Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Korrespondent liest in der Villa
Lokales Havelland Korrespondent liest in der Villa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:43 18.10.2017
Robin Alexander stellt in Premnitz sein jüngstes Buch vor. Quelle: Bernd Gartenschläger
Premnitz

Anfang Oktober war Stefan Behrens, Inhaber der Villa am See in Premnitz, Gast einer lebhaften Debatte in Potsdam. Bei der Tafelrunde Sanssouci, einer vom Brandenburgischen Literaturbüro organisierten Veranstaltungsreihe, diskutierten die Journalisten Stefan Aust, Martina Fietz und Robin Alexander über ein viel diskutiertes Buch des Letzteren.

„Die Getriebenen. Über Macht und Ohnmacht der Politik“ lautete der Titel des Werkes, in dem der Korrespondent der Tageszeitung „Die Welt“ jene Vorgänge im Politbetrieb nacherzählt, die in der Nacht vom 4. zum 5. September 2015 zur plötzlichen Grenzöffnung geführt haben. Minutiös recherchierte er, wie Ungarns Präsident Orbán die Sache eskalieren ließ, warum Horst Seehofer nicht ans Telefon ging, als Angela Merkel ihn konsultieren wollte, und warum die Kanzlerin durch die Bilder des Flüchtlingselends gerade besonders weich gestimmt war.

Nach der Debatte kam Stefan Behrens ins Gespräch mit Robin Alexander. Und war so angetan von dem Mann, dass er ihn unbedingt für einer Gesprächsrunde in der Villa am See gewinnen wollte. Das Brandenburgische Literaturbüro, mit dem Behrens im Rahmen der Literaturgespräche schon seit Längerem eng und gut zusammenarbeitet, erfüllte den Wunsch. Am Freitag wird Robin Alexander in Premnitz das besagte Buch vorstellen und in einer Gesprächsrunde Fragen zur aktuellen politischen Entwicklung in Deutschland beantworten.

Robin Alexander blickt als Journalist seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes. Seit 2008 verfolgt der 1975 Geborene als Hauptstadtkorrespondent die Politik Angela Merkels aus der Nähe. Er rekonstruiert in seinem Buch, das auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei basiert, die Schlüsselentscheidungen, die in den zum geflügelten Wort gewordenen Satz der Kanzlerin mündeten: „Wir schaffen das“.

Im Fokus des Berichts stehen jene 180 Tage, die Deutschland verändert haben: die Grenzöffnung für Flüchtlinge im September 2015 war der Beginn eines dramatischen Kapitels deutscher Geschichte, das noch nicht beendet ist. Robin Alexander beschreibt, wie es zu den folgenreichen Entscheidungen gekommen ist, was diskutiert, verworfen, unterlassen wurde. „Das Buch ist geschrieben, wie man sich Journalismus wünscht – hintergründig, sachlich, kenntnisreich, nicht ausweichend, unvoreingenommen, es hat beste Chancen in künftige Geschichtsbücher einzugehen“, hieß es in einer Rezension der französischen Tageszeitung „Le Figaro“.

Die Veranstaltung mit Robin Alexander am Freitag in der Villa am See beginnt um 19.30 Uhr. Karten können telefonisch bestellt werden unter 0 33 86 / 21 39 680 oder online unter behrens@kunsthaus-premnitz.de. Außerdem werden Tickets verkauft im Buch- und Musikpavillon in der Gerhard-Hauptmann-Straße 4 in 14727 Premnitz oder in der Buchhandlung Tieke, Berliner Straße 4, in Rathenow.

Von Markus Kniebeler

Das Gebäude in der Lindenallee in Wachow will die Stadt Nauen ab Ende Oktober sanieren lassen. Patienten werden derweil mit einem Shuttlebus von Wachow nach Groß Behnitz gefahren.

18.10.2017

Der Falkenseer Fotograf Thomas Düsterhöft hat Kindern an fünf Orten in Deutschland eine Kamera in die Hand gedrückt und sie gebeten, ihre Heimatstadt zu fotografieren. Das Ergebnis der Fotosafari ist jetzt in der Volkshochschule in Falkensee zu sehen.

21.10.2017

Im Ernstfall muss es schnell gehen und jeder Handgriff sitzen: Kameraden der Brieselanger Feuerwehr haben am Dienstag wieder den Einsatz bei Verkehrsunfällen geübt und Unfallautos mit Schere und Spreizer zerlegt. Auf dem Gelände der Autoverwertung Zeestow standen dazu mehrere Fahrzeuge zur Verfügung.

18.10.2017