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Korrespondent liest in der Villa

Premnitz Korrespondent liest in der Villa

Robin Alexander, der Hauptstadtkorrespondent der Tageszeitung „Die Welt“, kommt am Freitag in die Premnitzer Villa am See. Dort wird er sein neues Buch „Die Getriebenen. Über Macht und Ohnmacht der Politik“ vorstellen und mit den Gästen über die jüngste politische Entwicklung im Land diskutieren.

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Robin Alexander stellt in Premnitz sein jüngstes Buch vor.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Premnitz. Anfang Oktober war Stefan Behrens, Inhaber der Villa am See in Premnitz, Gast einer lebhaften Debatte in Potsdam. Bei der Tafelrunde Sanssouci, einer vom Brandenburgischen Literaturbüro organisierten Veranstaltungsreihe, diskutierten die Journalisten Stefan Aust, Martina Fietz und Robin Alexander über ein viel diskutiertes Buch des Letzteren.

„Die Getriebenen. Über Macht und Ohnmacht der Politik“ lautete der Titel des Werkes, in dem der Korrespondent der Tageszeitung „Die Welt“ jene Vorgänge im Politbetrieb nacherzählt, die in der Nacht vom 4. zum 5. September 2015 zur plötzlichen Grenzöffnung geführt haben. Minutiös recherchierte er, wie Ungarns Präsident Orbán die Sache eskalieren ließ, warum Horst Seehofer nicht ans Telefon ging, als Angela Merkel ihn konsultieren wollte, und warum die Kanzlerin durch die Bilder des Flüchtlingselends gerade besonders weich gestimmt war.

Nach der Debatte kam Stefan Behrens ins Gespräch mit Robin Alexander. Und war so angetan von dem Mann, dass er ihn unbedingt für einer Gesprächsrunde in der Villa am See gewinnen wollte. Das Brandenburgische Literaturbüro, mit dem Behrens im Rahmen der Literaturgespräche schon seit Längerem eng und gut zusammenarbeitet, erfüllte den Wunsch. Am Freitag wird Robin Alexander in Premnitz das besagte Buch vorstellen und in einer Gesprächsrunde Fragen zur aktuellen politischen Entwicklung in Deutschland beantworten.

Robin Alexander blickt als Journalist seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes. Seit 2008 verfolgt der 1975 Geborene als Hauptstadtkorrespondent die Politik Angela Merkels aus der Nähe. Er rekonstruiert in seinem Buch, das auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei basiert, die Schlüsselentscheidungen, die in den zum geflügelten Wort gewordenen Satz der Kanzlerin mündeten: „Wir schaffen das“.

Im Fokus des Berichts stehen jene 180 Tage, die Deutschland verändert haben: die Grenzöffnung für Flüchtlinge im September 2015 war der Beginn eines dramatischen Kapitels deutscher Geschichte, das noch nicht beendet ist. Robin Alexander beschreibt, wie es zu den folgenreichen Entscheidungen gekommen ist, was diskutiert, verworfen, unterlassen wurde. „Das Buch ist geschrieben, wie man sich Journalismus wünscht – hintergründig, sachlich, kenntnisreich, nicht ausweichend, unvoreingenommen, es hat beste Chancen in künftige Geschichtsbücher einzugehen“, hieß es in einer Rezension der französischen Tageszeitung „Le Figaro“.

Die Veranstaltung mit Robin Alexander am Freitag in der Villa am See beginnt um 19.30 Uhr. Karten können telefonisch bestellt werden unter 0 33 86 / 21 39 680 oder online unter behrens@kunsthaus-premnitz.de. Außerdem werden Tickets verkauft im Buch- und Musikpavillon in der Gerhard-Hauptmann-Straße 4 in 14727 Premnitz oder in der Buchhandlung Tieke, Berliner Straße 4, in Rathenow.

Von Markus Kniebeler

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