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Havelland Kosmetikstudio ist der Vorreiter
Lokales Havelland Kosmetikstudio ist der Vorreiter
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00:26 18.01.2016
Carolin Rehfeldt (l.) kümmert sich auch um die Füße der Kunden. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Elstal

Die braun-weißen Fliesen auf dem Fußboden des neuen Kosmetikstudios „Rundum Schön“ am Karl-Liebknecht-Platz in Elstal sind das einzige, das an alte Zeiten erinnert. „Diese Fliesen hat man während der Sanierungsarbeiten an dem Gebäude entdeckt. Sie befanden sich unter dem Bodenbelag der zu DDR-Zeiten mal eingezogen wurde“, weiß Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Den neuen alten Boden findet Carolin Rehfeldt, Inhaberin des Kosmetikstudios, klasse. Mehr erinnert aber auch nicht an die Fleischerei, die es früher in den Räume n am Karl-Liebknecht-Platz 2a befand. Hell, modern eingerichtet, technisch auf neuestem Stand – so präsentiert sich seit Jahresbeginn das 60 Quadratmeter große Studio. Für die 26-jährige Brieselangerin ist es der Schritt in die Selbstständigkeit. Sie war als gelernte Kosmetikerin zuvor in einem Studio in Brieselang angestellt. 2Ich wollte aber schon immer eigene Wege gehen, musste aber erstmal Erfahrungen in dem Beruf sammeln“, sagt sie.

Die Gemeinde Wustermark und speziell die Elstaler hoffen jetzt darauf, dass sich in dem denkmalgeschützten Ensemble weitere gewerbliche Mieter ansiedeln. Ob es gelingen wird, in der Eisenbahnersiedlung wieder einen Obst- und Gemüseladen, einen Frisör, einen Arzt oder ein Blumengeschäft zu etablieren, ist fraglich. Aber zumindest soll wieder Leben einziehen im Zentrum des größten Wustermarker Ortsteils. Das Kosmetikstudio ist der Vorreiter, die neue, fast fertige Bürgerbegegnungsstätte werde dazu beitragen, ist sich der Bürgermeister sicher. „Wir möchten erreichen, dass vielleicht Ehrenamtliche dort Kaffee und Kuchen verkaufen, so dass die Leute sich treffen, hinsetzen und erzählen können“, sagt Schreiber. Auch vor der Begegnungsstätte soll es in der warmen Jahreszeit Tische, Stühle und Sonnenschirme geben. Sei Idee: die gegenüber liegende Kirche abends anstrahlen und vorher die alte, hohe Hecke verschwinden lassen. Gespräche mit der Kirchengemeinde stehen noch an. In den nächsten Wochen wird auch der Verein Historia Elstal, der derzeit in einer der Wohnungen ein provisorisches Domizil hat, mit alle seinen Schätzen und Materialien in Räume der Begegnungsstätte einziehen.

Eigentümer der Eisenbahnersiedlung ist seit 2006 die Deutsche Wohnen AG. Sie kaufte die in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts errichtete Siedlung von der Reichsbahnsiedlungsgesellschaft.

Vor etwa drei Jahren begann die Sanierung der ersten Wohnungen, von denen viele leer standen. 90 Mieter haben inzwischen ihre neuen Quartiere bezogen. Die durchschnittliche Vertragsmiete in der Eisenbahnersiedlung bei etwa 5,50 Euro je Quadratmeter. An rund 40 Wohnungen wird noch gearbeitet. In diesem Jahr sollen noch die Nebenanlagen auf Vordermann gebracht werden: Gehwege, Grundstückszufahrten, Sicherheitsgrünstreifen zwischen Häusern und Straße, sowie öffentliche Grünanlagen werden neu gemacht.

Nicht nur die Deutsche Wohnen hofft, dass die übrigen Gewerbeeinheiten am Karl-Liebknecht-Platz zügig vermietet werden. Das wünscht sich auch Carolin Rehfeldt, damit möglichst viele Kunden in ihr kleines Studio kommen. „Ich habe viel Geld in die Ausstatttung investiert, habe einen Kosmetik- und einen Fußpflegestuhl angeschafft, dazu die anderen Möbel und Accessoires“, sagt die Brieselangerin.

Sie bietet von der klassischen Gesichtsbehandlung über die Hautreinigung und Maniküre bis hin zum Fuß-Verwöhnprogramm alles an. Natürlich auch für Männer. „Es ist längst nicht mehr so, dass ein Kosmetikstudio ein reiner Ort für Frauen ist. Viele Männer ab 50 kommen mit, wenn ihre Frauen gehen“, weiß Carolin Rehfeldt. Noch bewältigt die junge Frau das Geschäft ganz allein. „Vielleicht wird es mal eine Mitarbeiterin geben, wenn es gut läuft“, sagt sie. Damit die Kunden nicht lange warten müssen, ist die Behandlung nur nach vorheriger Terminabsprache möglich. Und für die, die aus unterschiedlichen Gründen nicht ins Studio „Rundum Schön“ kommen können, bietet Carolin Rehfeldt Hausbesuche an.

Von Jens Wegener

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