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Havelland Konzept mit Wohnungen und Tagespflege
Lokales Havelland Konzept mit Wohnungen und Tagespflege
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15:37 02.07.2015
Neben stationären Pflegeplätzen im Ketziner Seniorenzentrum soll es künftig in der Stadt mehr Angebote für die ambulante Pflege geben. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Der Pflegebedarf in Ketzin Havel wird steigen. Davon ist auszugehen, wenn man die statistischen Zahlen betrachtet. Bereits jetzt ist etwa jeder vierte der rund 6 400 Einwohner der Stadt und der Ortsteile 65 Jahre und älter. Nach der erwarteten Entwicklung in der Bundesrepublik wird diese Altersgruppe bis zum Jahre 2030 um 33 Prozent ansteigen. Nach der Statistik über die Altersstruktur ist davon auszugehen, dass in der Havelstadt heute 125 Menschen an Demenz erkrankt sind. In 15 Jahren könnten es 268 sein. Derzeit gibt es in Ketzin zwar eine ganze Reihe sozialer Angebote für ältere Bürger, aber eine Tagespflege, eine Wohngemeinschaft für Demenz, niedrigschwellige Betreuungs-und Entlastungsangebote sowie ein ambulanter Pflegedienst sind in Ketzin/Havel nicht angesiedelt, ergab eine Marktanalyse, die der Geschäftsführer des Gemeinschaftswerkes Wohnen und Pflege GmbH, Werner Futterlieb in der jüngsten Sozialausschusssitzung vorstellte. Futterlieb unterbreitete engsprechend konkrete Vorschläge mit einem „Ambulanten Angebotssystem der Altenhilfe in Ketzin/Havel“.

„Mein Prinzip ist es, dass ambulante Betreuung vor stationärer geht“, sagte er und schlug vor, in Ketzin/Havel einen zentralen Ort für ältere Menschen anzubieten, an dem es ein Betreutes Wohnen mit etwa 20 Wohnungen, niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote und zehn Plätze in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz mit ambulanter Pflege und Betreuung gibt. Auch eine Einrichtung zur Tagespflege mit zwölf Plätzen und eine Sozialstation beziehungsweise einen ambulanten Pflegedienst sieht der Vorschlag vor. Das vorgelegte Konzept für die Organisation der einzelnen Vorhaben geht schon sehr weit ins Detail. Das Hauptproblem sei, dass gegenwärtig in Ketzin/Havel keine geeignete zentral gelegene Immobilie oder ein Grundstück zur Verfügung stehen, bedauerte Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Die Vorschläge des Gemeinschaftswerkes entsprächen dem abzusehenden Bedarf. Er sagte seitens der Stadt volle Unterstützung bei der Schaffung entsprechender ambulanter Angebote durch das Gemeinschaftswerk zu. Es würde bereits nach geeigneten Flächen gesucht, sagte er. Auch die Vorsitzende des Seniorenrates, Thea Hoedt, sprach sich für das vorgestellte Projekt aus und sagte die Mitwirkung durch den Seniorenrat zu.

Im Sozialausschuss wurden die Vorschläge für das auf die Situation der Stadt zugeschnittene ambulantes Angebot der Altenhilfe sehr positiv bewertet, wohl wissend, dass bei den gegenwärtigen städtischen Voraussetzungen noch einige Zeit von diesen ersten Gedanken bis zur konkreten Hilfe der älteren Mitbürger mit den konzipierten Angeboten vergehen wird.

Von Wolfgang Balzer

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