung möchte ebenfalls die Planung der Gärten offen halten.

Matthias Kunze (SPD) brachte es dann in der Abstimmung über die Ausnahme der Veränderungssperre für das Bauvorhaben auf den Punkt: „Der Gartencharakter Elstals wird durch die Häuser nicht zerstört. Ich bin für den Kompromiss mit den vier Mehrfamilienhäusern, es soll jedoch keine Bebauung der Gartenanlagen stattfinden.“

Die Verdichtung soll „behutsam und der hohen architektonischen Qualität der Siedlung entsprechend“, hatte Unternehmenssprecher Julian Pinnig von Deutsche Wohnen im Frühjahr gegenüber der MAZ erklärt. Die Bebauungspläne waren vom Ortsbeirat grundsätzlich abgelehnt worden. Nun haben sich die Gemeindevertreter auf einen Kompromiss geeinigt. Am Mittwoch muss die Gemeinde eine Stellungnahme zu dem Projekt beim Landkreis abgeben.

Von Vanessa Mehwitz

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