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Kowalski kommt vom Theater an der Wien

Rathenow Kowalski kommt vom Theater an der Wien

Wenn am Sonntag, dem 9. Oktober, der weltbekannte Countertenor Jochen Kowalski in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche Rathenow mit dem Il Concertino Virtuoso ein Konzert gibt, dann hat er gerade sein Gastspiel im Theater an der Wien hinter sich. In der neuen Oper „Hamlet“ nach Motiven von William Shakespeare spielt er dort den toten Hamlet, der durchs Geschehen führt.

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Jochen Kowalski als Hamlet, den er zurzeit in Wien spielt.

Quelle: Monika Rittershaus

Rathenow. Wenn der weltbekannte Countertenor Jochen Kowalski am Sonntag, dem 9. Oktober, um 17 Uhr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche Rathenow ein Konzert gibt, hat er gerade sein Gastspiel im Theater an der Wien hinter sich. Dort wirkt er gerade in der neuen Oper „Hamlet“ von Anno Schreier mit, die am 14. September ihre Premiere hatte. Sie entstand nach Motiven des gleichnamigen Dramas von William Shakespeare. Jochen Kowalski gibt in Wien die Figur des toten Hamlet, der durch das Geschehen führt. „Hinreißend seine Bühnenpräsenz“, hat BR Klassik vom Bayerischen Rundfunk ihn gelobt, „wortdeutlich, elegant und ätzend kommentiert Hamlet Vergangenes und Gegenwärtiges und erhält zu recht tobenden Applaus.“

Jochen Kowalski singt in einer für einen Mann ungewöhnlich hohen Stimmlage, die als Countertenor oder auch Altus bezeichnet wird. In der Sankt-Marien-Andreas-Kirche tritt er gerne auf, weil dort seine Mutter getauft wurde und seine Eltern getraut worden sind. Er selbst ist im heutigen Nauener Ortsteil Wachow auf die Welt gekommen. Seine Mutter hatte bei einem Fleischer am früheren Rathenower Markt gearbeitet, als dort der Geselle Franz Kowalski aus Polen einen Arbeitsplatz bekam. Beide verliebten sich ineinander und machten sich mit einer Fleischerei in Wachow selbstständig, wo 1954 Jochen Kowalski als ihr dritter Sohn geboren wurde.

Jochen Kowalski war immer seiner Heimat verbunden

Organisator des Konzerts am 9. Oktober ist der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. „Jochen Kowalski war immer bodenständig und seiner Heimat verbunden“, teilt dessen Vorsitzender Heinz-Walter Knackmuß mit, „das Flair eines Opernstars ist ihm fremd.“ Trotzdem sei er ein großer Weltstar und gelte als Nestor der Countertenöre in Deutschland. Für „Hamlet“ in Wien seien die Karten zu 187 Euro und 159 Euro sofort ausverkauft gewesen, berichtet Heinz-Walter Knackmuß. Die teuersten Karten in Rathenow für 50 Euro seien bereits ausverkauft. Es gebe aber noch viele gute Plätze an der Abendkasse zu moderaten Preisen.

In der Sankt-Marien-Andreas-Kirche bringt Jochen Kowalski am 9. Oktober zusammen mit einem Ensemble von Spitzenmusikern der Staatskapelle Berlin, das sich als Il Concertino Virtuoso zusammengefunden hat, Orchestermusiken und Arien aus dem Barock zu Gehör. Auf dem Programm stehen Werke unter anderem von Antonio Vivaldi, Arcangelo Corelli, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck, Henry Purcell, Johan Adolf Hasse und Ricardo Broschi.

info: Karten gibt es in der Buchhandlung Tieke, 03385/51 02 32; in der Altstädtischen Apotheke, 03385/57 360; und im Eine-Welt-Laden, Kirchplatz 11.

Von Bernd Geske

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