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Kreatives Schreiben im Kulturhaus

Falkensee Kreatives Schreiben im Kulturhaus

Seit nunmehr drei Jahren gibt es eine kreative Schreibwerkstatt im Falkenseer Kulturhaus „Johannes R. Becher“. Spontan entstandene Gedichte, wohl durchdachte Kurzgeschichten oder tiefgründige Verse entstehen ganz nebenbei, schlaflose Nächte werden genutzt, um kreativ zu werden.

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Regelmäßig trifft sich der Schreibzirkel im Kulturhaus.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Gedanken, Empfindungen, Erlebnisse zu Papier bringen – für die Mitglieder der kreativen Schreibwerkstatt gehört das zum Alltag. Spontan entstandene Gedichte, wohl durchdachte Kurzgeschichten oder tiefgründige Verse entstehen ganz nebenbei, schlaflose Nächte werden genutzt, um kreativ zu werden. „Geschrieben habe ich schon als junges Mädchen. Meine Gedichte entstehen meist spontan – es ist toll seine Gedanken auf Papier zu bringen“, so Gisela Basel. „Ich bin allerdings sehr kritisch mit meinen eigenen Arbeiten, egal ob es nun die Malerei oder das Schreiben ist. Hier im Schreibzirkel bekomme ich ein Feedback“, so Basel.

2013 von Christa Groß-Pelivanian ins Leben gerufen, trifft sich die Gruppe seither regelmäßig einmal im Monat im Falkenseer Kulturhaus „Johannes R. Becher“. Ob eine Arbeit reif ist, der Gruppe vorgetragen zu werden, entscheiden die Kreativen selber. Minutenlang verlieren sich die Frauen in Diskussionen über Wortwahl, Reimform und Inhalt, genießen das Gespräch über Literatur sichtlich. Darf man das? Geht das so? Ist das Wort zu bedeutungsschwanger? „Ich übe mich derzeit darin, mich kurz zu fassen“, lacht Liselotte Schmidt, die als Studentin mit dem Schreiben angefangen hat. „Derzeit arbeite ich an einer Familiengeschichte und habe zur Weihnachtszeit mehrere Geschichten verfasst – alle eher lang“, so die Seniorin. Mit sogenannten „Elfchen“, also Elfzeilern, trainiert die Falkenseerin gut durchdachte Bilder mit möglichst wenigen Worten zu zeichnen.

Ganz ohne Vorkenntnisse kam Ingrid Bartsch vor drei Jahren in die Schreibwerkstatt „Als ich davon gehört habe, war ich total begeistert. Ich wollte schon mein ganzes Leben lang schreiben und bin jetzt regelmäßig dabei“, so Bartsch. In Lesungen präsentieren die Frauen ihre Werke der Öffentlichkeit. Eine, die damit bereits jahrelange Erfahrung hat, ist Eva-Marianne Meewes. „Ich lese seit Jahren Märchen in der Falkenseer Stadtbibliothek vor, überarbeite die Texte im Vorfeld und kam so bereits mit dem kreativen Schreiben in Berührung“, so die Falkenseerin. „Mein erstes eigenes Märchen habe ich über das Hexenhaus in Finkenkrug geschrieben. Ich war damals so begeistert von diesem geheimnisvollen Ort, dass ich meine Gefühle unbedingt verarbeiten und zu Papier bringen wollte.“

Eher spontanen Eingebungen folgt Werkstatt-Leiterin Gesine Falke. „Ich habe mich schon in jungen Jahren ausprobiert, Gedichte haben mich immer besonders gereizt. Während meiner Arbeit als Lehrerin habe ich das Schreiben hinten angestellt“, so Falke. „Ich habe meine Zeit und Energie darauf verwendet, Kindern das Schreiben beizubringen. Selber kreativ zu werden, hat mir jedoch immer gefehlt.“ Seit kurzem nimmt die Schreibwerkstatt sogar an Poetry-Slam-Workshops teil und stand bereits gemeinsam mit Schülern im Lise-Meitner-Gymnasium auf der Bühne. Für die Zukunft planen die Frauen ein Sammelband ihrer schönsten Werke mit Zeichnungen von Gisela Basel.

Von Laura Sander

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