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Havelland Kreatives Haarakiri
Lokales Havelland Kreatives Haarakiri
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00:18 03.01.2016
Geografische Wortspiele sind beliebt, wenn es um das Haupthaar geht. Hier in Falkensee. Quelle: Marlies Schnaibel
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Havelland

Humorexplosion oder Rechtschreibschwäche? Das fragt man sich, wenn man sich die Firmennamen mancher Geschäfte anschaut. Im Wettlauf um den originellsten Titel und das verdrehteste Wortspiel zeichnet sich vor allem eine Berufsgruppe aus: die Friseure.

Deutschlandweit machen die Kopf-Experten sich auch zum Spitzenreiter bei der Suche nach originellen Geschäftsnamen. Da werden Buchstaben gewaschen, gelegt, gefönt. Am Ende kommen neue Gebilde heraus. In Falkensee gab es lange Zeit einen Laden, der mit dem Gegensatzpaar „Locke & Glatze“ warb. Mit einem neuen Geschäftsleitung kam auch ein neuer Name, der Laden heißt jetzt nach seiner Chefin: „Ines Schwarz“. Was nicht heißt, dass hier keine Blondinen zu ihrem Recht kämen.

Wären Blondinen so geistig beschränkt, wie gewissen Witze der Welt uns weismachen wollen, dann würden sie ja all die schönen Wortspiele gar nicht begreifen. Sie würden ja gar nicht an das sonnige Kuba denken, wenn sie im kalten Falkensee „HAARvanna“ lesen.

Damit auch jeder merkt, was gemeint ist, sind die ersten vier Buchstaben des Namens in Großbuchstaben geschrieben. Das ist eine beleibte Masche, um dem Betrachter zu sagen: Achtung, hier wird es komisch oder originell. Bestes Beispiel dafür: In Liebenwalde direkt an der B 96 kann man sich unter dem Titel „CreHaartion“ einen kreativen Haarschnitt verpassen lassen.

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Friseur war gestern, heute muss ein origineller Name für den Salon daher. Von Haarscharf über Kopf-Salat bis CreHaartion reicht dabei das Angebot im Havelland.

Gerne wird auch lautmalerisch an bekannte Wortpaare angeknüpft. „Hin & Hair“ heißt es in Nauen, „Hair & Flair“ in Liebenwalde und „Vorhair Nachhair“ in Rathenow.

Das Lautmalerische richtet sich auch an Kunden, denen gewisse Fremdsprachenkenntnisse nicht fremd sind. Wer wollte da nicht sein Oxford-Englisch bemühen, um den Wortwitz von „Kamm In“ zu verstehen. Die Granseer und Zehdenicker können es bestimmt.

Die Namen lassen hoffentlich nicht Rückschlüsse auf die angewendeten Arbeitsmethoden zu, sonst müsste man befürchten, in der Hennigsdorfer „Lockenschmiede“ mit Hammer und Amboss bearbeitet zu werden. Dann klingt es um die Straßenecke bei der Hennigsdorfer „Haarmonie“ doch beruhigender.

Mit den Haaren lässt sich fein spielen: Haarzauber in Kyritz, Haarwei in Potsdam oder Haarscharf in Paulinenaue stehen dafür.

Der Originalitätswahn treibt mitunter seltene Blüten. Wer seinen Haaren mal richtig was Bösen antun will, der kann in den Salon „Haarspalterei“ gehen; zur Ehrenrettung der hiesigen Friseure sei allerdings gesagt, dass sich so ein Laden in Wien befindet. Wer gar „Haarakiri“ begehen will, muss nach Hameln fahren.

Ganz so schlimm ist es dann hierzulande doch nicht. Uns bleiben ja noch ein frischer „Kopfsalat“ oder ein schwungvolles „Lock ’n Roll“ in Nauen. Für Kenner gibt es „Eitel mit Scheitel“ in Rathenow.

Und für die Unentschlossenen, denen all die Wortspiele bis in die Haarspitzen schnuppe sind, gibt es in Potsdam den schönen Laden: FON, Friseur ohne Namen. Da geht es nur noch um dickes, krauses, glattes, dünnes, fettiges, splissiges, brüchiges, wallendes oder schütteres Haar auf dem Kopf.

Von Marlies Schnaibel

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