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Havelland Kosten senken mit neuen Leuchten
Lokales Havelland Kosten senken mit neuen Leuchten
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10:21 07.01.2014
LED-Lampen sind sparsam im Verbrauch. Quelle: dpa
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Rathenow

Jeder Privatmann weiß es: Wer herkömmliche Glühbirnen gegen stromsparende Leuchten austauscht, der spürt das irgendwann im Portemonnaie. Nicht nur, weil die modernen Lampen je nach Typ bis zu 70 Prozent weniger Energie verbrauchen. Sondern auch, weil die Lebensdauer um einiges länger ist als bei herkömmlichen Glühlampen.

Was im Privathaushalt funktioniert ist auch im öffentlichen Raum praktikabel. Und weil in der Stadt Rathenow wegen der angespannten Haushaltslage an allen Ecken und Enden gespart werden muss, geht an der Umrüstung der Straßenbeleuchtung kein Weg vorbei. Nach einem Beschluss der Stadtverordneten soll die gesamte Straßenbeleuchtung bis zum Jahr 2020 auf LED-Technik umgerüstet werden. Optimistischen Schätzungen zufolge könnte dank dieser Umrüstung bis zum Ende des Jahres 2020 der Energieverbrauch um rund eine Million Euro gesenkt werden.

Ganz so einfach, wie man sich das vorstellt – alte Birne raus-, LED-Leuchte reindrehen – funktioniert die Sache allerdings nicht. Denn die 3600 Straßenleuchten in Rathenow sind nicht alle vom gleichen Typ. „Es gibt die unterschiedlichsten Modelle“, sagt Bauamtsleiter Matthias Remus. Bei jedem müsse geprüft werden, wie eine Umrüstung umgesetzt werden kann.

Im Idealfall reicht es tatsächlich, die alte Leuchte rauszudrehen und durch ein sparsames Exemplar zu ersetzen. Doch nicht immer geht es so einfach. Manchmal muss der gesamte Leuchtenkopf – dieser besteht aus der Fassung, dem Gehäuse drumherum und der Leuchte selbst – ausgetauscht werden. Und weil ein moderner LED-Leuchtenkopf mit rund 750 Euro mehr als doppelt so teuer ist wie sein Vorgängermodell – dauert es erheblich länger, bis die Ersparnis sich niederschlägt. Am Ende geht es darum, die höheren Anschaffungskosten gegen die Einsparungen bei Verbrauch und Wartung aufzurechnen.

Tatsache ist: Eine LED-Lampe verbraucht im Vergleich zu den bislang gebräuchlichen Natriumdampflampen nur rund 35 Prozent des Stroms – bei gleicher Leuchtleistung. Und sie soll mindestens drei Mal so lange halten. Im Bauamt der Stadt ist ausgerechnet worden, dass sich eine mit LED-Leuchte bestückte Laterne nach rund sechs Jahren amortisiert hat. Das heißt, die Mehrkosten sind nach diesem Zeitraum durch die Einsparungen ausgeglichen. Danach spart die Stadt mit jeder Betriebsstunde bares Geld. Ein Modellversuch in der Ferchesarer Straße von Semlin, wo vor zwei Jahren 30 alte Natriumdampflampen durch LED-Leuchten ersetzt wurden, hat diese Berechnung bestätigt.

Allerdings ist es der Stadt angesichts leerer Kassen nicht möglich, alle 3600 Lampen im Stadtgebiet auf einen Schlag auszutauschen. Nach Auskunft von Matthias Remus wird in den kommenden Wochen geprüft, wo die Umrüstung am wenigsten Probleme und – noch wichtiger – am wenigsten Kosten bereitet. Die Lampen dieser Kategorie werden zuerst umgestellt. Ob es 600 pro Jahr sein werden – so steht es im SVV-Beschluss – muss sich zeigen. Schrittweise werde man die Umrüstung dann Jahr für Jahr fortsetzen, so Remus. Diese Staffelung habe den Vorteil, dass ein Teil des Geldes, das man durch die geringeren Strom- und Wartungskosten spare, in die Umrüstung investieren könne.

Ob bis 2020 tatsächlich alle 3600 Lampen auf die LED-Technik umgestellt sein werden, ist eher unwahrscheinlich. Wenn sich bei alten Laternen die Umrüstung nicht rechne, lasse man diese erst einmal stehen, so Remus. Wenn dann irgendwann eine Kompletterneuerung anstehe, werde das in einem Zug erledigt.

Von Markus Kniebeler

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